"Normale" Psychose vs Drogeninduzierte Psychose bzw. Heilung

2 Antworten

Eine Psychose ist eine Psychose. Egal ob diese durch Drogen, ein Traumata oder anders induziert wurde; eine Psychose bleibt eine Psychose.

Vielleicht solltest du dich nicht an dem Begriff „Psychose“ so festbeißen. Es gibt nicht DIE Psychose. Genauso wenig wie es DIE Depression oder DEN Alkoholabhängigen gibt. Das Unterbewusstsein greift immer mehr oder weniger in das Bewusstsein ein. Sowohl bei einem gesunden als auch bei einem kranken Menschen. Allerdings hat der gesunde Mensch in der Regel eine bessere Handhabe um die Einflüsse des Unterbewusstseins auf das Bewusstsein zu regeln als der kranke Mensch. Und natürlich gibt es Heilungschancen, sofern es keine körperlich fixierten Schäden gibt und diese ursächlich für die Psychose sind.

Ja, bei einer drogeninduzierten Psychose sollte dei Heilungschance gut sein, wenn die Drogen weg sind. "Drogeninduziert" heißt ja, dass sie durch Drogen ausgelöst ist. Also: Drogen weg, Psychose weg. Das stimmt nicht in allen Fällen. Wenn die Drogen im Gehirn schon etwas "beschädigt" haben oder die Person schon vorbelastet war, kann auch einmal etwas "hängen bleiben". Aber im Normalfall ist die Heilungschance sehr gut.

Die Frage nach der "normalen Psychose" ist schwieriger zu beantworten, denn was ist eine "normale Psychose"? Ich denke, du meinst Psychosen, die nicht durch Drogen ausgelöst wurden. Das ist aber eine große Gruppe unterschiedlicher Krankheitsbilder, deren Heilungschancen ganz verschieden sind.

So können psychotische Zustände zum Beispiel durch schwere Krisen ausgelöst werden, vor allem in Kombination mit Schlafentzug/Alkohol. Dann ist die Heilungschance sehr gut.

Zu den Psychosen gehören aber auch schizophrene Erkrankungen: Da ist die Heilungschance wiederum unterschiedlich. Manche werden gesund, manche bekommen immer wieder einmal Schübe, bei manchen verläuft die Krankheit chronisch und sie werden nicht mehr gesund.

Die Sache mit dem Unterbewusstsein ist schwierig. Wir können davon ausgehen, dass uns das Unterbewusstsein die ganze Zeit beeinflusst, auch wenn wir gesund sind und bei Kranken ist das sicher nicht anders. Aber ob das Unterbewusstsein allein reicht, um eine Psychose auszulösen? Fest steht, dass bei Psychosen bestimmte Botenstoffe im Gehirn aus dem Gleichgewicht geraten und dort setzen auch Medikamente an.

Stimmen_im_Kopf!?

Hallo liebe Community.

Ich leide unter Stimmen und Geräusche im Kopf. Ich bin seit 4 Jahren in psychiatrischer Behandlung (bei 3 verschiedenen Psychologen) aber es so gerne ich auch Hilfe will, mir wird nicht weiter geholfen. 5 Monate verbrachte ich stationär in einer Psychiatrie. Medikamente gegen Stimmen/Psychosen bekomme ich nicht und das habe ich auch noch nie. Leider kann ich schlecht schlafen und ich wollte euch fragen ob ihr wisst, was ich gegen diese Stimmen und Geräusche tun kann. Da ich so schlecht schlafen kann, beeinflusst dieses Problem mein Leben sehr... Als ich 12 Jahre alt war, fing ich an regelmäßig Drogen zu konsumieren. (Cannabis, Speed, Kokain, Ecstasy) ab und zu auch mal Benzos, LSD und Codein. Ich trank dazu auch viel Alkohol und ich gehe davon aus, dass die Drogen für meine Beschwerden verantwortlich sind. Clean wurde ich in einem Alter von 17 Jahren. Jetzt bin ich schon seit mehreren Jahren clean, allerdings habe ich immer noch Beschwerden und glaube nicht dass diese ohne Medikamente verschwinden. Meine Psychologen gehen/gingen nie wirklich auf meinem damaligen Drogenmissbrauch ein und arbeiteten bis jetzt immer meine Vergangenheit auf. Ich sollte aber nur komische Bilder (mal von Bäumen und mal von ganz anderen komischen Sachen) malen und nur über meine Vergangenheit sprechen. Oft habe ich Fragebögen bekommen und meistens werden Tests mit mir durchgeführt. Dort stand drin ob ich mit kuscheltieren spreche oder ins Bett machen würde. Fühle ich mich so als wären diese Tests etwas für Kinder, oder als würden diese Leute denken, dass ich dumm bin. Das alles bringt mir nichts und sie haben Antriebslosigkeit diagnostiziert. Im Gegenteil ich bin sehr diszipliniert und möchte etwas in mein Leben erreichen. Ich bin nicht dumm und bin trotz meines Drogenkonsums auf ein Gymnasium gegangen und habe sehr gute Noten geschrieben. Mein Abitur habe ich auch! Leider haben auch viele Psychologen Vorurteile und schließen sich dann eigene Sachen, die sie vielleicht auch bei anderen Patienten erfahren haben. Aber egal wie dem auch sei, könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben?

Lieben Dank, Mia

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