Sind für Ägypten-Urlaub Impfungen nötig?

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aegypten-online. de Impfungen sind momentan nicht erforderlich. Eine Übersicht der empfohlenen Impfungen finden Sie bei Fit-for-Travel ... Landesweit besteht in Ägypten ein erhöhtes Infektionsrisiko für Hepatitis A – der so genannten Reisegelbsucht. Laut Angaben einer österreichischen Untersuchung vom Jahr 2005, infizieren sich mehr als 95,5% aller Ägypter im Laufe ihres Lebens mit dem Hepatitis A-Virus. Durch mit Hepatitis A-Viren verunreinigte Lebensmittel oder verunreinigtes Trinkwasser wird die Reisegelbsucht vor allem in Ländern mit mangelnden hygienischen Verhältnissen übertragen. Eine Ansteckung in einem Land mit einer hohen Hepatitis-Verbreitung kann sehr leicht erfolgen. Vom Trinkwasser für das Zähneputzen über Obst und Salate bis hin zum Eis am Strand kommt alles in Frage, was in Kontakt mit verunreinigtem Wasser oder infizierten Menschen - von der Hotelküche bis zur Lebensmittelindustrie - stand. Im Nachhinein ist es oft sehr schwer die Infektionsquelle zu finden. Infizierte Touristen können nach der Heimkehr auch für andere Menschen eine Gefahr darstellen, mit denen sie direkten Kontakt haben oder indirekt z.B. über die Nahrung. Diese Tatsache wurde beim Hepatitis A-Ausbruch im Jahr 2004 in Hurghada wieder einmal belegt. Über 300 Touristen infizierten sich während ihres Aufenthaltes mit dem Hepatitis A-Virus. Daher wird bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz empfohlen. Der Impfschutz hält mindestens 10 Jahre. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene ist stets empfohlen.

Ebenso besteht in Ägypten landesweit ein erhöhtes Infektionsrisiko für Hepatitis B. Die Hepatitis B ist eine unter Umständen chronisch verlaufende Erkrankung, die mit einer Lebensverkürzung im Vergleich zur Normalbevölkerung einhergeht (Spätfolgen sind z.B. Leberzirrhose, -krebs). Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte - insbesondere bei Homosexuellen -, i.v. Drogenmissbrauch) gemieden werden. Daher kann bei einem nennenswerten Risiko eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B zu empfehlen.

In vielen Regionen Nord-, Ost- und Westafrikas besteht in den Monaten November / Dezember bis März / April / Mai (je nach Region) eine heiße Trockenzeit. Jahreszeitliche, klimatische Bedingungen beeinflussen die saisonale Häufung verschiedener Erkrankungen. Weltweit wird die höchste Zahl der Meningokokken-Meningitis-Erkrankungen (eitrige Hirnhautentzündung) während Trockenperioden beobachtet. Dies gilt besonders für den "Meningitisgürtel" der Sahelzone, südlich der Sahara. Zu den Ländern gehören u.a. Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Guinea, Senegal, Kamerun, Kenia, Mali, Niger, Nigeria, Sudan, Tschad, Togo und Zentralafrika. Erkundigen Sie sich vor der Abreise über die klimatischen Bedingungen in Ihrem Reiseland. Reisenden in Risikogebiete v.a. in den "Meningitisgürtel Afrikas" wird eine Schutzimpfung mindestens 2 Wochen vor Reiseantritt empfohlen.

Im Jahr 2006 wurden insgesamt 1.939 Fälle von Kinderlähmung (Poliomyelitis) weltweit registriert. Die meisten Fälle (1.815) wurden aus den Ländern gemeldet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In die anderen Länder ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Im Jahr 2006 wurden der WHO Polio-Erkrankungsfälle aus Nigeria (1090), Indien (655), Somalia (36), Afghanistan (31), Pakistan (39), Namibia (19), Äthiopien (17), Bangladesh (17), Niger (11), Demokratische Republik Kongo (12), Indonesien (2), Nepal (4), Jemen (1), Angola (2), Kamerun (1) und Kenia (2) gemeldet. Ein Fall von Kinderlähmung wurde im Jahr 2004 von der WHO in Ägypten bestätigt (2003:1). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist. Bei Reisen in aktuelle Polio-Risikogebiete ist ein Impfschutz empfohlen. Grundsätzlich zählen dazu großräumig das tropische Afrika und vereinzelte Länder/Regionen Asiens.

Im Land wurde das Vogelgrippevirus (H5/H5N1) in Vögeln nachgewiesen und von der Welttierorganisation (OIE) bestätigt. Im Jahr 2006 wurden erstmals menschliche Fälle der Vogelgrippe in Ägypten von der WHO bestätigt. Aktuelle Ereignisse und Informationen können bei http://www.fit-for-travel.de auf der Homepage oder im REISEMED-TICKER-ARCHIV unter „Vogelgrippe" eingesehen werden. Eine weitere Ausbreitung des Vogelgrippevirus (H5/H5N1) wird befürchtet. Bei Reisen in Länder mit Vogelgrippe-Vorkommen, sollte auf jeden Fall der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel (d.h. Geflügelprodukte, Federn, etc.) vollständig vermieden werden. Das beinhaltet das Fernhalten von Vogelstallungen, so wie von Vogel- und Geflügelmärkten. Der Import von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus den betroffenen Ländern in die EU ist verboten. Auch auf das Halten von Ziervögeln sollte während des Aufenthaltes verzichtet werden. Ebenso sollte auf den Verzehr von rohen Geflügelspeisen verzichtet werden. Da das Virus bei Erhitzen auf 70°C abgetötet wird, muss diese Temperatur beim Kochen oder Braten im Inneren des Fleisches oder des Eies vor dem Verzehr erreicht werden um unbedenklich zu sein. Geflügelgerichte und Eier die auf diese Weise zubereitet wurden, gelten für den Verzehr als unbedenklich.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

hi, man braucht die allgemein üblichen impfungen. viel sonnenmilch, ab 30, aufwärts und viel wasser,

ich war voriges jahr in ägypten,vorher auch beim arzt um wegen impfungen nachzufragen,es waren keine nötig,man sollte halt in ägypten ein etwas ,,besseres hotel buchen,,darauf achten das keine eiswürfel in den getränken sind,das,das fleisch,fisch gut durchgebraten ist,das der gewaschene salat ziemlich gut getrocknet wurde und vor allem kein leitungswasser trinken...ich habe auf all das geachtet und einen super urlaub verbracht...mach dir keinen stress aber einen schönen urlaub...

Also ich habe mich und meine Tochter damals gegen Hepatitis impfen lassen, alles andere ist bei uns sowieso immer i.O. Was mich da gestört hat, war dass das Wasser überall gechlort ist und bei meiner Tochter extreme Hautreaktionen ausgelöst hat, als ich sie dann ins Meer gejagt habe, wurde es wieder besser. Grundsätzlich sollte man doch hier mal eher Empfehlungen aussprechen, dass man sich während der Bussfahrt vom und zum Hotel besser anschnallen sollte, die fahren da wie die Henker, sehr zur Freude der Kids, haha. Also Ägypten ist schon ein tolles Land, aber für einen Urlaub würde ich doch ein ruhigeres Land vorziehen, ist aber eine persönliche Meinung. Im Grunde muss ja jeder für sich slebst entscheiden, ob man einen gefährlichen Urlaub verleben will. Habe eben noch gesehen, dass die Urlaubsziele, wie Hurgada und andere auch betroffen sind, nur zur Info.

Hallo, ich mache regelmäßig Urlaub in Ägypten. Es sind keine Impfungen vorgeschrieben oder empfohlen. Also, lass Dich nicht verrückt machen! Außerdem wäre die Zeit schon zu knapp für eine Impfung. Wenn Du aber öfters Urlaube in Ländern machst, in denen die Trinkwasserqualität nicht so gut ist, solltest Du überlegen, Dich gegen Hepatitis A impfen zu lassen. Diese gibt es in einer Kombi-Impfung zusammen gegen Hepatitis B. A ist durch verunreinigte Lebensmittel/ Trinkwasser übertragbar, B dagegen nur über Blut und andere Körperflüssigkeiten (z.B. wenn Du einen Unfall hattest und im Urlaub ins Krankenhaus mußt). Eine Hepatitis-Impfung ist also generell empfehlenswert, aber absolut kein MUSS ! Ich hoffe, ich konnte Dir helfen und die Bedenken zerstreuen... Viele Grüße Corinna PS: schau mal bei www. netdoktor. de, Stichwort Hepatitis vorbeugen

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