Psychotherapie - wann Diagnose?

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Hallo Lalilia,

die Diagnose hat Dein Therapeut / Deine Therapeutin bereits bei Antragstellung an die Krankenkasse gestellt, denn nur für die Behandlung von bestimmten psychischen Erkrankungen werden die Kosten übernommen; zudem muss die Behandlung Aussicht auf Erfolg haben, also an dieser Stelle schon mal Glückwunsch :)

Es gibt vermutlich nichts, was "üblich" ist. Im Allgemeinen sind Psychoanalytiker / tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeuten "geheimniskrämerischer" mit der Diagnose als Verhaltenstherapeuten, die sie eher mitteilen, damit sich die Patienten einlesen können.

Ich persönlich bin nicht unbedingt ein Fan der Mitteilung der Diagnose. Diese ist letztlich das Etikett für die Krankenkasse. Was er für Schwierigkeiten hat, weiß der Klient am besten, und in seine eigenen Worten gefasst haben sie für ihn die höchste emotionale Bedeutung. Ob's da noch einen Fachbegriff dafür gibt ... in der Behanldung kommt es ja sowieso darauf an, die einzelnen Facetten der Problematik wieder aufzufächern. D.h., wenn einer kommt und sagt, ich habe eine "Depression" z. B., wid ohnehin gefragt, unter was genau die bestimmte Person leidet, die diese Aussage trifft.

Es gibt außerdem Diagnosen, die kränken können. Wer hat schon gerne eine "narzisstische" oder eine "paranoide" Persönlichkeitsstörung? Da hat man dann erstmal ein paar Stunden damit zu tun, bis der Klient diese Bezeichnung verkraftet hat, wenn er denn nochmal wiederkommt. Bei Psychosen ist das etwas anderes, diese Patienten müssen Medikamente nehmen und genau über ihre Erkrankung aufgeklärt werden.

Letztlich hält das aber jeder Therapeut anders. Daher ist es am besten, Deinen Therapeuten /Deine Therapeutin zu fragen - er/sie wird Dir dann eine Antwort geben, wie er/sie es mit der Diagnose hält.

Weiterhin alles Gute für Deine Behandlung :)

Vielen Dank für das Sternchen :)

Du musst deinen Therapeuten einfach mal fragen, was er nun nach fast einem Jahr Therapie glaubt, woran du leidest. Ansonsten gibts keinen großartigen Grund über Diagnosen zu reden. Das muss man sich schon einfordern ;)

Hallo Lalilia,

manche Diagnosen brauchen ihre Zeit, ich meine damit, dass es gewisse Erkrankungen gibt die sich ziemlich ähneln und eine genaue Diagnose kann deswegen nicht in einer relativ kurzen Zeit erstellt werden.

Spreche doch mal Deine Therapeutin darauf an, ich fände es sogar sehr gut, wenn Du sie nach einer Diagnose fragen würdest.

Du fragst sicher warum ich das gut fände!

Nun, wenn Du eine sichere Diagnose hast, kannst Du Dich selbst gut darüber informieren und das Wissen über die eigene Krankheit kann wirklich sehr hilfreich sein!

In dem Bericht für die Krankenkasse muss sie ja auch eine Diagnose schreiben, deshalb sollte sie schon in etwa wissen, was Dir "fehlt".

Also, nur Mut und trau Dich zu fragen!

Lg

Matze

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