Sind Röntgenbilder das Eigentum des jeweiligen Patienten?

4 Antworten

Ein Patient hat nicht nur Anspruch darauf, seine Röntgenbilder in der Praxis des Arztes ansehen zu dürfen. Vielmehr muss der Arzt seinem Patienten die Bilder sogar ausleihen, wenn dieser es verlangt (siehe u.a. Urteil des Landgerichts Flensburg Az 1 S 16/07). Rechtlich ist der Arzt Eigentümer der Aufnahmen.

Die Aufnahmen gehören dem Patienten, schließlich sind sie von seinen Krankenkassenbeiträgen bezahlt worden. Jeder Arzt ist dazu verpflichtet sie raus zu geben, ohne Entgeld, denn wie schon gesagt, die Krankenkasse hat sie schon bezahlt.

kaberk hat recht, rechtlich gesehen gehören die bilder dem arzt. was der damit macht bleibt ihm überlassen. er kann sie seinen patienten geben, muß aber nicht. allerdings hat der patient das recht sie einzusehen.

die aufnahmen gehören dem behandelnden arzt. hab ein knochenmarködem und hatte deswegen 2 mal kernspin. die bilder habe ich noch nie zu gesicht bekommen :)

Wäre ein Objekt aus (reinem) Hartgummi auf einem Röntgenbild des Dickdarmes sichtbar?

Sehr geehrte Community,

vorab: meine Frage gründet sich auf rein wissenschaftlicher Neugier, bezugnehmen zu den Schilderungen eines Kollegen aus dem medizinischen Bereich, zu dessen Details ich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht Bezug nehmen darf.

Wäre ein Objekt aus (reinem) Hartgummi auf einem Röntgenbild des Dickdarmes sichtbar?

Die Röntgenaufnahme erfolgte bei einem männlichen Patienten innerhalb der Notaufnahme, nachdem dieser aus subjektiver Sicht "nach einer durchzechten Nacht" und einem mehrstündigen "Filmriss" [...] "das Gefühl hatte", dass er einen relativ schlanken Fremdkörper aus Hartgummi "tief im Darm" haben könnte.

Die besagte Person aus dem medizinischen Bereich stellt sich die Frage, ob der Patient nach einer Enddarmspiegelung (mit negativem Ergebnis mehrerer Röntgenbilder) eventuell voreilig aus dem Krankenhausaufenthalt entlassen wurde, weil lediglich der Enddarm gespiegelt wurde, der bei einer Person dieser Größe ca. 20 cm lang ist. Die Röntgenaufnahmen waren uneindeutig, weil besagter Patient mit relativ "vollem Darm" drei Tage nach dem oben beschriebenen Vorfall in die Notaufnahme mit Schmerzen und Verdauungstörungen gekommen war.

Weiterhin würde mich Interessieren, was generell für Materialien auf einem Röntgenbild sichtbar werden. Dass Glas unsichtbar erscheint und Metall deutlich sichtbar, sind ja recht bekannt.

Vielen Dank an alle für die eventuelle Beantwortung meiner relativ außergewöhnlichen Frage.

Viele Grüße

ScienceNet

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