(Praxis-)Gebühr beim Physiotherapeuten exkl. der Kassen-Zuzahlung für jedes Rezept?

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Genau,die 10 Euro sind die Rezeptgebühr und die ist für jedes Rezept fällig,hat nichts mit dem Arzt oder dem Quartal zu tun.Das ist seit 2004 so.Wir Therapeuten sind somit genau wie die Ärzte von den Kassen dazu gezwungen,dieses Geld ,,einzutreiben,,.Die eigentliche Zuzahlung für die Behandlung beträgt dann 10%der Gesamtsumme.Also nicht auf den Physio sauer sein,der kann nichts dafür.Aber ich würde als mündiger Patient über 4 Behandlungen meckern,das ist ein Witz und bringt nichts.Auch sollte bei der Lymphdrainage eine Kompressionsbandagierung dabei sein,sonst ist der Effekt auch nicht besonders.Wenigstens aber sollten Sie gut passende Kompressionsstrümpfe haben,die nach der Behandlung angezogen werden und auch immer getragen werden müssen( außer nachts).Sonst bringt das alles nicht viel. Aber ich würde mich vertrauensvoll an meinen Physiotherapeut wenden,der wird Ihnen hilfreich zur Seite stehen. Viel Erfolg und alles Gute!

jedem Therapeuten wird bei der Abrechnung eines Rezeptes - egal ob da 1 oder 20 Behandlungen draufstehn 10 Euro plus die anteiligen Rezeptkosten also Deine 2,86 von der Kasse abgezogen. Das heisst die bekommt er gar nicht erst. Wenn er sie Dir nicht kassiert zahlt er es selbst. ( 20 Behandlungen geht auch auf einem Rezept , wenn Behandlung ausserhalb des Regelfalles angekreuzt ist) dann kannst du richtig sparen!!!

Also die 10 Euro sind die rezeptgebühr ,die man in der Physiotherapie für die Kassen zu zahlen hat.Das ist nicht das gleiche wie die Praxisgebühr.Und darauf kommt noch die eigentliche Zuzahlung für die Behandlung, insofern st alles bisher korrekt gelaufen.

ja das ist richtig! man bezahlt 10% des Abgabenpreises pro Behandlung (2,86€) und zusätzlich 10,00€ Verordnungsgebühr pro eine Verordnung, das ist nicht das selbe wie die Praxisgebühr.

danke prettywoman und an die anderen.

Ich bin auch absolut nicht auf den therapeuten sauer sondern auf den arzt, der mir ehrlich gesagt auf den senkel geht. Aber so wie der geguckt hat, wusste bzw. wollte er es gar nicht wissen, dass ich da auch nochmal "blechen" muss. klar wollen die krankenkassen das alles haben... aber naja. Die Gesundheitspolitik ist hier zwar gut im vergleich zu anderen ländern, aber gefallen tut sie mir trotzdem nicht.

Hallo witchblade83,

bitte sei doch so nett und nutze für Beiträge zu Deinen eigenen Fragen in Zukunft die Kommentarfunktion anstatt der Antwortfunktion. Vielen Dank und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support

@support

sorry, hab ich jetzt auch gemerkt. kenn das doch nicht so gut hier :(

Wenn Du "sauer" auf Deinen Arzt bist, dann solltest Du vielleicht mal bedenken, daß es sich momentan zum Volkssport unter den Krankenkassen entwickelt, Regressforderungen an die Ärzte wegen "unwirtschaftlicher Verordnungsweise", v.a. bei den Heilmitteln (und dazu gehört die Lymphdrainage) zu stellen. Dabei geht es ganz schnell mal um 5-stellige Beträge, die der Arzt aus der eigenen Tasche bezahlen muß. Bei mir steht jetzt nach meinem ersten Praxisquartal ein Regress in Höhe von bis zu 6500 Euro im Raum (die genaue Höhe erfahre ich übrigens in einem dreiviertel Jahr), weil ich da nicht so darauf geachtet bzw. keine Vorgaben bekommen habe, um das zu kontrollieren. Wie ich inzwischen erfahren habe, beläuft sich mein Budget auf ca. 10 Euro pro Patient und Quartal. Du kannst Dir ja leicht ausrechnen, was Deine Behandlungen kosten (nimm einfach die Selbstbeteiligung mal 10 mal 24 (bei zwei Behandlungen pro Woche)) und Du hast die Kosten pro Quartal (686,40 Euro). Wenn man dann noch die Kompression dazu nimmt, die pro Behandlung etwa 6 Euro kostet (also gesamt 144 Euro) kannst Du vielleicht Deinen Arzt verstehen, daß er am Ende des Quartals etwas sparen muß und Dir halt keine 10 Behandlungen mehr aufschreiben kann. Nachdem man als Arzt auch keinerlei Möglichkeit hat, Dich davor zu schützen und diese Regresse zum Teil existenzbedrohend sind, sollte vielleicht auch ein gewisses Verständnis für die Ärzte da sein und Du eher mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen, warum die nicht bereit sind, eine vernünftige und für alle nachvollziehbare Regelung zu machen. Wenn das so weitergeht, wirst Du in absehbarer Zeit alles selber zahlen müssen, weil dann keiner mehr Physiotherapie aufschreibt.

@dottoremuc

tut mir leid, aber ich bin trotzdem sauer auf ihn, weil es bei mir eben keine "vorübergehende" Krankheit ist sondern chronisch. Außerdem ist das "nur" eine Lymphdrainage und die Behandlungskosten im Quartal liegen innerhalb deiner ausgerechneten 686,40 €! Für mich ist das Thema hier abgeschlossen, da ich ja wie gesagt nicht nur dem Arzt im Quartal meine 10,- zustecken muss (die dann die Krankenkasse bekommt) sondern auch noch pro Rezept (kriegt auch die Krankenkasse, so wie ich das verstanden habe). Warum stimmt die Krankenkasse nicht der Anschaffung eines "Lymphomaten" zu?!? Dann bräuchte ich theoretisch gar nicht mehr zur manuellen LD, da ich es dann jeden Tag Zuhaus machen kann. Auf die Dauer gesehen wäre das für die Krankenkasse und auch für mich günstiger.

Aber das ist wie mit Krebs: zur Vorsorge legt die KK fast nichts dazu und wenn dann jemand an Krebs erkrankt ist und operiert werden muss, Chemotherapie etc. - da wird alles bezahlt.

Und ein Budget von 10,- pro Patient pro Quartal kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Sorry. Nochmal, für mich ist das Thema in Bezug auf den Sinn dieser Seite hier abgeschlossen. Mit dem Gesundheitssystem wie es im Moment ist bin ich auch nicht zufrieden, aber die Diskussion darüber gehört woanders hin.

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