Röntgenbilder beim Orthäden machen

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Willkommen in der schönen neuen Welt des SGB V und der gesetzlichen Krankenversicherung!

Fakt ist, dass der Arzt keinesfalls verpflichtet ist, auf Wunsch des Krankenhauses neue Röntgenbilder auzufertigen. Es ist auch gut verständlich, dass er es nicht tut, denn von den kranken Kassen erhält der Orthopäde nur eine Röntgenpauschale in Höhe von ca. 1,60€, die noch nicht einmal ausreicht, um die notwendigen Röntgenaufnahmen der eigenen Akutpatienten kostendeckend zu honorieren.

Außerdem ist der Arzt nicht verpflichtet, deinem Bruder Kopien der vorgefertigten Röntgenaufnahmen kostenlos zu überlassen. Jeder Patient hat zwar das Recht auf Kopien seiner Akte und der darin enthaltenden Befunde, die Kopien müssen jedoch immer privat bezahlt werden, da die Kassen die Kosten dafür natürlich nicht erstatten. Kopierkosten von 5, € sind übrigens absolut in Ordnung!

Dein Bruder sollte sich aber auf jeden Fall bei der Kasse beschweren, denn diese trägt mit die Schuld daran, dass der Arzt nicht so ohne weiteres neue Aufnahmen machen kann, und dass das Krankenhaus im Rahmen einer Voruntersuchung diese Aufnahmen auch nicht bezahlt bekommt!

entweder ihr bezahlt erstmal die €5.-, bekommt eure Bilder und habt ruhe, oder ihr geht zu einem anderen Orthopäden und macht die Bilder. dann habt ihr erstmal das was ihr braucht. danach würde ich mich bei der Krankenkasse darüber beschweren, denn die Bilder sind schon mal bezahlt worden, und wenn ihr sie selber abholt, dann fallen nciht mal Verwaltungs- oder Portokosten an. also erst Problem beseitigen und dann gegen die Art und Weise des Arztes vorgehen

rischtisch

@Mikkey

Nein, falsch!

Ist leider falsch, denn die Bilder dürfen nichts kosten. Von daher ist die Antwort leider falsch. Die Kosten für die Bereitstellung von Bildern würde der Arzt so oder so über die Krankenkasse abwickeln und damit sonst doppelt kassieren.

Das ist leider so nicht machbar. Und für das Erstellen der Bilder entstehen auch keine zusätzlichen Verwaltungskosten beim Arzt, da die Angestellten so oder so bezahlt werden müssen und die Bilder auch einem weiterbehandelnden Arzt übergeben werden müssen. Da sind die Ärzte zu verpflichtet, die rauszugeben.

Selbst bei digitalen Bildern könnte es höchtens zu Kosten kommen, die dann aber nicht durch diese Gebühren zu tragen sind. Das wäre z:B. der Fall, wenn jemand eine CD mit den Bildern erhalten möchte. Da ist das Problem, dass in den Krankenhäusern leider oft kein abgeschlossenes und virensicheres System zum Ansehen solcher daten vorhanden ist.

Also bei Röntgenbildern (und auch von CT oder MRT) ist es in einem solchen Fall besser, eine Folien-Kopie der Bilder zu erhalten.

Ich persönlich kenne nur einen einzigen Arzt in meinem Umfeld, der in der Lage ist, MRT und CT-Bilder von CD auszulesen. Und das ist mein "Stamm"-Orthopäde. Andere Orthopäden, die mal zwischenzeitlich die Urlaubsvertretung machten, sind auch nicht in der Lage.

@crazyrat

Ob du es nun glaubst oder nicht: der Arzt darf für die Kopie einen Auslagenersatz verlangen.

Guck mal hier:

http://www.kvberlin.de/20praxis/70themen/patientenakte/patienten_ula.pdf

Deine Einlassungen machen übrigens deutlich, dass du von Praxisführung und Betriebswirtschaft nicht viel Ahnng hast. Die Kassen erstatten die Kopie eines Befundes nicht. Der Arzt ist zwar immer verpflichtet, auf Wunsch des Patienten Kopien anzufertigen, aber es handelt sich eben um eine Wunschleistung, die immer privat bezahlt werden muss. Eine Praxis ist übrigens (auch) ein Wirtschaftsunternehmen, und das Geld, mit dem der Arzt seine angestellten bezahlt, muss auch verdient werden

Dass ein Arzt Geld dafür verlangt, dass er Röntgenbilder rausgibt hab ich bisher auch noch nicht gehört. Die Bilder sind zwar Eigentum des Arztes, aber ihr wollt die ja auch sicher nicht für immer behalten, oder? Im Zweifelsfall könntet ihr ja auch mal anfragen, ob nicht das Krankenhaus die Bilder beim orthopäden anfordern kann.

Das ist hilfreich. Vielleicht erreicht das KH mehr als wir :)

Das ist ja mal was ganz NEUES. Röngenbilder die zum Vergleich fürs Krankenhaus notwendig sind, mitzugeben und dafür 5€ zu verlangen ist eine Frechheit. Dein Bruder sollte sofort den Ortophäden nicht mehr in Anspruch nehmen und sofort wechseln.

Dann lässt sie Bilder im Krankenhaus machen. Oder in einer radiologische a Praxis. Da einfach eine Überweisung vom Hausarzt machen.

Der Rzt darf für benötigte Bedilder keine 5 Euro verlangen. Die Bilder können auch von dem Arzt an das Krankenhaus geschickt werden, ohne dass Ihr eine Kopie in die Hand bekommt. Ich würde das der kassenärztlichen Vereinigung eures Bundeslandes melden.

Ich weiß nicht ob die dazu bereit sind die Bilder selbst ins Krankenhaus zu schicken. Nicht das die noch Kosten für dasVersenden verlangen.

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