Schilddruesenunterfunktion: tsh unter norm, ft4 kaum gestiegen und ft3 unveraendert. hilfe

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Wieviel wiegst du?

Dass du endlich abnehmen konntest zeigt dass die Dosierhöhung notwendig bzw zielführend war. WENN nun dieser positive Effekt nach kurzer Zeit wieder verloren geht dann ist die Dosis normalerweise immer noch suboptimal und muss weiter gesteigert werden.

Hast du vor der Blutabnahme morgens deine Thyroxin eingenommen gehabt? War die Blutabnahme sehr früh am Morgen, vielleicht in der 1. Zyklushälfte? Oder hast du ASS/Aspirin kürzlich eingenommen?

Zu den Werten kann ich vorher nichts sagen. Kannst du fT3 udn fT4 nochmal mit Norm angeben. Wie Lissa schon schrieb, offensichtlich wandelt der Körper sofort fast alles T4 in T3 um, hat also die Enzyme hochreguliert, die Dejodasen...um einen T4-Mangel zu kompensieren.

Du brauchst mehr T4 würde ich auch erstmal schätzen.

Hol dir in ruhe Zweitmeinungen ein. Handle nicht voreilig. Erst wenn alles plausibel ist und deine Symptome dazu passen und evt noch eine zweite Blutkontrolle gemacht wurde, OHNE Thyroxin am Tag der Blutentnahme morgens...dann kannst du eine Entscheidung fällen.

Ob dein Arzt dann kooperiert wie es sein sollte oder blockt, steht auf einem anderen Blatt. Nicht selten muss man den arzt wechseln...einfach weil der alte nicht einsichtig ist, seine Wissenslücken nicht füllen will bzw gar nicht zugibt...oder gar das Vertrauen nicht mehr da ist. Man sollte es trotzdem solange wie möglich ohne Schaden der eigene Gesundheit zumuten zu müssen mit dem alten arzt versuchen, denn er kennt deine Vorgeschichte...er sollte nachvoluziehen können wie es dir 2 Jahre zuvor noch gegangen ist und dass das heute eine Verschechterung bedeutet. Es ist sogar wahrscheinlich dass ein nächster Arzt genau die gleichen Fehler macht...solange da nicht die gesamte deutschen Schilddrüsnmedizin reformiert ist..droht den meisten Schilddrüsnpatienten eine Ärzteodyssee.

In dem Moment, in dem man Thyroxin zuführt, verliert der TSH praktisch jede Aussagekraft. Man sollte hier ganz streng nach Befinden dosieren, aber auch nicht zu schnell erhöhen, um nicht im Eifer des Gefechtes über die optimale Dosis hinauszuschießen.

Was ich mich frage, wie kann ein fT4 von 1,4x knapp an der Untergrenze sein ? Was hat denn dein Labor für Normwerte ? Ich kenne als gängige Größe 0,8-1,8.

Nut der TSH ist laborunabhängig...den kann man vergleichen auch ohne Normangaben. fT3 udn fT4 sollten deshalb immer MIT Normbereich angegeben werden, weil das in jedem Labor etwss unterschiedlich ausfallen kann

@Schnabelwal

Bei mir steht der Normbereich fT4... 9.30-17.00. Sieht aus wie eine Uhrzeit... :)

@Schnabelwal

kein quantitativer parameter ist laborunabhängig,ist einfach so,kann man nicht daran rütteln. unterschiedliche methoden,geräte,kalibration,die tägliche abweichung der qualitätskontrolle usw. alles aspekte,die bei der analytik eine rolle spielen,von der präanalytik mal ganz zu schweigen.

@artemus

Aus analytischer Sicht hast du vollkommen recht. Trotzdem scheint hier der TSH hier eine Ausnahme darzustellen, denn man geht weltweit davon aus, dass ein idealer TSH bei 1,0 liegt...also sind hier offensichtlich laborspezifische Schwankungen nur marginal. 0,3-2,5 wird als euthyreot bezeichnet unter den wissenschaftlich auf dem neuesten Stand befindlichen Schilddrüsnspezialisten.

@undwasjetzt

ok, dann bist Du wohl mit dem Komme verrutscht, und es heißt 14.5 respektive 14.8

Bezogen auf die Norm ( und den TSH von "nur" über 2 ) musst Du wohl sehr froh sein, dass Du überhaupt Medikamente bekommst.

Ich denke, eine leichte Dosiserhöhung tut Not. Wenn Thyroxin zugeführt wird, geht - auch über den reduzierten TSH - die Eigenproduktion des Körpers runter, was dazu führt, dass eben ein Teil der Zufuhr zunächst "versickert". Da muss man nach einer Weile "nachladen". Das läuft natürlich darauf hinaus, dass deine Schilddrüse "schlafen gelegt" wird, also die Eigenproduktion praktisch eingestellt. Ab diesem Punkt aber geht jede Erhöhung der Dosis sofort in das Befinden. Hier ist es dann auch denke ich ratsam, in eher kleinen Schritten zu erhöhen, um nicht über das Optimum hinauszuschießen. 75 mg ist je nach Art der Erkrankung und anderer Fakttoren wie z.B. dem Gewicht keine sonderlich hohe Dosis. Da ist sicherlich noch Luft nach oben. Die "Daumenregel" mg/pro KG Körpergewicht weiß ich jetzt nicht auswendig. Schnabelwahl hat das im Zweifel parat.

@undwasjetzt

nö sry feuerkatz , hatte nicht geschaut und meinte aus dem Text rauszulesen, Du wärest der Fragant

Hallo Leute,

danke mal für die tollen Antworten.

Ich muss gestehen ich hatte vorher die falschen Werte im Kopf, keine Ahnung wieso ich gerade die im Kopf hatte. Die waren ja komplett falsch. Hirnaussetzer oder so. Hier jetzt die richtigen im Verlauf:

Neue SD Werte zum 11.06.2014 nüchtern (auch keine Medis) am Tag der BE, Medikation für 6 Wochen mit Euthyrox 75mg:

FT3 3.00 pg/ml (2,2-4,3) FT4 1,38 ng/dl (0,7-1,7) TSH 0,36 mU/l (0,4-3,0) Tg-AK 10 IU/m (<115) TPO- Ak 12 IU/l (<34)

Meine Werte sind zum 22.04.2014:

Ft3 3.00 (2.2-4.3) = 38,1% Ft4 1.05 (0.7-1.7) = 35% Tsh 2.43 (0.4-3.0) = 78,08%

Tgak <10 (<115) Tpoak 14 (<43) Trak 0.8 (<1.50)

Wie ihr sehen könnt ist der ft4 Wert schon gestiegen aber im Vergleich zum TSH wirklich nur sehr gering und ich muss sagen mit mir gings jetzt diese Woche rapide bergab. Ich habe alleine am Samstag 17 Stunden geschlafen. Bin aber nicht krank. Werde kaum wach und auch das Frieren hat wieder begonnen. Es ist jetzt zum Teil schlimmer als vor der Medikation. Wie ihr auch seht hat sich der ft3 Wert gar nicht bewegt. Gut ich führe ja nur T4 zu aber ich dachte wenn ich das zuführe müsste sich der ft3 auch erhöhen weil 4 ja in 3 umgewandelt wird.

Nun, klar, der TSH ist rapide gefallen, aber das ist ja normal unter Substitution ( bzw. wenn der sich keinen Jota bewegt hätte, wäre dass sehr komisch ).

Ft4 ist ja auch immerhin um 30 % gestiegen. Ft3 stagniert.

Ich würde mal mit dem Arzt sprechen, dass die Smptome noch bzw. wieder da sind und mal horchen was er meint. Ein Tip : Es gibt auch Präperate, die eine Komination aus Ft4 und Ft3 sind, vielleicht könnte man es mal mit so einem probieren.... oder eine kleine Dosiserhöhung.

Zusaztfrage : Wie kam er eigentlich drauf, Euthyrox zu verschreiben ? Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass eigentlich 100 von 100 Ärzten, wenn alle Werte in der Norm sind, alle Symptome ignorieren und den Patienten wieder wegschicken. Da hast vermutlich echt Glück gehabt.

@FrageSchlumpf

So als Neuling muss man nicht gleich Novothyral auffahren.

75µg ist nur bei wenigen als Dauerdosierung korrekt. Der Hersteller empfiehlt einen Dosisbereich zwischen 100-200 µg. Das empfiehlt auch das Lehrbuch "Internistische therapie" von Wolff und Weihrauch. Ausserdem empfehlen die 2-2,5µg/Kg Körpergewicht.

Wie schwer bist du?

Eine Dosisanhebung auf 100µg sollte also ins Auge gefasst werden. Vieleicht geht ihr erstmal auf 88µg. Allerdings wenns die so schlecht JETZT geht..und die Dosiserhöhung eine deutliche Besserung initial gegeben hat..und wenn dein gewicht es zulässt..dann würde ich schon auf 100µg gehen. Den TSH lasst erstmal aussen vor. Die freien Werte zeigen beide einen Mangel...diese sollten eher im oberen Drittel der Norm liegen, also ab 66% aufwärts.

Du kannst das auch unter eigener Verantwortung machen und dann deine Blutwerte im Januar wieder kontrollieren lassen...dann sollte der Arzt feststellen dass sowohl Lehrbuchmeinung, Laborwerte und Befinden des Patienten ein klares Bild ergeben udn dieses Vorgehen bestätigen.

Leider gehen 9 von 10 Ärzten in Deutschland nur nach dem Hypophysenparameter TSH. Ein Arzt der die eigentlichen Schilddrüsnhormone konsequent mitmisst kann das eigentlich besser und man sollte ihn dazu animieren.

@Schnabelwal

Gewicht: 64-65 kg Umfang schwankt enorm manchmal bis zu plus 2,8 Zentimeter wegen Wassereinlagerungen seit Euthyrox

Medikament habe ich zwecks Kinderwunsch verschrieben bekommen. Zwei Abgänge waren Indikator für die Ärztin den TSH auf 1 zu senken. Wohl auch nur weil sie Privatärztin ist.

Im Moment schwankt das Befinden zwischen Frieren und Hitzewallung.

Gehe nächste Woche zum Nuk und werde dort auch nochmal Progesteron und Östradiol nehmen lassen zusätzlich zu den SD Werten. Angeblich gibts auch einen Zusammenhang zwischen den Beiden.

Auch werde ich ihn darauf ansprechen wie wir das FT3 steigern können.

@feuerkatz

Sehr gut dass deine Ärztin den TSH auf 1,0 senken will.Auch wenn er etwas niedriger liegt ist das gut fürs kinderkriegen. Ab TSH 2,0 ist das Fehlgeburtsrisiko bereits verdoppelt.

Dies zu beachten ist das eine...wie man dosiert, ist dann wieder noch eine weiter Schwierigkeit. Auf jeden Fall muss deine Dosi gesteigert werden. Ich befürchte unter 75µg wird dein TSH immer noch zu hoch sein, da du Ödeme von dieser Thepaie extra drauf bekommen hast, Gewicht noch zunimmst. Bei deinem Körpergewicht sollte man normalerwiese zeitnah auf 100µg gehen und dann weiter steigern anhand des TSH. Bei 2 Fehlgeburten udn dringendem unerfüllten Kinderwunsch ist eine Dosis von 2µg/Kg Körpergewicht zielfphrend: Also 125µg solltest du eine Weile nehmen, Im Winter wieder den TSH bestimmen lasssen. Vitamin D substituieren.

Bedenke dass ind er Schwangerschaft der KJörper dann sukkzessive mehr Thyroxin benötigt...bis 140% der Normaldosis als Nichtschwangere sind anzustreben. Manche agen auch einfach die Höälfte mehr..also 150%.

Bei Kinderwunsch soll man sich im Zweifelk eher für eine grosszügigere Dosierung entscheiden.

Jedes seltesame Symptom was neuauftritt oder wieder stärker wird, sollte Indikator sein dass die Dosis noch suboptimal ist.

Bitte setze die Therpaie auch nicht ab wenn es mal ungemütlich wird..die Lösung liegt meist in einer Dosisteigerung.

Damit verhindert man auch postpartale Depressionen. Die Dosisreduktion sollte also nach der Geburt nicht zu dramatisch durchgeführt werden.

Es ist Zufall dass ich hier deine Frage gefunden habe. Wenn du möchtest dass ich dir Antworte , schreibe unter meine oboge Antwort als Kommentar oder stell mir einen Freundschaftsantrag oder schreibe als Kompliment.

Der niedrige fT4-Wert zeigt, dass dein Körper alles vorhandene T4 in T3 umwandelt.

Deswegen wäre eine Erhöhung der Dosis vermutlich sinnvoll.

Hast du vor der letzten Blutabnahme deine Schilddrüsenhormone genommen?

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