Paranoide Schizophrenie! Wie gehen Angehörige damit um?

5 Antworten

Liebe Maiida,liebe Angehörigen,

ich finde deine Geschichte ganz schrecklich. Meine Mutter hat auch nach dem ICD-10 F 20.0 pranoide/hallozinotorische Schizophrenie. Seit ich klein bin war meine Mutter immer wieder mal in der Geschlossenen. Und ich weiß, wie unangenehm und alptraumhaft das ist, von Mitschülern auf Grund dessen gehänselt zu werden und eine völlig veränderte, aggressive Mutter zu erleben. Dennoch ist sie für mich die beste Mutter, die man sich wünschen kann. Das du hier schreibst, dass du und dein Bruder eure Mutter "notgedrungen" besuchen müsst,und das du alles "überlebt hast" finde ich sowas von grausam. Es ist keineswegs einfach, mit jemanden zu leben, der eben dieses Krankheitsbild hat, aber für den Betroffenen selbst ist es am aller schlimmsten. Aber am aller schlimmsten ist es, wenn Familie und Freunde sich abweden. Schizophren oder Ver-rückt (der Verstand ist dann ja entrückt..nicht mehr am "normalen" Platz)sind begriffe, die solch eine negative Bedeutung von der Gesellschaft bekommen haben. Betroffene, die ehrlich sind und zugeben, dass sie "Schizophren" sind, werden sofort stigmatisiert. Wie schlimm also muss es ein, mit so einer Krankheit/Behinderung zu leben?

Es ist abegesehen davon, absolut möglich mit Jemand ein (fast) normales Leben zu führen, der diese Krankheit hat. Meine Mutter hat 3 erfolgreiche Kinder aufgezogen, wir haben alle studiert und meine Mama hat auch selbst ein Kunststudium absolviert. Sie ist die stärkste Frau die ich kenne und hat so viel geschafft in ihrem Leben. TROTZ dieser Krankheut. Sie hat heute regelmäßig Ausstellungen und ist auch immer noch mit meinem Vater verheiratet. Es gibt mittlerweile gute Medikamente wie beispielsweise Zyprexa, die "Ausbrüche der Krankheit" sehr vermindern. Wie gesagt, es ist nicht einfach ein Familienmitglied oder ein Freund/in mit paranoider Schizophrenie zu haben, aber BITTE lasst sie NIEMALS im Stich.

Liebe Maiida,

ich finde deine Geschichte ganz schrecklich. Meine Mutter hat auch nach dem ICD-10 F 20.0 pranoide/hallozinotorische Schizophrenie. Seit ich klein bin war meine Mutter immer wieder mal in der Geschlossenen. Und ich weiß, wie unangenehm und alptraumhaft das ist, von Mitschülern auf Grund dessen gehänselt zu werden und eine völlig veränderte, aggressive Mutter zu erleben. Dennoch ist sie für mich die beste Mutter, die man sich wünschen kann. Das du hier schreibst, dass du und dein Bruder eure Mutter "notgedrungen" besuchen müsst, finde ich sowas von grausam. Es ist keineswegs einfach, mit jemanden zu leben, der eben dieses Krankheitsbild hat, aber für den Betroffenen selbst ist es am aller schlimmsten. Aber am aller schlimmsten ist es, wenn Familie und Freunde sich abweden. Schizophren oder Verrückt sind begriffe, die solch eine negative Bedeutung von der Gesellschaft bekommen haben. Betroffene, die ehrlich sind und zugeben, dass sie "Schizophren" sind, werden sofort stigmatisiert. Wie schlimm also muss es ein, mit so einer Krankheit/Behinderung zu leben?

Es ist abegesehen davon, absolut möglich mit Jemand ein (fast) normales Leben zu führen, der diese Krankheit hat. Meine Mutter hat 3 erfolgreiche Kinder aufgezogen, wir haben alle studiert und meine Mama hat auch selbst ein Kunststudium absolviert. Sie hat heute regelmäßig Ausstellungen und ist auch immer noch mit meinem Vater verheiratet. Es gibt mittlerweile gute Medikamente wie beispielsweise Zyprexa, die "Ausbrüche der Krankheit" sehr vermindern. Wie gesagt, es ist nicht einfach ein Familienmitglied oder ein Freund/in mit paranoider Schizophrenie zu haben, aber BITTE lasst sie NIEMALS im Stich.

also meine mutter hat auch paranoide schitzophrenie, und ich muss sagen das zusammenleben nach ein paar jahren(in meinem fall) ist die hölle!! es fing im jahr 2008 an, als sie den vater meiner freundin verdächtigte, weil dieser mich 'vergewaltigt' hätte und meine freundin bei uns klaut. an einem tag als ich und mein bruder nachhause kamen waren meine mutter und mein vater weg. mein vater rief uns an das er mit ihr beim arzt war und sie jetzt in einer phsychatrie ist. dort war sie auch einige monate bis sie wieder nach hause kam. es war ein komisches gefühl als sie wieder da war weil sie dann wieder 'normal' war, dem anschein nach. dann ging es nach ca. einem halben jahr trotz tabletten wieder los. wir wollten in den urlaub aber meine mutter hatte so einen komischen abstand zu meinem vater genommen und ist nicht mitgefahren, also fuhren wir allein und sie und mein bruder blieben zuhause. als wir dann angekommen waren ging die hölle los!! sie rief bei der arbeitsstelle von meinem vater an und sagt er sei ein verbrecher und ein vergewaltiger und erzählte es allen nachbarn und sonstigen leuten. (mit meinem bruder, da er wahrscheinlich auch etwas geerbt hat und auch schon immer vom verhalten ein wenig seltsam war bzw. geworden ist). als wir wieder zurückkamen hat sie dies immer noch gedacht....so ging es einige zeit....dann ist sie zu ihren eltern die in einem anderen bundesland leben abgehauen und wurde traurigerweise 2 tage vor weihnachten zwangseingeliefert. dort war sie auch wieder einige zeit als sie im februar uns vermisste, mein vater gab ihr noch eine chance -ein fehler "!! ein paar monate ging es gut und wir wollten und haben uns einen hund angeschafft und dann ging es erneut los! sie sagte die selben schlimmen sachen erneut über meinen vater, welcher an einem sehr traurigen tag als er eine geschäftsreise machet leider wegen dieser belastung von all den monate eine gehirnblutung erlitt und deshalb ins krankenhaus zu einer not-op eingeliefert wurde und anschließlich im künstlichen koma lag. in dieser zeit war der hass von meiner mutter auf meinen vater genauso wenn nicht größer und so musste ich allein einige wochen alleine bei den 2 leben und sie haben meinen im komma liegenden vater vor meinen augen beschimpft. meine eigene mutter bekamm einen hass auf mich und wollte mich in ein kindehheim stecken und schlagen. dann holte mich mein opa und ich verbrachte viele wochen bei ihm weil ich es selber nicht mehr aushielt. mein vater wachte auf und ist GOTT SEI DANK!!! <3 wieder genauso wie vorher und ist nicht andders und er hat keine nachfolgen davongetragen! so hat mein vater die scheidung von meiner mutter eingereicht, da diese genauso weiter machte und wir nicht mehr mit dieser enormen belastung leben wollten. sie und mein bruder sind auch beide ausgezogen. beide haben keine interesse noch kontakt zu uns..nix! aber meiner meinung nach und auch der meinung meines vaters nach ist es viel besser geworden und wir können langsam aber sicher wieder wenn die scheidung ganz durch ist ein ganz neues leben ohne diese zerstörende belastung anfangen. ich finde es so viel besser weil man nun nicht mehr diese belastung hat. ich weiß nicht ob dein freund zu seiner krankheit steht?, aber wenn er es tut, anders als bei mir, könnte ein zusammenleben mit regelmässiger tabletteneinnahme gut möglich sein! aber meine mutter ist nach allem was sie uns angetan hat für mich gestorben. viel glück euch beiden und ich hoffe euch ergeht es nicht so extrem <3

wenn du meinst es ist klug für deine mutter in so einem verzweifelten zustand allein zu sein fein.... man muss ihr helfen und sie nicht zu einem arzt abschieben! hat auch nur irgendjemand an ihre gefühle gedacht? missverstanden, abgeschoben, ungeliebt.... ich würde meine angehörigen niemals als "für mich gestorben" bezeichnen. wie soll sie sich bessern wenn ihr keiner ihren geistigen zustand abkauft? sie keiner auch nur zu verstehen versucht? auch wenn das alles lügen waren was sie erzählt hat, es muss doch einen auslöser für das alles gegeben haben...

wirklich traurig wie ihr damit umgegangen seid aber ich fürchte es ist nun zu spät...

Hallo an alle "Angehörigen",

Ich möchte meine Meinung kund tun, um vielleicht dem einen oder anderen zu "helfen". Ich bin 28 Jahre alt, und meine intellektuelle Mutter ist mir im Alter von 12 Jahren aus den Händen "geglitten". Meine Kindheit war unbeschwert, mit Moral und Anstand geprägt, kulturell sowie kunstvoll gestaltet. Meine Mutter war Chef Assistent einer großen Firma und war zurückhaltend, liebevoll, sensibel, aber sehr oft arbeiten und hatte keine Anzeichen dachte ich. Alles war normal, nur der eine Tag an dem ich 12 Jahre alt wurde, ließ mich erkennen, dass etwas nicht "richtig" läuft.

An dem Tag schrie Sie das erste mal mich an, normal würde man denken. Aber ich schüchternes 12 Jahre altes Mädchen, schüchtern, 1.2 Noten Durchschnitt Gymnasium...seltsam. Sie entfremdete sich völlig. Ich wusste nicht wie ich es erklären sollte. Ich wollte keiner meiner Freunde mit nach Hause nehmen weil ich nicht wollte das Sie einen "Anfall" bekam. Der sah meist so aus, dass sie liebevoll fragte wie es mir geht, mich sofort danach anschrie das ich ein Spion sei und sie verrate.Was sie meinte habe ich nie verstanden. Erst als Sie als ich 14 Jahre alt war gewalttätig wurde, nächsten Tag so tat als wüsste Sie nichts davon und ich hätte mir alles eingebildet. Komisch, dachte ich, ist das war? "Spinne" ich? Ich hatte eine sehr gute Kindheit, und nun plötzlich lag alles in Schutt und Asche?

Sie entfremdete sich immer mehr, unsere gesamte Verwandschaft musste ich jahrelang abwimmeln wenn diese sich auf jegliche Art meldeten.

Ich machte mein Abitur nicht, um schnellstmöglich von zu Hause reißaus zu nehmen. Immer wieder redete ich Ihr zu Sie soll zum Arzt bitte gehen, aber nie sah Sie es ein. Die Krankheit war sehr schlimm, Schreianfälle in der Nacht, Verfolgungswahn...etc.

Naja...mit 18 Jahren bin ich ausgezogen.....und mit 22 Jahren nachts einen Anruf von der Polizei bekommen. Meine Mutter hatte im Laufe der Zeit Ihre Schizophrenie so vertieft das Sie sich komplett, und das meine ich um 180 Grad drehte.

Sie landete in einer geschlossenen Anstalt, wo ich Sie notgedrungen mit meinen Bruder besuchen musste.

Was Sie tat, in der Nacht, zerreißt mir heute noch mein Herz. Das was immer in der Zeitung steht, dass was niemand zuhause haben möchte, ist mir passiert. Ich bekam danach Panik- und Angstzustände.

Ich hatte ja niemanden mehr. Allein. In der großen Welt.

Aber wisst Ihr was. Reisst Euch zusammen, ihr werdet niemals dahinter kommen warum das passiert ist. Hört auf zu grübeln. Geniesst das Leben. Seid froh das ihr am Leben seid! Ich habe das Schlimmste erlebt, und lebe....und erst diese Einsicht das ich soviel Glück hatte lässt mich heute neuen Mutes an jeden Tag gehen und sagen. Ja! Hier bin ich! Und das ist mein Leben! Egal was war! Klar hab ich im Jahr nen paar schlechte Tage, dass ist normal. Aber ruht euch aus, nehmt euch Zeit zum Geniessen. Lasst Euch nicht runterziehen!

Wir können es besser machen.

Ich hoffe ich konnte Euch etwas Mut machen....

Viele Grüße!

das motiviert mich nicht, deine antwort zerstört... wie soll man ein schönes leben haben und froh sein das man nicht "krank" ist wenn der liebevolle angehörige so darunter leidet???..... man muss helfen, nur wie ist die frage

Was hat sie denn getan, was jn der Zeitung steht? Was keiner zu Hause haben will?

Übrigens ist die paranoide Schizophrenie die häufigste Verlaufsform mit der besten Prognose; bei manchen "normalen" Menschen treten auch aus heiterem Himmel Anfälle, meist nur einer, auf, die nicht wiederkommen. Kritisch ist es nur, wenn jemand auch depressive Phasen und eine kontinuierliche "Abdriftung" zeigt.

Wichtig ist, daran zu denken, dass Hausärzte oft hochpotente klassische statt den neueren atypischen Neuroleptika verschreiben, da letztere oft deren Budget sprengen. Die klassischen wirken aber nicht nur schlechter, sondern haben auch mehr Nebenwirkungen: Bei 1 von 5 Patienten treten sogenannte Spätdyskinesien auf, also nicht rückgängig machbare Gesichtskrämpfe, man kann sagen "Grimassenzwang", der die Betroffenen sozial nochmehr isoliert. Der Nachteil der atypischen ist, dass sie meist massive Gewichtszunahmen verursachen, besonders Clozapin und Olanzapin(Zyprexa).

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