Sind psychische Krankheiten vererbbar?Woran wird das festgelegt?

5 Antworten

Zunächst mal ein jain, da es darauf ankommt welche Krankheiten das sind.

Nehmen wir als Beispiel Schizophrenie, das ist vererbbar. Natürlich kommt es auf die Gene drauf an, ob du die jetzt hast oder nicht. Aber Studien haben gezeigt, dass doch ein Teil der befragten ein Elternteil hatten, welches an Schizophrenie litt.

Ein Nein wäre zum Beispiel post traumatic stress disorder wird nicht vererbt. Es hängt mit der Kindheit zusammen, also Ereignisse die dich geprägt haben.

Das Gebiet Depressionen wurde in den letzten Jahren mehr erforscht. Es gibt Berichte, die zeigen, dass ein nicht gut funktionierender Sauerstoffkreislauf zum Gehirn (also das Gehirn bekommt vorallem vorne zu wenig Sauerstoff) und deshalb Depressionen entstehen können. Dieser Defekt kann natürlich weitergegeben werden, und somit Depressionen auch. Wie gesagt, es fehlt aber noch einiges an "research" für das (sorry deutsches Wort vergessen)

Wenn du mal Zeit hast, kannst du dich ja mehr mit dem befassen. Lies einfach alles auf Wikipedia nach, schau dir Youtube Videos an und google alles nach, was mit dem Thema zu tun haben könnte.

Hallo,

ja, ich habe schon desöfteren von der Möglichkeit der Vererbung von psychischen Krankheiten gehört. Es ist durchaus möglich, dass in den Erbanlagen gewisse Dispositionen vorhanden sind. Jedoch darf man nicht vergessen, dass die Umwelt dann größtenteils zum endgültigen 'Ausbrechen' der Krankheit führt. Widrige Lebensumstände, wie z.B. eine Trennung, Druck in der Schule oder der Verlust eines Angehörigen, können mitunter ursächlich sein.

  • Ja, es gibt psychiatrische Krankheitsbilder, die einen hohen erblichen Anteil haben. Bei Autismus ist dies zum Beispiel sicher bekannt. Auch bei etlichen anderen Krankheitsbildern wie Angststörungen sind genetische Ursachen häufig.
  • Gleichwohl sind gerade psychische Probleme sehr oft Folge der Umwelt, allen voran der Erziehung durch die Eltern, deren Vorbildfunktion und deren Verhalten.
  • Familiäre Häufungen von psychischen Problemen hat sehr oft die Ursache, das falsche Verhaltensweisen weitergegeben werden. Nicht jede familiäre Häufung deutet gleich auf erbliche Faktoren hin.

Das ist je nach Störung unterschiedlich, da sie unterschiedlich starke biologische Komponenten aufweisen.

Generell helfen dir wohl das Stress-Diathese-Modell und das Biopsychosoziale Modell weiter.

Was vererbt wird, ist nicht die psychische Krankheit, sondern das sind die Gene, die Veranlagung dazu, daran zu erkranken.

Somit kann es vorkommen, dass in einer Familie mit 5 Kindern nur eines psychische Probleme bekommt. Bei den anderen spielt es keine Rolle, sie sind stabiler oder haben von der anderen Elternseite etwas mehr mitbekommen.

Du kannst also nicht sagen, meine Mutter hatte psychische Probleme, also hab ich sie auch.

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