Risiken eines Wurzelkanalbehandelten Zahnes nach Abbruch?

5 Antworten

Hallo!

wie die Deichgöttin bereits schreibt, ist die Dichtheit bei frakturierter Krone zum Apex der Wurzel hin eine Frage des Einzelfalls. Es kommt auf die exakte Anatomie des Zahnes und die Aufbereitung während der Endo an.

In jedem Fall wird Ihnen der Zahn nach einer Fraktur Probleme bereiten. Angenommen, einzig die Aufbaufüllung ist betroffen und die Kanäle sind dich: Die Krone wird sich immer weiter zersetzen und irgendwann in Gänze fehlen. Durch den fehlenden Gegendruck des Antagonisten im gegenüberliegenden Kiefer drückt sich der Rest des Zahnes ganz langsam und allmählich aus dem Zahnfach. Durch die bakterielle Zersetzung in der Zahnruine wird der Zahn Stück für Stück verfaulen, was zu einer anschaulichen Entzündung und nicht zuletzt zu noch sehr viel schmerzhafteren Abszessen führen kann.

In ausnahmslos jedem Fall müssen Sie Ihren Behandler aufsuchen. Entweder, sie lassen den Schaden begutachten und, sofern möglich, reparieren, oder Sie lassen den Zahn extrahieren, wenn Ihnen am Erhalt nichts liegt.

Im zweiteren Fall sollten Sie sich, so Sie keine dauerhafte Lücke zurückbehalten wollen, dann zeitnah um ein Stiftaufbauimplantat kümmern. Zeitnah deshalb, weil sich der Kieferknochen sukzessive zurückbilden wird, sobald die Wurzel des Zahnes die Alveole verlassen hat - diese Kieferknochensubstanz braucht es aber, um den Stiftaufbau durchzuführen. Ist nicht mehr genug Knochensubstanz vorhanden, hilft nur noch ein Knochenaufbau und selbst der ist nicht in wirklich allen Fällen möglich.

Wir reden hier über Ihre zweiten Zähne. Die gibt es nur einmal im Leben. Geben Sie sich einen Ruck und versuchen Sie, sie zu erhalten. Obgleich ein endotherapierter Zahn kein gganzes Leben lang halten wird, ist er dennoch ein erhaltenswertes Kauwerkzeug.

Viele Grüße

F. Mauke

Kann man so nicht sagen, den a. hat man ein Röntgenbild gemacht um eine Längsfraktur der Zahnwurzel aus zu schließen und b. wie alt ist die Wurzelfüllung.

Was passiert mit dem Zahn nach einer Wurzelbehandlung er wird nicht mehr vom Blutkreislauf versorgt und wird brüchig wie Glas wenn man jetzt mit 90 bis 120 kg pro Zahnpaar den Zahn belastet macht es irgendwann mal Krach. Der Gesetzgeber sagt nach § 2 SGB V Ze- Richtlinien das ein halbes Jahr nach der Wurzelfüllung gewartet werden muss und dann eine Stiftkrone gemacht werden sollte.

Wenn Du dies nicht willst und der Zahn ist durch die Längsfraktur nicht beschädigt kannst Du auch eine Füllung Dir machen lassen.

Deine Entscheidung

Wie oft willst Du noch wegen des abgebrochenen Zahnes nachfragen? Du hast schon viele gute Antworten bekommen. Und falls Du Deinem ZA nicht vertraust, dann hole Dir eine Zweitmeinung ein oder suche Dir einen anderen Zahnarzt.

Einleitend: Zähne werden nicht bekront, sondern überkront

Wenn nun ein Drittel abgebrochen ist, ist die Füllung dann trotzdem dicht oder muss sie zwingend erneuert werden...?

Von welcher Füllung sprichst Du? Von der Wurzelkanalfüllung oder der abschließenden Aufbaufüllung des Zahnes?

Falls Du die Wurzelkanalfüllung meinst, kann Dir hier niemand - außer Dein Zahnarzt - eine Antwort geben. Es ist möglich, daß der Zahn so abgebrochen ist, daß die Wurzelkanalfüllung nicht mehr dicht abgeschlossen ist. Das wäre nicht so gut, da sonst wieder Keime in die Wurzelkanäle gelangen könnten und die Folge davon wäre eine Entzündung (Ich glaube, daß habe ich Dir schon einmal geschrieben).

Falls die Aufbaufüllung meinst, die mit abgebrochen ist, sollte diese - soweit es möglich ist, das kann wieder nur Dein ZA beurteilen - unbedingt erneuert werden. Der Zahn bricht sonst nämlich weiter zusammen. Allerdings gibt es da auch keine Garantie dafür und es ist wieder eine Frage der Zeit, daß der Zahn endgültig zerbröselt.

Willst Du den Zahn auf Dauer erhalten - das ist ohne weiteres möglich - dann bleibt Dir nichts anderes, als einen Stiftaufbau mit einer Krone anfertigen zu lassen. Und ja, das kostet sein Geld. Wenn der Zahn allerdings entfernt werden muß, dann wird die Behandlung noch teuer, weil der Ersatz des fehlenden Zahnes um ein mehrfaches teurer ist als eine einfache Krone.

Frag deinen zahnarzt und lass ein röntgenbild machen.

Ich hatte anno 2000 einen unfall, der einen haarriss in einem zahn verursacht hat. Dies führte in der folge zur entzündung. Der zahn konnte dann mit einer wurzelkanalbehandlung gerettet werden. Die füllung musste bereits einmal erneuert werden, eine krone ist bis heute nicht nötig und der zahn ist 18 jahre später immer noch unauffällig.

Wenn allerdings ein drittel abgebrochen ist, dann muss das doch irgendwie ersetzt werden und das ist dann eine krone, oder?

Man könnte vielleicht so viel Füllung erneut drauf geben, dass wieder Stabilität gewährleistet wird...

@Salatwuermchen

Kommt wohl auf den einzelfall drauf an. Ich bin kein zahnarzt, es wurde bei mir aber eine offenbar dauerhaft haltbare lösung gefunden, so dass ich keine prothese (stiftzahn, brücke oder dergleichen) brauche.

Hey,

Das kommt natürlich darauf an wie dein Zahn oder das Stück herausgebrochen ist. Im das zu wissen müsste man einen Blick in deinen Mund werfen. :)

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