Psychische Spätfolgen wegen "versohltem Hintern"?

5 Antworten

Der erste Absatz beschreibt mich auch gut.. manche grübeln auch einfach länger über was nach. Was wir beide allerdings gemeinsam haben, dass wir auf verdrehte Weise das Konzept "Liebe" gelernt haben. Von unseren engsten Bezugspersonen wurden wir geschlagen - das kann natürlich Spätfolgen haben. Eine Liebe von den Eltern bzw. Bezugspersonen sollte bedingungslos sein und ohne Gewalt stattfinden.. Wenn das Kind etwas falsch gemacht hat oder frech war, dann gibt es natürlich Konsequenzen - aber die müssen nicht handgreiflicher Natur sein!

So entwickelt das kindliche Gehirn nur den Glauben "ich habe es verdient geschlagen zu werden" / "ich bin es nicht wert" etc.

Bei mir ist es so, dass ich zu meinem Vater ein Nähe-Distanz-Konflikt habe. Einerseits will ich seine Nähe, wie es einfach zwischen Kindern und ihren Eltern normal ist und anderseits will ich ihn abstoßen, da er mich schon so oft psychisch und physisch verletzt hat.

Das hat sich zu Beginn auch auf Beziehungen ausgewirkt. Wenn du jemanden reinlässt, dann gibst du ihm die Möglichkeit dich zu verletzen. Das will man natürlich nicht. Die meisten blocken dann sofort ab und versuchen es erst gar nicht.

Wichtig ist für dich zu wissen, dass es auch andere Menschen gibt. Versuche dich zu öffnen!

Zwei bis drei Zwischenfälle dieser Art finde ich persönlich wenig.. aber gut, das ist schlimmer abgelaufen als bei mir. Bei mir war es zwar wesentlich häufiger, aber halt nicht mit ausziehen oder Gürtel...

Vielleicht hat dich der Verlust deiner Eltern noch viel mehr geprägt als das mit deinem Opa..

Fakt ist, dass du als Kind und jetzt noch nicht - verständlicherweise - dieses Verhalten nicht zuordnen kannst. Du hast ganz recht, wenn man jemanden liebt, dann verletzt man ihn doch nicht so!

Dein ganzes Leben hat dich geprägt und ich bin mir sicher, dass der Verlust deiner Eltern auch nicht so ganz spurlos an dir vorbeigezogen ist. Das alles kann natürlich zu deiner jetzigen Art geführt haben.

Viel interessanter ist es, was du jetzt dagegen unternehmen willst.
Eine Therapie kann recht hilfreich sein. Das mit deinen Eltern und das mit deinem Opa ist schon ein Trauma, was man auf jeden Fall behandeln kann. In der Therapie kannst du das alles verarbeiten und deine Nähe-Distanz-Probleme zu anderen abbauen. Du kannst zu dir selbst finden und findest Antworten auf deine Fragen.

Was für "dumme Gedanken" meintest du am Schluss?

Die Psyche ist nicht so einfach gestrickt, dass auf Ereignis A sofort eine Verhaltensänderung stattfindet. Erlebte Kindheitserreignisse können auch wesentlich später erst sich bemerkbar machen und das Erleben und Verhalten ändern.

Liebe Grüße :)

"Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!" :)

Also von dem was ich jetzt gelesen habe, würde ich schon mal sagen dass es da mehrere Baustellen gibt.

Egal was ich jetzt schreibe und ob es dir hilft, wenn du dich nicht wohl fühlst so wie dein Leben gerade läuft, würde ich an deiner Stelle einfach mal ungezwungen mit einem Psychologen reden. Denn man ist nicht verrückt, wenn man sich bei so einem Hilfe sucht :)

Das mit dem Hintern versohlen kann ich dir nicht beantworten, weil ich kein Profi bin. Es kann aber durchaus sein, dass dich das sehr geprägt hat, allerdings hast du dich ja da schon bloßgestellt gefühlt und es war vielleicht nicht der direkte Auslöser, sondern der liegt noch weiter zurück oder so.

Das mit deinen Beziehungsproblemen ist ein bisschen was anderes. Es kann durchaus seinen Ursprung in diesem Schamgefühl haben, muss es aber nicht. Woran das genau liegt kann ich dir auch hier wieder nicht beantworten, weil ich wie gesagt kein Profi bin, aber:

Ich kenne dieses Problem. Ich habe mich auch jahrelang vor Beziehungen geziert, obwohl ich unbedingt mit jemandem zusammen sein wollte und vor allem habe ich auch sehr lange auf meinen ersten Sex gewartet. Das Problem dabei ist, dass du dir in deinem Kopf einen perfekten Partner zusammen baust, du schreibst ja selber dass du dir viel vorstellst und darüber nachdenkst. In diesen Kopf-Partner verguckst du dich dann sozusagen. Also du verliebst dich in deine Vorstellung. Ein richtiger Partner kann natürlich unmöglich 100% so sein wie deine Wunschvorstellung, weil er eine eigene Persönlichkeit hat. Mit eigenen Gedanken und Charaktereigenschaften, die du dir nicht aussuchen kannst und vor allem kannst du sie nicht ändern, wenn sie dir nicht passen.

Ich schätze du hast Angst davor mit jemandem zusammen zu sein, der auch mal streitet und nicht deiner Meinung ist und vor allem jemand der eine eigene Persönlichkeit hat und nicht immer so handelt, wie die Traumperson in deinem Kopf das tut.

Wie gesagt bist du mit dem Problem nicht alleine. Da ich dir natürlich nicht sagen kann, dass genau das dein Problem ist und vor allem weil ich dir mit deinem Opa leider nicht helfen kann, schlage ich noch mal vor, dass du mit einem Profi redest :)

"Ich schätze du hast Angst davor mit jemandem zusammen zu sein, der auch mal streitet und nicht deiner Meinung ist..."

Witzigerweise kann ich (habe nicht die Frage gestellt) mich mit diesem Satz sehr gut identifizieren.
Habe ähnliches mitgemacht und tu mich heute enorm schwer Kritik anzunehmen oder in einem Streit involviert zu sein oder auch nur mit jemanden zu diskutieren, der in der Diskussion aufgebrachter/hitziger artikuliert etc.

Da fällt mein Kartenhaus i-wie wieder zusammen.. ^^ hm.. weiß auch nicht. Erinnert mich dann zu sehr an meinen Vater und damit kommen Erinnerungen hoch und dann kann ich das laute Diskutieren etc. nicht mehr richtig zuordnen.

Es tut mir Leid, dass dein Opa, auch wenn er sonst vielleicht gut zu dir war, in den beschriebenen Momenten, deine körperliche Unversehrtheit sowie deine Intimität als Kind und Jugendliche missachtet hat.

Sicherlich hat das Spuren bei dir hinterlassen, doch jeder Mensch hat immer sehr viele Prägungen und Faktoren, die einem zu das machen, was man ist.

Es hört sich so an, als könnte dir eine Psychotherapie gut tun. Nicht, weil du vielelicht völlig am Rad drehst oder es ganz brenzlig ist. Jedoch, weil du viel noch nicht aufgearbeitet hast und an dir selbst verstehst.

Du bist 20 Jahre alt, das ist sehr jung. Gerade im jungen Erwachsenenalter macht man noch mal große Entwicklungssschübe durch. Eine Psychotherapie könnte dir helfen, diese Schübe in positive Gewässer zu lenken.

Ich kenne solche Erzählungen von meiner Freundin. Die hat noch im Teenageralter von ihrem Stiefvater regelmäßig den Hintern vollgekriegt, mit dem Kochlöffel und anderen Gegenständen, oft so, dass er blau war. Die Mutter hat weggeschaut. Nach allem, was sie erzählt hat, hat der sie nicht einfach nur bestraft, sondern auch seinen Sadismus an ihr ausgelebt. Ich finde, von einem Mädchen im Teeniealter zu verlangen, sich vor einem Mann die Hosen runter zu ziehen und sich über seine Knie zu legen, ist nicht nur Gewalt, sondern auch eine Form sexuellen Missbrauchs! Die Schläge sind dabei ja fast das kleinere Übel.

Meine Freundin sagt zwar heute, es hätte ihr nicht geschadet und sie sei ihm nicht böse (er ist inzwischen tot), aber ich bezweifle das. Sie hat heute noch Schuldgefühle und es hat sie auf jeden Fall geprägt, vor allem ihre Sexualität. Sie hat inzwischen Ventile gefunden, damit umzugehen, aber das hat gedauert.

Insofern denke ich, dass du mit deiner Vermutung gar nicht so falsch liegst und an der richtigen Stelle gräbst. So hart das klingt, aber ich denke, dein Opa hat dich nicht nur geschlagen, sondern auf diese Weise auch für eine Neigung missbraucht, die er in seiner generation sicherlich nicht so frei ausleben kann, wie wir das heute können. Ich hoffe, du findest deinen Weg, damit klarzukommen, alles Gute.

Den Hintern versohlt zu bekommen ist nichts gutes, zumindest wenn es nicht im spiel passiert, mit der person die man liebt.

dadurch ist es möglich das diese reaktion darauf entsteht, ich errinere mich auch daran das mein Vater das einmal mit mir gemacht hat

"yaaay die perfekte vorraussetzung um BDSM`ler zu sein, eine störung aus der Kindheit"

aber mal im ernst, ich verstehe nicht warum Menschen das als Bestrafung einsetzen, die Psyche wird viel zu sehr geschädigt als das es sinn macht.

Du musst dir aber im Klaren sein (klingt kitschig und warscheinlich weißt du das eh) das es eine Bestrafung war, eine einfache verhaltens änderung, dein Opa liebt(e) dich weiterhin.

Es gibt bestimmmt kummerkästen oder sehlsorge telefonnummern wo du anrufen kannst und dich darüber mal ausheulen kannst, ich bin sicher das dass helfen würde.

Haarriss im Wadenbein

Hallo, Ich bin mitte Dezember aus ca. 2m höhe auf meinen linken Fuß gefallen, Diagnose: Fersenbeinprellung. Tat allerdings total an einer bestimmten stelle an der Wade weh, zog sich bis zum knie hoch und war total berührungsempfindlich, aber der Orthopäde war davon überzeugt dass sich die Prellung so weit hoch ziehen und schmerzen kann. 2 Wochen Krücken. Nach gut 5 Wochen habe ich so langsam wieder angefangen zu trainieren, obwohl es noch ein wenig weh tat. Dann bin ich nochmal richtig mit dem Fuß auf die verletzte Seite geknallt und genau dieselbe Stelle an der Wade (außen, eher weiter unten) tat wieder weh. Nun kam mein Orthopäde auf die Idee mal mein gesamtes Schienbein, und nicht nur mein Fußgelenk, zu röntgen. - Haarriss bis ca. zur mitte des Wadenbeinknochens.

Hat jemand Erfahrung mit einer ähnlichen Verletzung und kann mir sagen was ich machen kann um den Heilungsprozess zu beschleunigen? Oder wie lange es bei euch ca. gedauert hat? Sollte ich das Bein komplett schonen oder darf ich es ein wanig belasten? Sind kleine ,,Spaziergänge'' und Übungen wie zum beispiel situps, die den Knochen nicht belasten, empfehlenswert? Wisst ihr Ob Calciumtabletten etwas bringen? Habe mir Rat in der Apotheke und mit 1000mg dosierte Calciumtabletten geholt. in der Hoffnung dass sie was bewirken.

Ich habe bald wieder Meisterschaften am laufen und nochmal lange ausfallen wäre jetzt total ungünstig.. Bin verzweifelt und würde mich über jeden Rat freuen :(

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