Sind es erste Anzeichen einer Psychose bzw. Schizophrenie?

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Das könnten durchaus Zeichen einer Psychose sein.Schizophrenie würde ich da eher ausschließen.Dein Charakter und die Angewohnheit Menschen zu "analysieren" spricht dafür,genauso wie deine soziale Isolation.Lass das mal von einem Psychiater untersuchen,mit Psychosen ist nicht zu spaßen.Da spreche ich aus Erfahrung...

lillykissi, entschuldige bitte - aber das sind Vermutungen von dir, die ich für sehr voreilig halte. Denkbar ist es, aber denkbar ist ebenso gut, dass es Temperaments- und Charakterfragen sind ohne psychotische Anklänge drin.

@ereste

Ja,da hast du Recht.Ich hab ja nur eine Vermutung abgegeben,das ich keine Diagnose stellen kann ist mir klar:)

Zum einen: Das Gefühl, Leistung erbringen zu müssen und nie gut genug zu sein, wird in dieser Gesellschaft fast jedem vermittelt. Doch das sollte für dich kein Grund sein, dich selbst in Frage zu stellen. Du lebst schließlich für dich und nicht für deine Eltern, auch nicht für irgendeinen Chef.

Und eine Arbeit zu finden, von der man leben kann, wird hierzulande sowieso immer schwieriger. Es ist ein gesellschaftliches Problem und du solltest dich nicht selbst dafür verantwortlich fühlen.

Ich sehe (soweit ich es einschätzen kann) bei dir weder Anzeichen einer Psychose oder Schizophrenie, sondern eher einer sozialen Phobie, die man aber in den Griff bekommen kann. Das erste, woran du arbeiten solltest, ist dein Selbstwertgefühl. Das Gefühl, nie zu genügen, wurde dir wahrscheinlich von deinen Eltern eingeimpft. Wenn du gute Freunde hättest, die dich so akzeptierten, wie du bist, hättest du hier wahrscheinlich weniger Probleme. Aber hier scheinst du in einem Teufelskreis festzustecken: Geringes Selbstbewusstsein und unsicheres Auftreten - die anderen schätzen dich daraufhin ebenfalls gering ein - daraufhin wirst noch unsicherer, manch einer lästert über dich , daraufhin ziehst dich ganz zurück und findest gar keine Freunde mehr. Versuch, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, notfalls mit Hilfe eines Psychotherapeuten. Mit dem Selbstbewusstsein kommt auch die Ausstrahlung. Dann werden auch andere auf dich aufmerksam und du lernst, mit ihnen zu kommuniziern.

Das Spielen von Instrumenten ist eigentlich ein schönes Hobby, das du auch zu deinem Beruf machen könntest (auch wenn man heute selbst davon nicht leben kann). Richtig gut wirst du nur auf einem Gebiet werden, das dir liegt und wo du dich nicht unter Druck gesetzt fühlst.

Wenn man sich darüber noch Gedanken macht, also die Fähigkeit zur "Introspektion" noch vorhanden ist, spricht das sehr gegen eine Psychose, denn diese Fähigkeit hättest du dann nicht mehr. Wenn überhaupt würde ich das noch eher in die Kategorie "Zwangsstörung und -gedanken" einordnen. Die Frage ist, wie sehr stört es dich? Willst du aus deiner Isolation herauskommen und weißt selbst nicht wie, dann such dir einen Therapeuten. Aber die "Symptome", die du beschreibst, passen nicht zu einer Psychose. Ich persönlich würde das ausschließen, genau sagen kann dir das ein Psychiater nach längeren Gesprächen und bestimmten Tests. Aber bei Menschen mit Psychosen und Schizophrenie stehen eher die Wahnvorstellungen im Vordergrund, die du aber nicht hast. Ob sich aus diesen "Absonderlichkeiten" irgendwann eine Psychose entwickelt, bei der du beispielsweise ernsthaft glaubst, du könntest von Profilbildern Schlüsse auf die Gedanken der Person ziehen (fiktiv, aber nicht weit hergeholt), das kann dir niemand sagen, es kann sein, dass du grundsätzlich anfällig für psychische Erkrankungen hast.

Ich habe mir zum Teil unkonventionelle Gewohnheit und zwar bekommt mich, wenn ich auf Facebook bin ein Gewisser Forscherdrang bei dem es darum geht zum einen die Menschen zu studieren d.h. ich schaue mir Bilder an und versuche sie in Zusammenhang mit Persönlichkeitsmerkmalen zu setzen. Außerdem schaue ich mir meine Verwandten an und versuche heraus zu finden, was man vielleicht in Bezug zu sich selber für eine genetische Austattung hat und inwieweit ihr Verhalten von kindlichen Erfahrungen abhängt und wie viel Genetik ist

Mehrere Fachrichtungen an manchen Universitäten beschäftigen sich mit den von Dir hier aufgeführten Themen, veröffentlichen hier und da dazu. Kannst Du dann in der Kurzfassung im Deutschlandfunk erfahren.

Musik zu machen und zu hören ist auch keine Erkrankung von der ich wüsste.

Mangelndes Selbstwertgefühl ist in der Regel Erziehungssache bei uns Menschen. Dagegen hilft eine Verhaltenstherapie unter Umständen. Bis ein Platz gefunden ist sollte wohl erst mal von einem Facharzt für Psychiatrie eine Diagnose gestellt werden. Anhand der Diagnose kann dann eine entsprechende Therapie diskutiert werden. In der Regel mit dem diagnostizierenden Facharzt. Du findest solche Menschen auf den Arztbewertungsportalen im Internet. Auch entsprechende Psychotherapeuten findest Du auf entsprechenden Bewertungsseiten im Netz.

Bis Du also in eine Behandlung kommst kann es dauern. Um die Zeit bis dahin für Dich zu nutzen würde ich Dir raten, regelmäßig von Hand auf Papier Tagebuch zu schreiben. Weiter ist es sicherlich gut dass Du Musik magst. Aber wenn Du damit keinen Erfolg hast, also nur für Dich zuhause spielst, wird Deine Seele verhungern hast Du keine andere Möglichkeit Erfolg zu erleben. Deshalb suche Dir ein kreatives Hobby dem Du regelmäßig nachgehen kannst. Und wenn es kochen ist. Sichtbare Erfolge werden Dir schon ein wenig helfen den eigenen Wert erkennen zu können.

Mit kommt ein Bild in den Sinn:

Stelle den Notenständer ins Zimmer, verdunkle das Zimmer, zünde eine Kerze an. Nun wandere, die Kerze so in der Hand dass sie mittig der Notenblatthöhe brennt um den Ständer. Du wirst feststellen, eine Seite wird dunkel sein. Du stehst auf der dunklen Seite. Eine Therapie kann Dich auf die helle Seite begleiten. Du darfst Dir diese Arbeit auf alle Fälle wert sein. Sie wird sich lohnen.

Psychose tritt bei Überlastung auf. Und beinhaltet bedeutend andere Symptome. Bei Schizophrenie bin ich auch äußerst skeptisch als Diagnose. Bitte beachte lieber dass Du das Recht hast so lange den Fachmenschen zu wechseln bis Du vertrauen kannst.

Hallo Nerd2O10, für was das jetzt "Anzeichen" sind, was du von dir beschreibst, lassen wir hier lieber mal offen - es kann so viele Zusammenhänge haben.

Am deutlichsten fällt mir auf, dass du dich sehr hinterfragst und sozusagen auf Distanz gehst. Zum Leben, zu den Menschen, zu dir selber. Du hast dich auf eine Art "Beobachtungsposten" zurückgezogen, dort scheinst du dich sicherer zu fühlen und von da aus versuchst du zu verstehen und zurechtzukommen.

Das muss nicht der Beginn einer Psychose sein. Sieh es mal so: diese Idee passt in deine Zweifel über dich selbst. Vielleicht hast du auch eine Grund-Überzeugung über dich, etwa wie "ich bin nicht in Ordnung" oder "wenn man da mal gräbt bei mir, dann wird man nichts Gutes finden, das kann nur etwas Problematisches sein".

Zur Verdeutlichung: die Alternative dazu wäre "ich bin okay und liebenswert". Aber leider ist es nicht so bei dir ... im Gegenteil, du bewertest dich recht negativ.

Die Frage ist jetzt nicht, ob sich da etwas Psychotisches entwickelt oder nicht. Das überlassen wir getrost den Fachleuten, es ist nur ein Etikett und das ist im Moment für dich nicht wichtig. Die Frage ist viel mehr: wie geht es dir damit? Wie fühlt sich das an, auf solche Fragen zu kommen? Leidest du darunter, machst du dir Sorgen, macht es dir Angst? Wenn ja, kannst und darfst du dir Hilfe suchen.

Das Etikett einer Diagnose kann dann immer noch jemand auf die Schublade kleben. Wichtig bist du. Mit allem, wie es dir tief drinnen geht, wie du dich fühlst, ob du Hilfe möchtest. Alles Gute für dich!

Beim ehemaligen Arbeitgeber erneut bewerben?

Guten Tag.

ich (w/24) war vor 2 Jahren bei einer Firma angestellt. Ich wurde nach langen Diskussionen von denen gekündigt. Das Problem war folgendes: die Firma ist eine Personalvermittlung. D.h. ich wurde in unterschiedlichen Pflegeheimen "untergebracht". Ich bin zwischendurch allerdings umgezogen (es ging nicht anders) und in dem Ort fuhren am Wochenende die Busse erst ab 11 Uhr. So und von dort an gab es ständig Probleme. Ich wollte arbeiten, definitiv. Aber von denen kam kaum Kompromissbereitschaft, dass man mir vielleicht nur noch Heime zuteilt, wo es dann mit der Busverbindung passt. Viele Zeitarbeitsfirmen gehen heute individuell mit ihren Arbeitnehmern um. Aber von denen kam kaum verständnis. Wie auch immer wurde ich dann gekündigt und die haben mich nach einem Jahr nochmals eingeladen (wussten wahrscheinlich nicht, dass ich mal da war), bin aber nicht hin. Ich hatte mich auch zwischendurch 2 mal Beworben und wurde beide male eingeladen, bin wieder nicht hin. Heute habe ich erneut ein Vorstellungsgespräch. Meine Frage: findet ihr nicht, der Mensch sollte etwas Würde und Stolz besitzen und zu keinem Arbeitgeber zurücklaufen der sich so verhalten hat oder generell einer, von dem man aus welchen Gründen auch immer gekündigt wurde? Ich fühle mich etwas wie ein Hund und schwanke gerade. Man sollte doch Prioritäten setzen. Wenn ich ein leben lang gegen mein Wertesystem agiere wird mich das auf Dauer wohl auch nicht glücklich machen. Dabei muss gerade ich lernen mich abzugrenzen. Ich würde mir da gerne noch einige Meinungen einholen und dann eine Entscheidung treffen.

Ich freue mich auf eure Antworten. :-)

Liebe Grüße

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Wie organisiert man eine spontane Spendenorganisation?

In einem Landstrich Griechenlands ist vor Wochen ein riesiges Feuer ausgebrochen, das inzwischen schon 20000 ha Land und viele Wohnhäuser zerstört hat:

http://www.youtube.com/watch?v=ejotBxENxdM&feature=topics

Immer noch schwelt der Brand im trockenen Gebüsch und es reicht schon Wind aus südlicher Richtung um die Einwohner des Ortes Keratea wieder in große Gefahr zu bringen ihr ganzes Hab und Gut zu verlieren - vielleicht sogar ihr Leben.

Die Hilfsmaßnahmen waren bislang sehr bescheiden, - buchstäblich ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch die versprochene Hilfe aus Athen blieb bislang aus, die wenigen Mittel die es gab wurden zum Löschen benötigt. Wie auf dem Video zu sehen versuchen die Leute größtenteils, sich mit dem Gartenschlauch vor dem Feuer zu schützen...

Die Menschen, die bereits Alles verloren haben sind jetzt ausschließlich auf Spenden der Nachbarn angewiesen, die wegen der bekannten Wirtschaftskrise selber um´s Überleben kämpfen. Die Arbeitslosigkeit ist in dieser Gegend besonders groß und Arbeitslosenhilfen werden nach einem Jahr eingestellt, so dass die Meisten in dieser Gegend gar nichts mehr zum Teilen übrighaben.

Nun meine Frage:

Wie lässt sich spontan eine effektive Spendenaktion aufziehen ???

  • Gibt es Gesetze zu beachten, die Spendensammlungen regeln ?

  • Muß man dafür unbedingt einen gemeinnützigen Verein gründen ?

  • Welche Möglichkeiten gibt es um möglichst schnell möglichst viel Geld.- oder auch Sachspenden zusammenzukriegen ?

Für jeden Rat was man machen kann und was sonst noch zu beachten ist bin ich sehr dankbar !!!!!!!!

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Bin in nach Freistellung "arbeitslos" obwohl ich noch unter Vertrag bin? Insolvenz

Hallo,

mein Arbeitgeber ist insolvent und ich wurde schon gekündigt (fristgerecht laut Vertrag) zum 30.09.2014. Also bin ich offiziell ab 01.10. arbeitslos. Arbeitssuchend bin ich schon gemeldet.

Nun möchte er mich ab 01.09. freistellen, da er keine Arbeit mehr für mich hat.

Mein GEhlat habe ich für Juli noch ganz normal bekommen, dann wurde die Insolvenz beantragt.

Ich habe Anspruch auf Insolvenzgeld (3 Monarte rückwirkend ab Insolvenz-Feststellung - das wird der 01.10.2014 sein). Also bekomme ich für August und September.) Das Insolvenzgeld zahlt der Staat/ bzw. das Arbeitsam und es ist in der selben Höhe wie mein volles letztes Netto-Gehalt.

Was bin ich dann ab 01.09.? Und wie muss ich mioch verhalten? Der Insolvenz-Verwalter (mein jetziger Arbeitgeber sozusagen) muss mich ja bis 30.09.2014 anstellen laut Vertrag und Kündigung. Wenn er mich nun ab 01.09. für den letzten Monat freistellt, muss er mich bezahlt freistellen. d.h. ich habe auch Anapsruch auf dieses volle Insolvenzgeld und bin angestekkt bei ihm un d erst ab 01.10. arbeitslos oder????

Er sagt nun folgendes: wir bekommen dann für September 70 % vom Amt und 30 % Differenz von ihm aus der Insolvenzmasse. So dass wir unterm Strich auf das volle Gehalt kommen.

Ich verstehe das alles nicht. Bin ich dann doch schon ab 01.09. arbeitslos und muss mich melden??? Was bin ich dann und von wem bekomme ich welches Geld???

Ich will, wie vertraglich vereinabart, bis 30.09. angestlellt bleiben, das werde ich auch vor dem Arbeitsgericht so einklagen zu versuchen, wenn es nicht anders geht.

Vielen Dank für ein paar kompetente Antworten, von Menschen, die schon in der selben Lage waren oder vielleicht beim Amt arbeiten.

Viele Grüße

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