Seit meiner sterilisation leide ich unter Haarausfall. Wie kann das sein?

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Bei länger bestehendem Haarausfall (> 6 Monate) kommen fortbestehende allgemeinmedizinische Störungen, wie z.B. Eisenmangel, Störungen der Schilddrüsenfunktion, eine unerwünschte Medikamentenwirkung, aber auch der anlagebedingte Haarausfall vom weiblichen Typ in Frage. Kombinationsbilder sind häufig.

In schätzungsweise 30% der Fälle von chronischem diffusen Haarausfall von mindestens 6 Monaten Dauer ist jedoch keinerlei Ursache festzustellen. In der Fachwelt spricht man dann vom "idiopathischen chronischen Telogeneffluvium der Frau" (CTE).

Effluvium bedeutet Haarverlust, der Begriff "Telogen" bezieht sich auf die im Trichogramm vermehrt nachweisbaren Telogenhaare. Dieser Störung liegt allerdings vielmehr ein verstärkter Haarwechsel als ein eigentlicher Haarverlust zugrunde, möglicherweise in Analogie zum Phänomen des Fellwechsels vieler Säugetiere im Frühjahr. Bei gewissen Menschen kann z.B. ein Wechsel von lichtarmen zu lichtreichen klimatischen Bedingungen, wie z.B. Langstreckenreisen oder Jahreswechsel, durch eine Teilsynchronisation des zyklischen Haarwachstums zu vermehrtem Haarausfall führen. Ob diese Theorie jedoch zur Erklärung des idiopathischen chronischen Telogeneffluviums der Frau ausreicht, ist noch weitgehend unklar. Zur Erfassung der genauen Zusammenhänge sind noch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen notwendig.

Zur Behandlung des diffusen Haarausfalls kommen in diesen Fällen L-Cystin-haltige Kombinationspräparate (Handelspräparat z.B. Pantovigar) in Betracht. Auch der Einsatz von äußerlich oder innerlich anzuwendenden Kortisonpräparaten wird von gewissen Autoren empfohlen, jedoch nur nach strenger Indikationsstellung durch den Hautarzt, umsomehr als es sich hierbei um eine sehr unspezifische Therapie handelt.

Quelle: http://www.haarerkrankungen.de/therapie/idiopatisches_telogeneffluvium.htm

Vielleicht solltest Du dir den Hormonspiegel checken lassen. Vielleicht hat der Haarausfall zwar nichts mit der Sterilisation zu tun, sondern mit menopausenbedingten (40+) Hormonschwankungen? Ansonsten kannst Du auch noch den Hautarzt konsultieren.

Ich bin 35 Jahre alt und mein Haarausfall fiel mir das erste mal mit 24 Jahren auf. Ich rannte von Arzt zu Arzt und habe sämtliche Untersuchungen wie Haarwurzelanalyse usw. über mich ergehen lassen. Bis jetzt konnte keine erkennbare Ursache gefunden werden. Ich bin echt am verzweifeln :-(

@Kyrena5

Ich habe auch überall zuviele ausser auf der Platte! gg Soll genetisch vorbedingt sein. Hab außerdem zuviel Testosteron.

Wahrscheinlich macht sich die Hormonumstellung bei dir so bemerkbar. Geh zum Doc und frag ihn, ob man was dagegen machen kann.

Vermutlich ein hormonelles Problem:

Hormonbedingter Haarausfall bei Frauen ist selten, kann aber durchaus vorkommen. Er ist schwächer ausgeprägt als beim Mann. Zugrunde liegt eine Störung der weiblichen Östrogenproduktion. Der Haarausfall kann dann begleitend bei Tumoren der Eierstöcke, oder nach der Menopause auftreten.

Und eine Sterilisation passt in das Bild :-(

http://www.gesund.co.at/gesund/Fitness_Beauty/Beautycorner/haarausfall-frau.htm

Meine Hautärztin meint die Pille könnte eventuell helfen.Sie sei sich aber nicht sicher. Dabei wollte ich der Pille eigentlich mit der Sterilisation :-( ausweichen

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