Simvastatin - wer hat Nebenwirkungen an sich beobachtet?

5 Antworten

Vor einem Jahr wurde ich von Sortis 20 (das ich immer gut vertragen hatte) auf Simvastatin AL 40 mg ungestellt. Seither habe ich höllische Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat. Ich war deshalb die ganze Zeit in Behandlung, bei Dr. Kögel und aktuell bei Dr. Herb. Beide konnten nichts Maßgebliches feststellen, was diese Schmerzen (besonders stark an der rechten Hüfte und der rechten Schulter, bis zur Bewegungsunfähigkeit) verursachen könnte. Ich war 3 x beim CT und MRT, auch hier keine Gründe. Mein Blut wurde zudem auf Rheuma, Gicht und Borreliose getestet, es war alles ok!

Bei einer erneuten Untersuchung letzten Freitag bei Dr. Herb - ich konnte die Schmerzen einfach nicht mehr ertragen, nicht mehr arbeiten usw. - haben wir in einem Gespräch den Verdacht bekommen, dass es die Nebenwirkungen oder eine Überdosierung meiner Medikamente sein könnte. Ich hatte Simvastatin in Verdacht. Ich habe im Internet recherchiert und fand da auf einer Plattform über 250 Kommentare, die alle von ähnlichen “Nebenwirkungen” berichteten. Seit Freitag nehme ich kein Simvastatin mehr … und siehe da, meine Schmerzen sind fast weg! Meine Schulter kann ich wieder bewegen und meine Hände sind auch auf dem Weg der Besserung. Ich kann wieder ohne mich aufzustützen vom Bett und von Stühlen aufstehen. Ich kann wieder Treppen laufen. Ich habe nachts keine schmerzhaften Krämpfe in den Füßen, die sich dann bis zur Hüfte hochziehen und ich nur noch zitterte.

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen in puncto Nebenwirkungen. Habe Simvastatin verschiedener Hersteller seit Jahren genommen (zuletzt 1x30mg/tgl.) und mich über meine Cholesterinwerte gefreut. Als der Wirkstoff vor geraumer Zeit dann nicht mehr von den Kassen bezuschusst wurde, habe ich mich geärgert und Erkundigungen über das "warum" eingeholt , ...wollte die gegebenen Auskünfte über Nebenwirkungen nicht wahrhaben... Vor ca. 1/2 Jahr wunderte ich mich eben selber über Abgeschlagen-/ Schlappheit, schnelle Müdigkeit, Muskelschmerzen wechselnd im ganzen Bewegungsapparat, schneller Muskelkater z.B. bei Arbeiten mit Motorwerkzeugen etc., manchmal unregelmäßiger Kreislauf u.a. Warum und in welcher Konstellation diese Symptome auf einmal nach Jahren auftraten, kann ich mir nicht erklären. Nach dem Absetzen ließen die Beschwerden erstmal merklich nach! Bin nun vorerst bei "Omacor" (Omega3-Konzentrat) gelandet und der Einsicht , mich trotz anscheinend genetischer Vorbelastung, mehr zu bewegen... Wie rief mir doch mein Hausarzt mal den alten physikal. Spruch ins Gewissen "Die zugeführte Menge an Energie, sollte der Menge an abgeführter Energie entsprechen!" ... oder umgekehrt! Nicht zuletzt steht für mich die Frage, ober der horrende Preis für ein solches Präparat gerechtfertigt ist. Eher liegt die Vermutung wie so oft, in Richtung einer unverschämt hohen Gewinnschwelle! Ergo: Vorsicht bei Präventiv-Arzneien! MbG-sase

Liebe Leserinnen und Leser dieses meines Beitrages! Meine persönliche Wut, dass ich mich in dem Glauben, mir mit dem Medikament zu helfen so sehr persönlich geschädigt habe, möchte ich hier ganz ausführlich veröffentlichen! Ich habe auch SimvaHexal 20 mit dem Wirkstoff Simvavastin in dem guten Gewissen genommen, meine Cholesterinwerte zu senken. Beschwerden habe ich auf beruflichen Stress und "Abnutzungserscheinungen" im Alter (immerhin bin ich ja nun 51!), Wechseljahreserscheinungen, mein etwas Übergewicht - zurückgeführt für mich persönlich! Nun weiß ich es besser und werde auch meinem Hausarzt nächste Woche direkt das schildern, wie es mir ging. Ob das hilft, dieses Medikament anderen Nicht zu verabreichen, glaube ich nicht. Behutsam hatte er mir schon beim Verschreiben gesagt: "Es könnten Muskelschmerzen auftreten!"

Leider (siehe oben) dachte ich, dass die zuerst in den Knien, Händen, Rücken auftretenden Schmerzen andere Ursachen hätten und meine zunehmende Kraftlosigkeit und Schmerzhaftigkeit im Körper an mir selbst liegen müssen ...

Wie in einem obigen Beitrag von "walser" geschildert, hatte ich erhebliche Beschwerden mit den Gedanken, dass ich Rheuma, Gicht, Muskelschwund ... u.a. haben könnte. Schmerzen in den Fingern, Armen, Beinen, Füßen, Rücken, allen Gelenken beim Bewegen sowieso, aber dann auch im Liegen waren unerträglich, Müdigkeit immerzu (na, klar, wenn alle Muskeln Dauerstress haben!), Durchfall ...

Dann kam endlich vor drei Tagen die "Erkenntnis", dass ich doch noch mal den "Beipackzettel" lesen sollte: Toll: Da steht nicht bei "Nebenwirkungen", sondern unter: "Was müssen Sie vor der Einnahem von SimvaHexal 20 mg beachten": "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von SimvalHEXAL 20 mg ist erforderlich ... wenn Muskelschmerzen, - schwäche oder - krämpfe auftreten ... ruft gelegentlich Erkrankungen der Skeletmuskulatur hervor ... Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen können (aha, nun weiß ich, warum ich dauernd auf die Toilette musste)

Na, Punkt 4 des "Beipackzettels" erklärten mir wenigstens dann noch meine Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Ermüdbarkeit.

Ja, seit ich seit drei Tagen das Medikament nicht mehr nehme, ging es mir jeden Tag besser - HURRA, keine Schmerzen mehr beim Zugreifen, in den Knien, im Rücken ... - Bewegungen trotz Alter und Übergewicht ohne Schmerzen - ruhiger Schlaf. Viel mehr Kraft am Tag gibt es nun - denke, dass meine Muskeln immer nur im "Höchstlauf" waren, um zu kämpfen. Na, jedenfalls geht es mir nun wieder besser - die ständige Müdigkeit ist weg, die Schmerzen im Körper (HURRA!!!) auch.

Schlimm für mich (und meine Familie, die mein Erleben miterlebt hat) die Erkenntnis:

WIR werden nun genauer die "Beipackzettel" lesen. Warum gibt es solche schlimmen Medikamente von den Krankenkassen bezahlt (und wahrscheinlich noch, weil "billig?" favourisiert?

Mag sein, jemandem kann ich helfen hier mit meiner Schilderung. Es war mein erster Versuch, mal im Internet mich zu äußern. Ist auch meine erste Erfahrung in meinem Leben, mich mit vermeindlich guten Medikamenten (Cholesterienspiegel senken) mich derart fast selbst "vergiftet" zu haben. Herzliche Grüße an Alle Sie, die dies lesen Carmen

Obwohl ich nie erhöhte Cholesterinwerte hatte, wurde mir nach einer Stent-OP vor 4 Jahren als Therapievorschlag neben anderen Medikamenten auch Simvastatin 40 verschrieben. Seit 2 Jahren verspüre ich zunehmend die Nebenwirkungen dieses Medikaments wie Muskel- und Gelenkschmerzen und seit einigen Monaten ein Gefühl der Kraftlosigkeit im linken Arm. Dazu kommt, dass sich die Nierenfunktion verschlechtert hat wie die neueste Blutuntersuchung ergab. Ich hoffe, dass zumindest in der Zukunft das Medikament Simvastatin mit mehr Sorgfalt und Bedacht auf seine Nebenwirkungen verschrieben wird.

G. Wellner

Nebenwirkungen? Sehr gelinde ausgedrückt - ich habe 1 Jahr Leidenszeit hinter mir, mit 24-Stunden-Schmerzen, konnte oft nicht mehr schlafen. Schmerzen, vom kleinen Zeh bis zu den Händen! Taumel beim Gehen, Schwäche! Wurde auf alles mögliche untersucht, 3 x in die Röhre, Sptizen ins Hüftgelenk, Blut nach allem untersucht - nichts! Verdacht auf Morbus Bechterew, Verdacht auf Karpaltunnel-Syndrom, Verdacht auf neurologische Erkrankung ... NICHTS! Bei x verschiedenen Ärzten ... dann sollte es psychisch bedingt sein ... Antidepressiva ... Osteopathie, Akkupunktur, Schmerzmittel ... NICHTS hat gewirkt. Bis ich selbst einen Verdacht hatte und Simvastatin absetzte! 80% der Beschwerden waren gleich weg, am Rest habe ich immer noch zu knabbern! Das war vor 3 Monaten. Mich würde interessieren, wie lange diese "Nebenwirkungen" anhalten können ... P.S.: Vorher habe ich 6 Jahre Sortis genommen und hatte keinerlei Probleme damit, bis mein neuer Hausarzt mir "ein gleiches Medikament" verordnete, völlig grundlos, denn meine Kasse zahlt Sortis!

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