Nehmen in Deutschland alle Ärzte Rücksicht auf Angstpatienten?

7 Antworten

Also natürlich kannst du deine Ängste ansprechen und die Ärzte versuchen idR auch darauf Rücksicht zu nehmen. Aber du musst dich auch mal in ihre Lage versetzen. Ein Patient der bei jeder Standartprozedur aus für andere schwer nachvollziehbaren irrationa erscheinenden Gründen alles verzögert bedeutet für die Ärzte mehr Stress und ggf. sogar Überstunden, da ja für jede OP nur eine bestimmte Dauer geplant ist. Als Patient sollte man seinen Ärzten schon ein gewisses Maß an Vertrauen entgegenbringen. Dazu solltest du bereit sein. Nahezu keine ärtliche Maßnahme ist schlimmer als vlt. ein Ziepen oder Stechen oder unangenehmes Gefühl werden.

Nugget, das tut mir wirklich richtig leid, dass du offenbar nichtmal bei deiner Mutter Unterstützung findest, deine Angst zu überwinden. Ärzte nehmen dann am Handrücken Blut ab, wenn sie in der Armbeuge nicht fündig werden oder keinen Erfolg haben. Das ist nichts Schlimmes, sondern ganz normal.

Vielen Ärzten hilft es sehr, wenn man sie schon im Vorfeld wissen lässt, dass man große Angst hat.

Sie planen für Angstpatienten ein bisschen mehr Zeit ein, erklären jeden Behandlungsschritt und arbeiten behutsamer. Das ist natürlich nicht die Regel, in einer Zeit, in der Ärzte zu wenig Zeit haben, sich um Patienten eingehend zu kümmern. Aber es gibt diese emphatischen Ärzte und ich habe den Eindruck, sie werden auch wieder mehr.

Vor einer OP gibt es immer ein Aufklärungsgespräch mit dem Patienten. Dieses Gespräch solltest du nutzen, um über deine große Angst aufzuklären.

Gleichzeitig würde ich dir ein mentales Training oder eine Meditation vorschlagen, dass dir hilft runter zu kommen und zu vertrauen.

Die allermeisten Ärzte im Krankenhaus sind unendlich mitfühlend und zuvorkommend (Als ich vor ein paar Jahren operiert wurde, war es mir etwas zu viel; ich bin doch kein kleines Kind mehr, sondern ein erwachsener Mann, und mit der Angst habe ich es nicht so. Womit ich NICHT sage, ich wäre gegen Angst immun!). Übrigens schadet es nichts, darüber mit den Ärzten zu sprechen. Damit umzugehen ist ja deren Beruf. Und es gibt auch weniger angstanfällige Menschen, die im OP wahrhaftig nicht gelassen bleiben. Wie alt bist Du denn eigentlich? Ich meine, weil Deine Mutter diese Drohung aussprechen kann? Und um was für eine Operation geht es denn eigentlich?

Ich bin 17

und mir wird ein Lipom aus dem Arm entfernt (die Vollnarkose wurde von den Chirurgen entschieden, weils etwas groß ist und an sehr nah am Gelenk liegt )

@Nugget420

Ich glaube nicht, dass Deine Mutter etwas dagegen sagen kann! Sonst sprich mit einem Arzt Deines Vertrauens darüber.

Sprich das bei der Terminvereinbarung vorher an.. normalerweise sind Ärzte da heute anders drauf als noch vor 10,20 Jahre.

Und Deine Mutter lass reden, sie versteht ja von der Psyche eines Menschen sehr viel.

Es ist leider so, dass es manchmal recht irreale Ängste gibt.. Höhenangst, Platzangst.. das keine echte Gefahr für Leib und Leben besteht, heißt nicht, dass man nicht innerlich total am Ende sein kann deswegen.

Alles Gute!

Naja, dass alles erst passiert wenn du bereit bist und nichts was du nicht möchtest, das wird so nicht hinhauen. Die haben einen OP-Plan und können nicht ewig warten. Teile deine Ängste mit und man wird soweit wie möglich darauf eingehen. Aber in einem hat deine Mutter recht - übermäßiges Theater können sie da wirklich nicht gebrauchen.

Und dass du schon vorher dein Umfeld dermaßen irre machst...da wär ich auch genervt.

Mal ein bisschen Empathie bitte...wenn man dermaßen Angst hat (wofür man nichts kann!), dann bleibt einem kaum was übrig, als da ständig drüber zu sprechen und im Vorhinein alles schon genau durchzuplanen. Das braucht man in dem Moment halt einfach, um sich ein bisschen zu beruhigen. Dafür ist Familie zB. aber auch da, einem da beizustehen.

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