pflegehelfer in der ambulante pflege

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich dürfen ärztliche Verordnungen im ambulanten Pflegedienst nur von Pflegefachkräften durchgeführt und abgerechnet werden. Alles andere ist eine Gratwanderung, vor allem, wenn ein Vertrag, wie du schreibst, nur mit einer Kasse abgeschlossen wurde. Die Verantwortung trägt letztlich die Pflegedienstleitung. Allerdings macht sich eine Pflegefachkraft, die Leistungen abzeichnet, die sie nicht selbst erbracht oder zumindest vor Ort überwacht hat, selbst strafbar. Aber auch du bist damit nicht aus dem Schneider, denn du weißt davon und zeichnest bestimmte Leistungen wissentlich nicht ab. Rede doch mal mit deiner PDL.

deine antwort fand ich sehr hilfreich habe mit pdl gesprochen und naja was soll ich sagen ich bekam direkt keine antwort nur ein schulterzucken. anscheinend hat keiner mut oder anders gesagt angst das thema anzusprechen aus angst vor einer negativen antwort mit ausgangskommentar da müssen sie gehn ich glaube fast das wir nicht die einzigen sind sondern das es weit mehr solche fälle in der pflege gibt vielleicht sollte ich mich nach einem neuen arbeitsplatz umschauen wo es um das wohl der patienten geht. denn eins ist doch klar es ist körperverletzung ohne einverständnis bzw. zustimmung des patienten ok ich melde mich wenns was neues gibt

tina

Leider sind fast alle Antworten zu diesem Thema falsch. Arzthelferinnen, 1 jährig examinierte und so genannte sonstige geeignte Personen dürfen laut den Versorgungsverträgen zwischen den Krankenkassen und den ambul. Pflegediensten, die sogenannte geringfügige Behandlungspflege erbringen. geregelt ist es in der Anlage 2 f nach § 132 SGB V. Dort ist genau aufgeführt wer mit welcher Ausbildung welche Behandlungspflege ausführen darf. das sollte den PDL aber bekannt sein, da sie die Verträge it den Kassen auch unterschreiben müssen.

Schaut einmal hierh abe ich den Link zu der Anlage 2b zu § 23 Abs. 3 und § 42 Abs. 1 des Rahmenvertrages über die Häusliche Krankenpflege nach § 132a Abs. 2 SGB V

hier ist ganz genau aufgeführt wer was mit welcher Ausbildung darf und auch abzeichnen darf. das ist im ambul. Bereich sehr wichtig, da nach jeder einzeln erbrachten Leistung abgerechnet wird. Hier der Link: http://www.krankenpflege-gerling.de/download/LAG_Anlage2b_Leistungsbeschreibung_2007.pdf. Ist zwar schon etwas älter. Die Preise haben sich geändert und einige Leistungen wurden Begrifflich abgeändert. Aber wer was mit welcher Ausbildung darf ist geblieben.

Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem in keiner Weise. Was der Pflegedienst mit einer Krankenkasse aushandelt hat doch mit deinen Einsatzplan nicht das geringste zu tun. Die Leistungen darfst du auch alle als Pflegehelfer erbringen.

ich finde schon das es mit den einsatzplan zu tun hat denn seitdem unser pflegedienst die vereinbarung mit der aok vereinbart hat müssen wir auch patienten anderer krankenkassen mit behandeln und so spart man pflegefachkräfte und oder werden keine mehr eingestellt obwohl es dringend nötig wäre. wir müssen jetzt mehr doppeldienste schieben als vorher und die pfk die eigentlich frei hat steht trotzdem mit auf dienstplan damit es nicht auffällt. verstehst du was ich meine

tina

ich glaube fast, Du hast da was falsch verstanden.

Für unser Pflegeheim, in dem ja auch Bewohner mit den unterschiedlichsten Pflegekassen leben, werden jedes Jahr Vereinbarungen mit den Landesverbänden der Pflegekassen abgeschlossen. In der Adresse taucht trotzdem die AOK auf. Wäre doch schlimm, wenn ein Heim die Bewohner nur anhand ihrer Krankenversicherung aufnehmen dürfte...

Pflegeheim und ambulanter Pflegedienst sind zwei Paar Schuhe. In der Tat wird den ambulanten vorgeschrieben, dass nur Pflegefachkräfte bestimmte Leistungen erbringen dürfen. Das bezieht sich aber ausschließlich darauf, ob die Leistung von der Kasse bezahlt wird oder nicht.

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