Meiner Meinung nach habe ich die Schweigepflicht nicht verletzt

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Das war keine Schweigepflichtverletzung sondern einfach nur indiskreter Tratsch. Als Arzthelferin solltest Du wissen das man über so ein Thema nicht mit dritten spricht und so Vertrauen mißbraucht. Wegen Schweigepflichtverletzung brauchst Du Dir keine Kopf machen, aber ein klein wenig mehr Einfühlungsvermögen und Diskretion wären nicht schlecht.

Schreib einen Brief und entschuldige Dich für Dein indiskretes Geplapper.

Ich werde gleich zu ihr gehen, und mich bei ihr entschuldigen. Ich habe auch schon überlegt, den Kontakt ganz abzubrechen, denn ich habe ja wirklich Mist gebaut. Ich möchte die beiden auch bitten, nicht zu meiner Chefin zu gehen, ich werde selber mit ihr darüber reden. Vielleicht sollte ich die Praxis wechseln. ?

@Document

Man kann Fehler machen und wenn man dann auch dazu steht, sollte es keine Probleme mehr geben.

Ich kann Deinen Chef nicht einschätzen, aber eigentlich hat jeder eine zweite Chance verdient. Deine Bekannte könnte allerdings für länger mal nichts mehr mit Dir zu tun haben wollen.

Wenn Du aus der Geschichte etwas gelernt hast, hatte das ja auch Sinn und das sollte Dein Chef erkennen ;-)

@SisterSue

Ich habe ihr gerade einen langen Brief geschrieben, in dem ich mich bei ihr entschuldige, und auch meinen unverzeihlichen Fehler eingestehe. Ich habe sie auch gebeten, nicht zu meiner Chefin zu gehen, das mache ich selber. Klar, kein einfacher Gang, in solchen Sachen bin ich leider Gottes auch eine Schissbuchse. Ich habe ihr auch geschrieben, das ich den Kontakt abbrechen werde.

Da dir bis zu seinem Anruf nicht bekannt war, das seine Frau bei euch in Behandlung ist, kann man dir schwerlich eine Verletzung der Schweigepflicht vorwerfen. Dumm gelaufen. Du solltest für dich die Daten über die (zufälligen) Gespräche notieren und Stichpunkte dazu schreiben. Ansonsten abwarten. Da wird wohl nichts nach kommen.

Das kann man glauben, oder auch nicht.

Also, sie hats dir erzählt, als du noch nicht in dieser Praxis warst. Du hast es aber weitererzählt, während du dort schon angestellt warst. Du wusstest, dass sie Patientin ist und kennst ihre Geschichte auch ohne Karte. Du hättest ab dem Tag der Einstellung sofort umdenken müssen. Es ist oft schwer, Berufliches von Privatem zu trennen, aber ich denke du hast dir da einen groben Schnitzer geleistet und wirst sicher nicht ungeschoren davonkommen.

Dann werde ich gleich zu der Bekannten, und mich bei ihr entschuldigen. Soll ich denn die Praxis wechseln ?

@Document

Entschuldigen ist eine gute Idee. Und dann sprich mit deinem Chef. Die Praxis zu wechseln halte ich für übertrieben (und als ob das auch so einfach wäre).

@Socat5

Das ist wahr, ich bin ja auch froh, wieder in der Praxis zu arbeiten. Ich war viel zu lange raus.

Meiner Meinung nach haben Sie die Schweigepflicht durchaus verletzt. Solche sehr persönlichen Informationen gibt man nicht weiter, gleichgültig woher sie kommen, erst recht nicht als Arzthelferin - so viel Gefühl müsste man in dem Beruf dafür schon haben. Sie sollten sich schnellstens bei der Betroffenen entschuldigen, vielleicht sieht sie bzw. ihr Mann dann von einer Meldung ab. Wenn nicht, dürfte es eine Abmahnung geben. Grundsätzlich: Solche im Vertrauen erzählten Dinge darf man nicht weitererzählen -- schlimm, dass Sie das nicht wissen!

Soll ich denn einen Brief schreiben, oder persönlich hingehen. Ich kann mich am besten schriftlich ausdrücken. Und soll ich die Praxis wechseln ?

Als Arzthelferin soltest du wissen, dass man über den Gesundheitszustand anderer Leute NICHT ZU REDEN HAT.

Wie du an diese Information geommen bist, ist dabei unerheblich. Wenn der Ehemann sich in der Praxis beschwert, ist das Vertrauensverhältnis grob gestört und du bist deinen Job los.

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