Pflegehelferin stellt Medis, spritzt s.c., usw

5 Antworten

sc Spritzen gehören auch in den Aufgabenbereich einer Pflegehelferin, das geht auch ohne Examen. Die Medikamentenstellung muss vorm Verteilen sowieso von einer zweiten (dann examinierten) Pflegekraft kontrolliert werden.

Der Spritzenschein ist ein Märchen. Laut meiner ehemaligen Personaldisponentin befindet man sich bestenfalls im "Graubereich". Wenn es drum und darauf ankommt, wird dir der Spritzenschein nichts helfen. Was die Medis betrifft: Wie sollen die von einer zweiten Fachkraft im ambulanten Dienst kontrolliert werden? Im ambulanten Dienst hat man meist ohnehin viel zu wenig Zeit.... Wenn du da mitmachst, hast du die A-Karte. Das ist ungefähr so, als wie wenn du ohne Führerschein Autofährst. Baust du einen Unfall und hast einen Führerschein, bekommst du möglicherweise strafrechtlichen Ärger. Zivilrechtlich dürfte die Versicherung aufkommen. Wenn du dies ohne Führerschein machst, bekommst du strafrechtlich doppelten Ärger: 1. Weil du einen Fehler gemacht hast. 2. Weil du die Arbeit gar nicht hast machen dürfen. Zivilrechtlichtlich zahlt natürlich keine Versicherung. Die streckt das Geld dem Geschädigten vor und nimmt den Schwarzfahrer in Regress.

Das ist illegal. Strafbarist, wenn ein Fehler passiert. Das hat dann nicht nur strafrechtliche Konsequenzen (Geldstrafe, evtl. Freiheitsstrafe), sondern hat auch zivilrechtliche Folgen. Denn keine Berufshaftpflichtversicherung wird in so einem Fall einspringen, weil die Pflegehelferin Arbeiten verrichtet hat, die sie nicht durfte. Ich arbeite in einer Zeitarbeitsfirma und hatte einen Rießenanschieß von der Zweigstellenniederlassungsleiterin kassiert, weil ich mich weigerte, unter enormen Zeitdruck (14 Patienten innerhalb von 6 Stunden) mit Grundpflege und BEHANDLUNGSPFLEGE (Medis stellen, Spritzen, Wundversorgung) zu machen. Ich hielt dies für ein Mißverständnis und sprach die Personaldisponentin nochmals darauf hin. Diese meinte "..... das ist halt im ambulanten Dienst so, dass das so gemacht wird". Ich entgegnete ihr wütend: "Ich lasse mich aber nicht einsperren.". Ich habe mich dann nochmals beim MDK informiert. Der wollte unbedingt Name und Anschrift der Zeitarbeitsfirma. Ich versprach den Name der Leihbude und des Pflegedienstes zu nennen, sobald ich die Firma verlassen habe. So was lass ich mir nicht bieten und so was solltest auch du dir nicht bieten lassen. DENN: Dein Leben ist zerstört. Du bist vorbestraft und hat Schadensersatzzahlungen zu leisten Das steht fest. Ob der Pflegedienst oder die Leihbude geschlossen wird, ist zweitrangig.

In dem Moment wären beide dran: Die APH weil sie weiß das sie es nicht darf und trotzdem macht, die PDL weil sie es zulässt. Die APH sollte es also zumindest nicht machen wenn der MDK da ist. Es gibt sonder Regelungen, wenn z.B. in der Personalakte vermerkt ist das die AHP dazu angelernt wurde und von wem sie angelernt wurde. Anlernen darf sie nur eine Fachkraft und auch nur für Subkutane Infusionen und für Insulin Spritzen! Intravenös darf grundsätzlich keine AHP machen (auch nicht dazu angelernt werden!).

in der ambulanten Pflege (Pflegedienst) gibt es erstmal weniger geld für den Pflegedienst, da er sich wahrscheinlich verplfichtet hat, diese leisungen von einer Fachkraft durchhführen zu lassen. die Pflegehelferin muss nicht angst haben, belangt zu werden, das ist nur Problem der Leitung, dies dieses anordnet.

Quatsch. Ich habe mich beim MDK informiert. Die Pflegehelferin ist dran. Strafrechtlich und zivilrechtlich. Es ist keine Arbeitsverweigerung solche ARbeiten zu verweigern. Es gehört zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers dafür zu sorgen, dass der Arbeitnehmer weder sich noch andere in Gefahr bring. Da gehört nunmal dazu, dass er keine Arbeiten ausführen darf, die vom Gesetz her verboten sind. Sonst bräuchten wir auch keine examinierte Kräfte.

Fast alles blödsinn was hier geschrieben wurde.

Auch Pflegehelferinnen mit einjähriger Ausbildung und sonstige geeignte Personen dürfen sogenannte geringfügige Behandlungspflege erbringen. das sollte dem leuten beim MDK aber bekannt sein. denn dies wird bei den jährlichen Qualitätskontrollen auch überprüft.

Medikamente richten, I.M. Injektionen, Absaugen, Wundverbände und DK wechsel sind jedoch tabu.

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