Schwester will trotz großer Schwierigkeiten ihre Schwerstbehinderten Kinder keine Hilfe annehmen. Wie kann ich sie umstimmen oder ihr anderweitig helfen?

5 Antworten

nimm sie an ihre Hand und besucht entsprechende Einrichtung.

Die Behinderten fühlen sich unter ihresgleichen richtig wohl, werden dort

so gefördert dass sie möglichst selbständig werden in allen Bereichen usw.

Wenn sie sich schon in jüngeren Jahren dort eingewöhnen, um so besser geht es ihnen.

Was deine Schwester da macht ist, dass sie ihnen diese Förderung verweigert.

Mag sein dass sie das Arbeitspensum noch einige Jahre schafft aber irgendwann ist sie nicht mehr.

Dann ist der Schock von Neffe Nichte um so größer.

Auf einen Schlag müssen sie in Einrichtung, kennen dort niemanden.

Das ist viel schlimmer als wenn sie sich dort vorher schon gut eingelebt haben.

Egal was ich ihr sage sie wertet es als Müll. Sie ist 12 Jahre älter als ich, und erkennt meine Ratschläge kaum bis gar nicht an. Sie sieht mich noch immer als Kind, wobei ich auch schon auf die 38 zugehe. Ich müsste ihr erstmal irgendwie klarmachen, dass ich ihr wirklich helfen kann wenn sie es nur zulassen würde... Danke für die Antwort!

@GartenRose423

mal angenommen sie muss wegen Hüft OP für 6 Wocheen ins KKH. Wer kümmert sich um Neffen ?

Meine Partnerin hat 27 jährigen Sohn, Autist, der ist seit er 18 ist in Einrichtung.

Bringe ihn alle 14 Tage Sonntags wieder dort hin. Er wohnt in Einrichtung und darf jedes zweite Wochenende heim.

Er freut sich wenn er bei uns ist aber genau so wenn er wieder bei seinen Kumpels ist. Dort hat er einen Freund gefunden. Die 2 helfen sich gegenseitig und freuen sich wenn sie wieder zusammen sind. Das ist aber reine Freundschaft.

Wenn man persönlich erlebt wie gut es den Anwohnern dort geht ( Barmherzige Brüder, Oberpfalz ) zögert man keine Sekunde sie dort aufnehmen zu lassen

@newcomer

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Im Lebens-, Beschäftigungs-, Arbeits- und Lernbereich Förderstätte können Sie im Dialog mit anderen Ihre Vorlieben, Interessen und Fähigkeiten weiterentwickeln und Neues kennen lernen.

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Du kannst ihr nicht helfen ausser zuhören, es ist ihr leben und ihre Verantwortung... So schwer einem das fällt, natürlich kann man versuchen Argumente anzubringen oder ihr Hilfen anzubieten aber vermutlich wird eher das Gegenteil passieren, nämlich das sie erstrecht abblockt weil sie sich unverstanden fühlt.

Meine Gedanken zum Problem:

Ich persönlich denke das fast jedes Kind mit 18-25 auszieht und es daher nur zur natürlichen Entwicklung zwischen Mutter und Kind gehört, dass das Kind sich erstmal löst. In dem Fall kann das Kind es nicht, die Mutter müsste es übernehmen aber will nicht..

Auch würde mich interessieren wenn sie keinerlei Hilfen hat und mal was passiert, sei es sie wird krank oder kippt um oder sonstwas, wer hilft ihr und den Kindern? Wer bekommt mit das sie Hilflos aufm Boden liegt, das wäre ja auch nicht gut für die Kinder die sich nicht selbstständig hilfe holen können. Wenn sie sterben sollte (du schreibst ja sie will das bis ans lebensende tun) kennt auch kein Mensch die Kinder, keiner weiß etwas über sie, sie haben nie etwas anderes gesehen als ihre Mutter und dann sollen sie sich von heute auf morgen auf eine andere Person einlassen?

Wie wäre es denn mit einer Haushalthilfe und regelmässige Betreuungszeiten durch Pflegedienste.

Deine Schwester muss begreifen, dass wenn sie zusammenbricht keine freie Wahl mehr hat.

Sie muss lernen mit ihren Kräften zu haushalten.

Eine Tagesklinik wäre doch auch ok und sicher gut für ihre Kinder. Zuweilen vergisst man diesen Punkt.

wenn du denkst, dass sie überfordert ist mit der versorgung, dann wende dich an den sozialen dienst. unterm strich kannst du deiner schwester nur hilfe anbieten. wenn sie sich dahingehend keine hilfe annimmt, weil sie keine braucht derzeit, dann wirst du damit leben müssen. du hilfst ihr zu sehr, lass das mal ein bisschen weniger werden, damit sie merkt, welche belastung sie eigentlich hat, als alleinstehende person.

gerade der 18 jährige wird irgendwann mal richtig zulangen. er mag den verstand eines kleinen kindes haben, hat aber die kraft eines erwachsenen mannes. spätestens dann wird sie vermutlich verstehen, dass sie gegen ihn im notfall nichts mehr ausrichten kann. er versteht sie vermutlich auch garnicht. es ist auch besser wenn er irgendwann in eine umgebung kommt in der er ordentlichen kontakt mit seinesgleichen hat und sich dort einlebt. sie kann ihn doch trotzdem weiter besuchen gehen. aber in einer einrichtung kann er gefördert werden, altersgerecht gepflegt und versorgt werden.

Manche müssen erst auf die Fresse fallen und unten ankommen, bis die Erkenntnis kommt. Solange kannst du nicht viel tun, außer sie zu unterstützen. Der Stolz kann einem viel verderben. Manche kämpfen halt lieber allein im Leben.

Viel Glück für alles.

Warum habt ihr euch für oder gegen euer behindertes ungeborenes Kind entschieden?

Hallöchen allerseits

Ich hatte vor einer Weile mit einer aus dem Internet (18j) ein Gespräch. Es ging darum, dass sie ihr ungeborenes Baby abgetrieben hätte wenn es körperlich oder geistig behindert wäre. Da sie meint es hätte keine zukunft kann nicht reden oder glücklich sein.

Da trennen sich ja die Meinungen und mich nimmt es nun wunder was ihr alles so sagt und vorallem die, die sich für oder gegen ein Behindertes Kind entschieden haben - warum?

Ich bin selbst Mutter und habe relativ früh erfahren, das mein Kind einen schweren Herzfehler hat.

Das erstmal zu erfahren, ohne zu wissen, was der Herzfehler verursacht, wurde mir noch gesagt, ich sollte mir überlegen ob ich das Kind abtreiben möchte oder ob ich nach der Geburt sterbehilfe beantragen möchte oder mein Kind operieren lassen will und hoffen will, dass es überlebt.

Das war natürlich hart. Mir wäre es lieber gewesen, wenn ich mich über die erkrankung hätte informieren können, bevor ich mit abtreibung, sterbehilfe oder OP und Hoffen auf ein leben konfrontiert werde.

Dennoch kam für mich nicht infrage, mein Kind abzutreiben. Ich wusste wenn ich mich für das Kind entscheide und für das Leben, war es nur möglich, mit vielen OP's und lange Krankenhausaufenthalte.

Sie wurde 3 Tage nach der Geburt am offenen Herzen operiert und die Tage danach waren schlimm.

Nach 4 Monaten eine erneute OP und alles von vorne. Ja, es war schlimm, wir hatten schlimme Zeiten und Urlaub im Krankenhaus während andere mir den Kindern am Strand waren. Wir mussten uns nach der Kleinen richten und darauf achten, was machbar ist und was nicht. Ich hatte mir sorgen gemacht wie mein ganzes Leben noch nie. Ich wünsche nie einer Mutter, das sie erfährt, das die Ärzte nicht wissen ob sie die nächsten Stunden oder Tagen überlebt oder nicht.

Aber.... Aber jetzt ist sie mein Glücklichstes Mädchen und ihre grosse Schwester sagt ihr 100 mal am Tag wie lieb das sie sie hat. Sie darf nun Kind sein, fast wie alle anderen. Sie hat nicht mehr so viele Einschränkungen. Auch wenn eine weitere op geplant ist, ist es immer noch das schönste, ihr beim Aufwachsen zuzusehen.

Ich habe für uns richtig entschieden und darf von ihr jedes mal wenn ich weggehen muss ein ,,ich hab dich lieb mama" hören. Das ist es, was für mich zählt.

Warum habt ihr euch für oder gegen euer krankes Kind entschieden? Habt ihr eure Entscheidung im Nachhinein bereut nicht? 

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