Rückwirkende Krankschreibung nur 3 Tage möglich?

5 Antworten

habe ich jetzt, weil ich von denen x mal hin - und her geschickt wurde 3 unbezahlte tage

Unabhängig von der Frage der ärztlichen Zuständigkeit:

Ab wann musst Du denn eine Arbeitsunfähigkeit überhaupt bescheinigen lassen, schon ab dem 1. oder 2. Tag, oder gilt die gesetzliche Regelung, dass eine Vorlage nur zu erfolgen hat, wenn die Erkrankung länger als 3 Tage dauert?

>> Du solltest also unbedingt einmal die vertragliche Regelung zur Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitteilen, ferner

>> für welche Tage kein Entgelt gezahlt wurde/werden soll und

>> ob inzwischen überhaupt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wurde - und wenn ja: ab wann?

Es ist richtig:

Für Tage, für die der Arbeitnehmer trotz Verpflichtung dazu keine ärztliche Bescheinigung vorlegt, darf der Arbeitgeber das Entgelt so lange einbehalten, bis die Bescheinigung vorgelegt wird; bei nachgeholter Vorlage muss das Entgelt dann nachgezahlt werden.

Aber:

Auch wenn entgegen der Verpflichtung keine Bescheinigung vorgelegt wird, darf der Arbeitgeber trotzdem kein Entgelt einbehalten, wenn ihm aus anderen Gründen sicher die Tatsache der Arbeitsunfähigkeit bekannt ist.

Für den Mittwoch darf das Entgelt ohnehin nicht einbehalten werden, weil der Arbeitgeber selbst Dich nach Hause geschickt hat; dieser Tag wäre von einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ohnehin nicht erfasst worden und muss vom Arbeitgeber auf jeden Fall - so oder so - bezahlt werden.

Auch der Donnerstag muss vom Arbeitgeber bezahlt werden, da er selbst gesagt hat, dass Du zu Hause bleiben sollst.

Wenn inzwischen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wurde, ist selbstverständlich, dass auch für die Tage vorher eine Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, auch wenn es darüber keine Bescheinigung geben sollte, denn der Arbeitgeber weiß ja sicher von Deinem Unfall und der daraus folgenden Erkrankung.

Du hättest damit auch Anspruch auf Bezahlung für die nicht nachgewiesenen vorherigen Tage, da der Arbeitgeber auch ohne Bescheinigung sichere Kenntnis von Deiner Arbeitsunfähigkeit hat.

Da Ärzte aber nur 3 Tage rückwirkend krankschreiben dürfen

Im Übrigen lautet die Bestimmung nach der "Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie" des Gemeinsamen Bundesausschusses § 5 "Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit" Abs. 3 Satz 2, dass eine Bescheinigung "nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig" ist.

Dein AG hat schon den ersten Fehler (bewusst oder unbewusst) begangen.

Bei einem Arbeitsunfall ist ein BG Arzt/ oder Krankenhaus zuständig- niemals den Hausarzt, da dieses nicht mir der Berufsgenossenschaft abrechnen darf.

Ich befürchte, dein AG hat versucht, die Arbeitsunfall unter den Tisch fallen zu lassen.

Also wäre es ein Unding, wenn dein AG diese Fehltage als unbezahlten Urlaub abrechnen würde.

Rede noch mal mit ihm und mach ihn auf seinen Fehler aufmerksam.

Geht er nicht darauf ein, wende dich an die nächst höhere Stelle (Handwerkskammer o.ä.)

Das ist aber echt blöd gelaufen, das war ja nun wirklich nicht Deine Schuld.

Versuch nochmal mit Deinem Hausarzt zu reden.. der macht es sich einfach: der weiss, dass Du noch zeitlich passend da warst -Du warst ja Freitag fristgerecht bei ihm!!- und lässt Dich jetzt hängen?

Ich drück die Daumen, dass das noch klappt!

Der soll doch ggf. mit KH telefonieren und auch mal in seine Unterlagen gucken..

Sorry, aber so was ärgert mich echt.. stelle selbst oft fest, wo Ärzte teilweise sinnlos unkooperativ sind und ihre eigenen Kollegen das nicht verstehen.

Das Doofe ist: der Gelackmeierte ist dann immer der Patient.

[nein, das ist kein Ärztebashing, das ist xmal belegte Erfahrung]

Die Ärzte haben alles richtig gemacht.... der AG hat den Fehler begangen.

Bei einem Arbeitsunfall muss man zwingend zu einem BG Arzt oder ins KH.

Ein "normaler" Arzt kann nicht mit der berufsgenossenschaftlichen Versicherung abrechnen, also darf auch keine AU ausstellen

@Fubbelchen

Das ist das vollbeschweuerte Kopfschuss Dritte Welt System Piefkenistans. Bürkokratur hoch 3. In zivilisierten Ländern gehts zum, zur Verletzung passenden Arzt (Hausarzt, Orthopäde, akut Klinik) und lasst dir erst alles bestätigen dich des weiteren Krankschreiben. D-Ärzte sind so notwendig wie ein Krebsgeschwür.

@Herfried1973

Deine Meinung interessiert hier aber niemanden.

Wenn es dir nicht passt, kannst du gerne in ein Land auswandern, in dem es so läuft, wie du es dir erträumst.

Hier läuft es nun mal so, und für mich ist ganz klar, dass der AG den Unfall vertuschen will und deswegen die falsche Info geliefert hat.

Ein AG MUSS das wissen, ein AN nur, wenn er die Erfahrung schon einmal gemacht hat.

@Fubbelchen

Ich wohne auch in einem anderen Land. In welchem wir es leider verabsäumt haben so wie die glücklichen Holländer den Dialekt zur festgeschriebenen Sprache zu machen. Und mir ist's völlig wurst ob dich meine Meinung interessiert, ich schreib sie einfach.

Wieso hast du dir nicht gleich beim Hausarzt eine AU geholt auch wenn er dich weitergeschickt hat?

Desweiteren muss ein Arzt einen überhaupt nicht rückwirkend krank schreiben. Wenn er dies macht dann ist es eher sein guter Willen

Andere Ärzte geben AU und schicken zum D-Arzt.

@Violetta1

Ein Arzt ist dazu aber nicht verpflichtet rückwirkend eine AU auszustellen. Das ist Fakt.

Außerdem sollte man bei einem Arbeitsunfall sofort einen D-Arzt aufsuchen und nicht erst 2,5 Tage später. Feiertag hin oder her... es gibt einen ärztlichen Bereitschaftsdienst und dort kann man sich hin wenden.

Außerdem hätte sich der FS bereits am Freitag noch eine AU beim Hausarzt ausstellen lassen können. Hat er nicht und somit eigene Schuld. Als Arbeitnehmer weiß man was im Arbeitsvertrag steht.

Ich muss z.B. erst ab dem 4. Tag eine AU vorlegen. Dies ist aber vom Arbeitgeber zu Arbeitgeber verschieden.

@MiniWini2016

Ja, das kann sein. Mein problem ist, dass das mein erster richtiger Job ist, und wenn mein Chef mir sagt, dass ich zum Hausarzt soll, dann mache ich das halt so. Ich habe da null Erfahrung mit was Berufsgenossenschaft usw angeht.

@Ilovemusic12345

Das Gleiche gilt aber auch bei Schulunfälle. Da muss man auch zum D-Arzt und nicht zum normalen Hausarzt der keine Zulassung als Durchgangsarzt hat.

Mein Hausarzt hätte es getan für mich die Krankschreibung . Ihn einfachMal die Situation erklären.

Das darf der Hausarzt dann aber nicht für den Vorfall, er muss zum D-Arzt!

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