PDA? gut oder schlecht?

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Schmerzen zum aushalten 43%
wenig schmerzen 29%
Grosse Schmerzen 14%
keine schmerzen 14%

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
keine schmerzen

Jedenfalls meine letzte Geburt war schmerzfrei (Kind Nr.3). Bei Nr.1 und 2 war das anders (obwohl alles Hausgeburten, also mehr Freiheit und Entspannung). Je mehr Angst du hast, desto größer sind generell die Schmerzen. Die Größe des Kindes ist zweitrangig. Wenn du nicht durch Angst verkrampft bist und dich bewegen darfst, wie dein Körper dich führt, schlüpft auch ein großes Baby leicht heraus. Je freier du über deinen Körper und deine Imtimsphäre entscheiden darfst, um so besser. Eine PDA ist deshalb nicht zu empfehlen, weil sie die Geburt häufig unnötig verkompliziert. Meist werden durch sie die Wehen schwächer, was den Einsatz eines Wehentropfes notwendig macht. Dieses wiederum macht beim Kind oft "schlechte" Herztöne, weshalb so eine Geburt häufiger im Kaiserschnitt oder anderen Interventionen endet, als eine Geburt ohne PDA. Außerdem wird durch die Betäubung auch dein Kontakt zum Kind unterbrochen. Nicht selten rutschen solche Kinder nicht richtig ins Becken oder haben sonst Problem, sich richtig durch den Geburtskanal zu bewegen (Folge: Kaiserschnitt oder Saugglocke). Du spürst die Wehen nicht richtig, kannst nicht nach Gefühl mit deinem Körper mitarbeiten und gelegentlich geht's auch schief, sodass die Betäubung nur einseitig wirkt oder du danach eine paar Tage schlimme Kopfschmerzen hast. Wenn PDA, dann so spät wie möglich, sonst ist der Wehentropf schneller, deinem Kind wegen schlechter Herztöne eine unnötige Kaiserschnittindikation zu versorgen, als du das Kind normal gebären kannst. Dazu musst du mit PDA natürlich viel enger überwacht werden (Dauer-CTG, Blutdruckkontrollen etc.), was deine Bewegungsfreiheit auf ein Minimum reduziert (meist in Rückenlage) und der Geburt somit widerum hinderlich ist. Meine Daumenregel: Je weniger man den natürlichen Prozess stört und je mehr man ihm vertraut, desto leichter geht es und desto weniger tut es weh.

Hey, ich habe meine Entbindung ohne PDA hinter mich gebracht. Und ich würde es immer so wieder machen. Ne PDA sollte nur im äußersten Notfall eingesetzt werden. Ich lag drei Tage in den Wehen und hab keine PDA gehabt. Und ich fand meine Entbindung toll. Ich konnte danach aufstehen, laufen. Alles machen. Und bei der PDA? Hast du dich darüber informiert? Die Nadel im Rücken zu stechen zu bekommen, ist fürchterlich ( hab zwei mal ne Lumbalpunktion (ziehen von Gehirnwasser aus dem Rücken)über mich ergehen lassen müssen. Ich hab es durch, und es hat mehr weh getan als ne natürliche Entbindung.

Wenn eine Lumbalpunktion für Dich weniger schmerzhaft war als die Geburt, musst Du eine sehr einfache Geburt gehabt haben. Das kann auch ganz anders sein, und dann ist der Pieks für die PDA nun wirklich kaum wahrnehmbar gegenüber den Wehenschmerzen. Übrigens kann man selbstverständlich nach einer Geburt mit PDA aufstehen.

Ich hatte eine komplizierte Geburt nach schwerer Erkrankung in der Schwangerschaft und Einleitung in der 37. Woche.

Die Schmerzen waren unerträglich, entsetzlich, ein einziger Horror. Eingeleitete Geburten werden häufig als schmerzhafter empfunden als "natürliche", und je früher die Einleitung, desto schlimmer. (Also in der 42. Woche ist das nicht mehr so tragisch wie fast 4 Wochen vor dem Termin.) Auch die Erkrankung hat dazu beigetragen, dass mein Körper geschwächt war und alles andere als "fit" für die Geburt. Und der Wehentropf macht die Sache auch nicht wirklich erträglicher.

Ich habe dann eine PDA bekommen. Die Schmerzen waren weg, man spürt nur noch einen Druck. Ich konnte laufen, zur Toilette gehen, alles war bestens.

Nach einer Stunde aber war das Röhrchen, mit dem die PDA verabreicht wird, verrutscht. Das passiert recht häufig. Sehr selten kann es dabei zu Schädigungen kommen. Normalerweise passiert einfach das, was mir passiert ist: Ich hatte keine PDA mehr und keine Möglichkeit, die Schmerzen noch einmal zu lindern.

Ich muss dazu sagen, dass ich keine Frau kenne, die durch die per Tropf verabreichten Schmerzmittel eine Linderung der Schmerzen verspürt hätte und mir ging es genau so.

Nach der Geburt hatte ich natürlich ebenfalls keine Nachteile durch die PDA. Dass man nicht aufstehen könne, ist ein Gerücht. Während der PDA kann das vorkommen, aber nicht Tage danach (oder eben nur in den extrem seltenen Fällen, in denen eine PDA Schäden verursacht.)

Die Panikmache vor einer PDA halte ich für übertrieben. Natürlich ist eine PDA nicht risikolos. Aber jede Autofahrt ist statistisch gesehen gefährlicher.

Der größte Nachteil einer PDA ist in meinen Augen, dass sie recht häufig nicht funktioniert, wenn sie nicht richtig gesetzt wurde oder etwas verrutscht. Dann wirkt sie nicht oder nur einseitig. Ausserdem kann durch den Einsatz einer PDA ein Wehentropf nötig werden, was die Verfechter einer absolut natürlichen Geburt natürlich schon an sich verwerflich finden.

Ich weiß nicht, was dieses Gerede soll. Ja, Frauen haben schon immer Kinder geboren, auch ohne PDA. Und früher wurden auch Operationen ohne Betäubung ausgeführt, würde das heute noch irgendjemand machen, nur weil es "natürlicher" ist??

Mein Rat ist: Laß Dir das ganze offen. Entscheide so, wie es für Dich richtig ist. Vielleicht kommst Du gut mit den Wehenschmerzen zurecht. Vielleicht hilft Dir ein Bad, Akupunktur, Massagen, Wärme,...

Wenn nicht: Laß Dir nicht einreden, Du würdest etwas Verwerfliches tun, wenn Du eine PDA willst.

Besprich vorher mit Deiner Hebamme, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Umständen eine PDA machbar ist.

Ich bin jetzt zum zweiten Mal schwanger. Trotz der fürchterlichen ersten Geburt werde ich auch beim zweiten Kind versuchen, eine Wassergeburt zu haben, denn das habe ich mir so sehr gewünscht. Ohne die Komplikationen, die letztes Mal aufgetreten sind, kann ich mir das auch gut vorstellen.

Und wenn es mir reicht, wenn ich nicht mehr kann, will ich wieder eine PDA (und hoffe, dass sie diesmal etwas länger funktioniert).

Ich finde es nicht richtig, Frauen einzureden, sie müssten ihre Kinder auf jeden Fall ohne Betäubung zur Welt bringen. Jede Geburt verläuft anders, die Schmerzen sind nicht unbedingt miteinander vergleichbar. Natürlich ist auch das Schmerzempfinden unterschiedlich, aber es gibt auch jede Menge ganz objektive Faktoren, die das Schmerzlevel während einer Geburt beeinflussen. Wer leichte Geburten hatte, soll darüber froh sein und nicht anderen Frauen, die vielleicht schwierigere Geburten hatten, ein schlechtes Gewissen einreden, wenn sie sich eine Betäubung wünschen.

Ich hoffe, meine Antwort hilft Dir weiter.

Alles Gute.

Hast du schön geschrieben Eva....ich denke für mich, das sich Schwangere auch zu viele Gedanken machen was das mit der Geburt angeht..ich persöhnlich...ich weiß z.b bei meiner Geburt auch nicht richtig was auf mich zukommt (bin Querschnittsgelähmt) und wahrscheinlich bekomme ich einen Kaiserschnitt da ich nicht selber pressen kann..vielleicht wird es auch natürlich geboren...ich vertraue meinem Arzt ( da gute Erfahrungen in Risikogeburt)...und mach mich einfach nicht verrückt..denn das überträgt sich auf das kleine in meinem Bauch...und das wäre auch für mich nicht gut :-)

@paramaus

Danke, Paramaus, und alles Gute für Dich und Dein Baby!

wenig schmerzen

Ich würde mir an deiner Stelle noch keine großen Gedanken über eine PDA machen. Probiers doch erst mal ob du die Schmerzen nicht so aushälst. Ich bekam eine PDA nach 20 Stunden Wehen da nichts vorwärts ging und danach gings an den Wehentropf. Lass die Geburt auf dich zukommen und entscheide dann! Wünsche dir alles Gute!

bei meiner ersten geburt hatte ich kaum schmerzen. wir haben die ganze zeit scherze gemacht und gelacht. bei meiner 2. geburt war das ganz anders. ich hatte starke schmerzen (wehentropf) und konnte kaum noch sprechen. eine pda kam für mich trotzdem nicht in frage. zu einer geburt gehören schmerzen dazu. ich hab mir immer vor augen geführt das eine pda ein unnötiges risiko ist und es schon mio. frauen vor mir ohne medikamente geschafft haben. vor 8 wochen bin ich patentante geworden und sie hat sich eine pda geben lassen... es sind komplikationen aufgetreten und sie musste 2 wochen länger im krankenhaus bleiben, durfte nicht aufstehen und sich nicht selbst um ihr kind kümmern.

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