Nach Wurzelbehandlung selbe Schmerzen wie vorher?

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Hallo Annrobot97,

erstmal mein Beileid zu der Tortur die Du durchmachen musst. Du gehst ja sogar zum Zahnarzt und versuchst das nicht zu vermeiden, wie viele das leider tun, bis es zu spät ist.

In deiner Situation würde ich versuchen einen anderen Zahnarzt für die Behandlung zu finden. Evtl. kannst Du auch deinen aktuellen Zahnarzt fragen ob er einen Kollegen dafür kennt. Wenn auch das alles nicht möglich ist frag nach Schmerzmitteln, wobei das wirklich keine gute Lösung ist. Nur bis zum 07.05 zu warten und die Schmerzen auszuhalten ist sicherlich auch keine Lösung.

Evtl. kann Richtung Schmerzmittel auch dein Hausarzt helfen. Auch den würde ich vorher nach einem anderen Zahnarzt fragen.

Es muss irgendwo einen Termin für einen Notfallpatienten geben.

Gruß

Ich denke auch, dass es schwierig wird die Schmerzen noch knappe zwei Wochen auszuhalten. Ich werde morgen früh nochmal zum Zahnarzt gehen und ihn auf mögliche Kollegen/ Methoden etc., ansprechen. Danke für deine schnelle Antwort zu dieser Uhrzeit.

Eine Spitzenresektion wird eher nicht als Notfall gemacht. Da würde man höchstens den Zahn extrahieren, oder die Dosis der Schmerzmittel erhöhen erhöhen.

@CSSHM

Das mag sein, aber zumindest würde versucht den Schmerz zu reduzieren. Den kompletten Zahn will heutzutage natürlich niemand verlieren, aber nach etlichen Tagen starker Schmerzen ... ist das auf einmal eine mögliche Lösung.

Gruß

@AldoradoXYZ

@Annrobot97

Und wie hast Du es nun gelöst? Ist es besser geworden?

Gruß

Der Fehler den der Zahnarzt gemacht hat ist, dass er den gekrümmten Kanal nicht vollständig behandelt hat und dann auch noch eine Wurzelfüllung gemacht hat, da sind Schmerzen vorprogrammiert, denn in dem Zahn befindet sich noch Leben. Um den Zahn schmerzfrei zu bekommen, muss er offen bleiben und mit einer vernünftigen Einlage wie Calxyl versorgt werden. Der gekrümmte Kanal muss mit einem Medikament oder mit speziellen Instrumenten geweitet werden. Ein erfahrener Zahnarzt oder Endodontologe könnte das machen. Gehe unbedingt zu einem anderen Zahnarzt und erkläre am Telefon oder direkt in der Praxis worum es bei Dir geht und dass Dein vorheriger Zahnarzt Probleme hatte den Zahn schmerzfrei zu bekommen. Schreibe Dir bitte auf, welche und wie viele Schmerzmittel Du bisher genommen hast und lege es dem anderen Zahnarzt vor, damit er Dir etwas geeignetes verschreiben kann. Evtl. sollte auch der Termin für die Wurzelspitzenresektion verschoben werden, das hängt davon ab, ob der Zahn bis dahin entzündungsfrei ist, denn nur dann darf die Wurzelfüllung gemacht werden.

Du solltest heute auf alle Fälle noch einmal zu Deinen ZA gehen. Es ist unzumutbar für Dich, daß Du die Schmerzen so lange aushalten mußt.

Wenn der ZA nicht die Wurzelkanäle bis zur Wurzelspitze aufbereiten und desinfizieren kann - das ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung - dann soll er Dich zu einem Endodontologen überweisen. Ein Endodontologe ist ein ZA, der sich auf Wurzelkanalbehandlungen spezialisiert hat und auch über das richtige Instrumentarium verfügt, um eine Wurzelkanalbehandlung lege artis durchzuführen. Gute Besserung.

Hallo,

das ist natürlich sehr unschön. Leider ist es bei gekrümmten Kanälen eben nicht ausgeschlossen, das genau dies passiert. Und das Du nach der ersten Eröffnung die Beschwerden nicht hattest, liegt i.d.R. daran, dass nur sehr undicht verschlossen wird - es baut sich also kein entzündungsbedinter Druck auf, da dieser nach oben entweichen kann. Von einer Fehlbehandlung ist hier also nicht auszugehen.

Dennoch zwei Tipps:

  • Vorsicht mit Paracetamol !!! Paracetamol ist ganz nett, aber leider stark lebertoxisch, die letale (also tödliche) Dosis, liegt hier bei etwa 6000 mg / d. Die schwer leberschädigende Dosis liegt aber schon geringer. Also bitte streng nach Anweisung des ZA einnehmen
  • Sprich deinen ZA nochmal auf die Schmerzmedikation zur Überbrückung an. Paracetamol ist hier schlicht nicht ausreichend. Als maßvolle Steigerung wäre hier Contraneural (Paracetamol + Codein) oder Metamizol zu nennen, als nächster Schritt können auch durchaus Präparate wie Tilidin oder Tramadol notwendig werden. Ich komme zwar aus der Medizin und nicht aus der Zahnmedizin - aber in der Universitätszahnklinik waren das gerne genommene Präparate im zahnärztlichen Notdienst.

Gute Besserung!

Du empfiehlst Metamizol und hältst offenbar nichts von der Tendenz, es zu verteufeln?

@derdorfbengel

Nein, ich finde Metamizol ein ausgezeichnetes Medikament. Gut, die Option einer Agranulozytose ist natürlich unschön, mir selbst wäre solch ein Fall aber nie untergekommen. Vielleicht kommt das noch, vielleicht ändere ich dann ja meine Meinung, aber bisher bin ich der Ansicht, dass unter den Nichtopioiden Metamizol immer noch das potenteste Mittel ist.

NUR 1 Möglichkeit: WECHSELE DEN ARZT. Ich kenne das, hatte eine vereiterte Backe (Zyste). Seit 3 Jahren habe ich eine provisiorische Füllung aus Angst vor Zahnarztfehlern. Halt die Nase steif und gute Besserung.

Total hirnrissiger Kommentar. Wenn ein gekrümmter Wurzelkanal vorliegt, kann der ZA diesen nicht komplett sondieren, es gibt als das Risko, das etwas in der Spitze des Kanals verbleibt, und das macht exakt diese Beschwerden. Möglichkeit ist da die Wurzelspitzenresektion - und diese muss geplant durchgeführt werden, da es ja nun doch ein etwas größerer Eingriff ist.

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