Ratte Augenoperation

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Hi Feenwald,

jetzt schau erst einmal, ob und welche OP nötig wird. Es gibt bei Augenproblemen so viele Optionen.

Man kann das Auge u.U. auch mit Bindehaut abdecken oder das Lid eine Zeit lang zusamen nähen.

Wenn der Augapfel doch raus muss, wird meist das Lid zugeklammert und zumindest bei Hund und Katze dann um das Lid herum eingeschnitten, man geht in die Tiefe, setzt das Auge mit den Muskeln an Nerv und Hauptgefäßen ab und danach wird die Augenhöhle mit der übrigen Haut verschlossen. Die Haut wächst dann zu und am Ende bleibt nur eine kleine Narbe zurück.

Du hörst schon, keine einfache Operation und daher auch nicht günstig. Dazu kommt die Problematik, dass Ratten sehr klein sind und damit das Operieren feineres Besteck erfordert, was nicht jeder Tierarzt besitzt. Ich denke mit 150- 200 Euro (je nach Region auch mehr) wirst du für alles rechnen müssen, das kann und solltest du aber vorher mit deinem Tierarzt absprechen.

Die Nachsorge besteht vorwiegend darin, die Wunde zu säubern und die Fäden drin zu behalten, je nach OP muss man auch mehrmals täglich Augensalbe verabreichen.

Die Tiere kommen mit so einer OP i.d.R. gut zurecht. Wichtig ist, dass du jemanden hast, der von Ratten etwas Ahnung hat und sie in bzw. auch nach der OP möglichst stabil hält, das senkt die Belastung des Organismus durch die Narkose und damit auch immens das OP- Risiko.

Also ein paar hundert Euro finde ich sehr übertrieben. Normal kostet einmalig die Operation und die Medikamente, Nachversorgung ist meist dann gratis. Ich würde mit ca 150€ rechnen grob.

Die Nachversorgung ist wie bei jeder op aufwendig, man muss schauen das die Wunde sauber bleibt, sie pflegen und eine Entzündung vermeiden. Auch wenn später alles verheilt ist sollte man immer wieder aufpassen das am Auge nichts aufgerissen, verdreckt etc ist.

An sich stört das Ratten aber nicht so sehr nur noch ein Auge zu haben da sie sowieso schlecht sehen und sich auf anderes verlassen

Die Kosten für eine Operation sind abhängig von Aufwand und schwere selbiger.

Eine "gratis" Nachversorgung gibt es auch nicht, die ist dann irgendwo anders schon mit rein gerechnet. In Deutschland ist jeder Tierarzt verpflichtet für seine Leistung Geld zu verlangen und zwar mindestens den 1fachen Satz + Mehrwertsteuer, der in der Gebührenordung für Tierärzte für diese Tätigkeit angegeben ist, es sei denn, er hat die Unterschreitung schriftlich vorher in einem einmaligen Ausnahmefall festgelegt.

Unsere Tierärztin verrechnet immer nur einmalig die Behandlungskosten... Danach kann man so oft zu ihr kommen wie man will in der Nachbehandlung, das macht sie dann alles "gratis" (bzw nur die Kosten der Medikamente müssen bezahlt werden, nicht aber die erneute Untersuchung).

@xXlaraleinXx

Tja, dann wollen wir mal hoffen, dass das keiner ihrer Kollegen an ihre Tierärztekammer meldet, das ist nämlich zu tiefst illegal und im schlechtesten Fall verliert sie die Approbation (Arbeitszulassung), wenn ihr das mehrmals nachgewiesen wird.

Paar hundert Euro. Nachversorgung sehr aufwändig.

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