Schwanger trotz Antidepressivum

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Hallo, erstmal möchte ich dazu sagen das du Mut hast diese Frage zu stellen. Leider ist dieses Thema ( Depression ) immer noch ein Vorurteil, das viele Menschen die das haben mit ihrem Leben nicht zurecht kommen. Es kotzt mich immer wieder an sowas zu lesen, denn wer sich richtig informiert wird erfahren, das es eine Krankheit ist wo Botenstoffe im Gehirn fehlen und leider reicht es manchmal auchz nicht aus, wie viele dann sagen, reiß dich mal zusammen und man muß Medikamente nehmen. Ich selbst bin seit 6 Jahren davon betroffen, habe mal gute und schlechte Phasen und nehme auch eine geringe Dosis 15mg Mirtazapin. Auch ich stehe vor dieser Frage mit einer Schwangerschaft , denn wir möchten es im nächsten Jahr gerne versuchen. Ich selbst werde wenn es soweit ist mit meinen Ärzten darüber sprechen, was für Möglichkeiten es gibt, aber grundsätzlich sage ich auch, es kann nicht sein das die Menschen der Meinung sind eine Frau die mit Deprssionen zu tun hat darf kein Kind bekommen. Wichtig ist eine Stabile Partnerschaft und das der Partner von dieser Krankheit weiß und seine Frau dabei unterstützt und ich bin mir sicher, das in vielen Fällen die Depression durch ein Baby auch verschwinden kann, das es sogar eine gute Therapie wäre. Also, schlußendlich natürlich mit Ärzten absprechen und sich vor allem nicht durch negative Kommentare entmutigen lassen. Man muß selber erst mal eine Depression gehabt haben um überhaupt sich darüber ein Urteil bilden zu können. Ich wünsche Dir viel Glück bei allem was du tust. Sunny.....

Bravo, endlich spricht es mal einer aus! Wenn man Antideppresiva nimmt, z. B Mirtazapin ist das ja nicht ausschließlich gegen schlechte Laune oder Heulattaken. Es wird auch oft gegen Ängste und Panikattaken verschrieben. Die meisten Leute, die nicht betroffen sind, verstehen so etwas nicht, da kommt dann eben das "reiß dich doch zusammen" oder Ähnliches. Ich weiß nicht was schlimmer ist für das Ungebohrene : Medikamente, niedrich dosiert (15mg Mirtazapin z.B.) oder eine Schwangerschaft mit Ängstzuständen, Schwindel, Panikattaken (Herzrasen, Todesangst)...?

Haben depressive Menschen kein Recht auf ein Kind! Also ich habe in der Psychiatrie schon ärgere Sachen erlebt, alkohol und drogenabhängige Mütter! Ist das für ein Kind schöner? Ich leide seit ca. 20 Jahren an Depressionen und mein Partner an Schizophrenie, wir werden aber mal sicher tolle Eltern! Bessere als manche gesunde!

Zwischen 10 und 20% der Menschen in Deutschland haben im Lauf ihres Lebens eine Depression, das ist mindestens jeder zehnte, dem Du begegnest, vielleicht sogar jeder fünfte. Und keinesfalls sind all diese Menschen, die an einer Depression leiden, nicht geeignet, Eltern zu werden. Allerdings ist es wichtig, mit der Tabuisierung aufzuhören, so dass es für diese Menschen leichter wird, entsprechende Hilfe zu bekommen. Wenn sich jemand in Therapie befindet (Psychotherapie zusätzlich zu medikamentöser Therapie), kann man so einem Menschen mehr Selbsteinsicht und Eignung zum Eltern-Sein zusprechen, als vielleicht manch anderer Person, die weniger reflektiert ist, auch wenn nicht depressiv.

Depression ist keine leichte Erkrankung, aber sie ist bei den meisten Menschen gut behandelbar und therapierbar. Bezüglich Medikament in der Schwangerschaft ist es extrem wichtig, mit einem Psychiater zu sprechen und sich betreuen zu lassen. Gynäkologen stoßen hier evtl. an ihre Grenzen. Mit dem Psychiater und dem eigenen Therapeuten kann man klären, ob Absetzen in Frage kommt, oder ein Umstieg auf ein anderes Medikament nötig ist, oder auch Alternativen wie Johanniskraut oder bestimmte Vitamine, die nach neuesten Erkenntnissen gegen Depression helfen können, möglich sind. Ich habe heute beschlossen (nach Besprechung mit einem Psychiater), meine 20mg Paroxetin abzusetzen (natürlich ausschleichend, nicht auf einmal), bevor wir versuchen, schwanger zu werden. Anscheinend gibt es Befunde, dass Fehlbildungen (zwar wenig, aber dennoch) häufiger vorkommen können bei bestimmten Antidepressiva. Aber wenn Medikamente unbedingt nötig sind, kann man mit guter Beratung die "besten" für eine Schwangerschaft raussuchen. Dieser Link wurde mir vom Psychiater empfohlen: http://www.embryotox.de/frauen_psyche.html Alles Gute für eine schöne und erfolgreiche Schwangerschaft, Molila

Ich glaube, das sind mehr. Kommt natürlich auf die Definition an. Aber man stelle sich einen mitteleuropäischen Menschen der Neuzeit vor, der zeitlebens immer gut drauf war, nie aus der Bahn geworfen wurde, mit allem immer gut zurecht kam...für mich klingt das irgendwie unnatürlich. Mindestens eine Krise, in der man nicht mehr will oder glaubt, nicht mehr zu können - das haben meiner Einschätzung nach mindestens die Hälfte aller Menschen in ihrem Leben.

Wirklich wahr, am besten sprichst Du mit dem Frauenarzt und dem Arzt,der Dir die Antidepressiva verschrieben hat, auch mal darüber, ob Du für eine Schwangerschaft seelisch stabil genug bist.

Hallo Leute,ich bin Mutter(alleinerziehend)seit fast 5 Jahren und leide seit seiner Geburt an Depressionen und Angstzuständen und deswegen war ich vor 6 Monaten in einer Klinik und mein Sohn lebt auch deswegen im moment nicht bei mir.Und vorgstern hab ich erfahren das ich schon wieder Schwanger bin und jetzt weiß ich nicht was ich tun soll,den meine Familie und auch der Vater von meinem Kind im Bauch raten mir zu einer Abtreibung und jetzt weiß ich nicht was ich tun soll!Könnt ihr mir vielleicht einen Rat geben,ich weiß nämlich einfach nicht mehr weiter!

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