Originalmedikament oder zuzahlungsfreies Ersatzprodukt?

5 Antworten

Apotheker sind gut ausgebildet und wissen, wo sie ausweichpräparate empfehlen können und wo sie ihre Kunden ggf. noch Hinweise zur Anwendung geben müssen. Wenn du etwas per Rezept von einem Arzt verschrieben bekommst, wo dein Arzt meint, daß es umbedingt genau dieses Medikament sein muß, dann kreuzt er in der Regel auf dem Rezeot "aut idem" an. Und dann wird dich der Apetheker auch garnicht erst fragen, ob er dir etwas anderes geben darf.

Wenn die Inhaltsstoffe gleich sind würde ich das günstigere bevorzugen. Wenn die Inhaltsstoffe ähnlich sind lieber das original Verschriebene.

mittlerweile hat es sich doch herausgestellt, dass die sogenannten zuzahlungsfreien Pprodukte, die gleichen Eigenschaften haben, wie die z.B. restlos überteuerten Produkte der großen Pharmakonzerne..ich würde in jedem Fall auf das preiswertere Produkt zurückgreifen

Im Grunde ist der Wirkstof entscheidend. Ich habe früher auch Medikamente gekauft, die ich kannte, von Freunden oder Familie. Aber irgendwann hab ich es bei simplen Sachen wie Kopfschmerztabletten etc probiert, und die waren mit demselben Wirkstoff, meist um die Hälfte günstiger. Wenn ich bedenke, das ich für einen Arztbesuch 10€ zahlen muss, und dann sehe, was monatlich für die Krankenversicherung drauf geht (vom Lohn weg) dann überlege ich der Apotheke schon, ob ich noch mehr ausgeben muss, wenn ich nur nen Schnupfen hab. Für Medizin, die für spezielle Sachen gedacht ist, würde ich einfach mit dem Hausarzt sprechen, oder eben auch auf diversen Arztforen Rat suchen. Auch die Medizinindustrie will leben, und somit wird natürlich auch auf eine bekannte Marke ordentlich draufgeschlagen. Wie sonst kann ein großer Konzern sich die viele Werbung für massig Euros im TV leisten??

Als Apotheker darf ich dazu sagen: die Wirkung der Medikamente ist in jedem Falle identisch, da es sich um gleiche Wirkstoffe in gleicher Dosierung handelt. Dennoch gibt es Unterschiede, die beachtet werden müssen. Ein Beispiel: der Originalherseller hat ein Verfahren entwickelt, um den Wirkstoff in einer Tablette zu verpressen. Er muss nun, um sein Medikament zuzulassen, sichere Daten hinterlegen, die zum Beispiel die Zeit angeben, die der Wirkstoff braucht, um die Tablette zu verlassen. Nur dann kann er ja wirken. Darin aber unterscheiden sich Generika teilweise eklatant. Und darauf ist dann auch zurückzuführen, daß mancher Patient der Meinung ist, ein gänzlich anderes Produkt in Händen zu halten. Die Unterschiede sind oftmals nicht gravierend, können im Einzelfall aber bemerkt werden, so das Fazit. Wenn Euch ein Medikament nicht hilft, nicht bekommt oder Ihr sonstwie unzufrieden seid, dann bittet Eren Arzt, ein sogenanntes "Aut-idem-Kreuz" auf das Rezept zu machen, ein kleines Kreuzchen links neben dem verordneten Medikament. Dann muss der Apotheker das abgeben, was draufsteht, egal, um welche Firma es sich handelt.

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