Quetiapin schädlich?

4 Antworten

Quetiapin ist ein atypisches Antipsychotikum welches zur Behandlung von schizophrenen Psychosen, bipolaren Störungen und als Zusatzmedikament bei Depressionen zugelassen ist. Ferner wird Quetiapin aufgrund seiner stark schlaffördenen Wirkung auch bei Schlafstörungen eingesetzt.

Quetiapin wird in Form von Tabletten mit unmittelbarer und in Form von Tabletten mit kontrollierter Wirkstofffreisetzung angeboten. Die übliche Dosierung bei Schlafstörungen beträgt 25-50mg, bei Depressionen 300mg und bei bipolaren Störungen sowie Psychosen 400-800mg.

Wie jedes Medikament kann Quetiapin Nebenwirkungen haben. Diese sind häufig sehr unangenehm, jedoch selten gefährlich. Am häufigsten (über 10% aller Konsument*innen davon betroffen) sind Kopfschmerzen, trockener Mund, Bewustseinsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Gewichtszunahme, Stoffwechselstörungen und Störung von Bewegungsabläufen. Bis auf die Müdigkeit und die Gewichtszunahme gehen diese Nebenwirkungen nach einigen Wochen der Therapie in der Regel vorbei. Hinzu kommen Absetzsymptome beim (vor allem abruptem) Beenden der Behandlung. Eine Liste aller potenziellen Nebenwirkungen aufgeteilt in Häufigkeitkategorien findest du hier.

Ich persönlich bekam Quetiapin aufgrund meiner Depressionen verordnet, welche sich u.a. durch starke Schlafstörungen bemerkbar machten. Quetiapin half mir sowohl gegen meine Schlafstörungen als auch gegen meine Depressionen. Es hatte und hat immer noch eine stark stimmungsstabilisierende Wirkung.

Da Quetiapin verschreibungspflichtig ist wird dein Arzt zur Einschätzung gekommen sein, dass du eine Therapie mit Quetiapin verträgst.

Quetipian (Seroquel) ist ein atypisches Neurolepetikum ähnlich Olanzapin (Zyprexa). Das wird bei vielen psychischen Indikationen verschrieben.

Die Nebenwirkungen von Olanzapin (Zyprexa) sind laut Wikipedia u.a.:

Ketoazidose

Ein Team von Forensikern untersuchte den Zusammenhang von Tod durch ketoazidotische (diabetische) Stoffwechselentgleisung im Zusammenhang mit verschiedenen Antipsychotika und veröffentlichte, dass hier im Zusammenhang mit diesen Toden die häufigsten Medikamente Quetiapin und Olanzapin gefolgt von Risperidon waren. Bei 16 von 17 untersuchten Todesfällen wurde die Medikation als primärer oder wenigstens beitragender Faktor des Todes durch Ketoazidose definiert.[13] Das Risiko, eine Ketoazidose zu erleiden, stieg bei Olanzapin in einer anderen Studie mit der Behandlungsdauer weiter an, während es bei Risperidon zu sistieren schien.[14]

Diese und andere Berichte führten dazu, dass die Empfehlung ausgesprochen wurde, die Blutglukose bei der Therapie mit atypischen Antipsychotika regelmäßig zu kontrollieren.[15][16]

Der Arzt hat dich untersucht, das Ergebnis mit dir besprochen, und dir ein Medikament gegen deine Beschwerden verschrieben.

Wenn du das nicht alles verstanden hast oder dir nicht merken konntest, lies den Beipackzettel. Dafür ist der da. Auf dem Beipackzettel stehen auch die möglichen Nebenwirkungen. Dein Arzt hat zwischen erwünschter Wirkung und Nebenwirkung abgewogen und dir das Medikament verschrieben. Wenn du kein Vertrauen in die Qualifikation deines Arztes hast, lass es. Niemand zwingt dich, das Medikament zu nehmen. Der Arzt wird die Behandlung abbrechen. Deine Entscheidung, dein Risiko.

Hast du keinen Beipackzettel mehr, gib bei Google -> quetiapin ein.

Es wird wahrscheinlich nicht ohne Grund zum Einsatz kommen. Es nicht zu nehmen, könnte dir damit also eventuell mehr schaden, als es zu nehmen.

Natürlich ist es immer besser ohne Medikamente klarzukommen, aber manche Krankheiten fordern nunmal die Einnahme von Medikamenten. Nimmst du es gegen Psychosen/ Schizophrenie?

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