Meine Mutter hat Knoten in der Brust

5 Antworten

Meine Mutter ist auf den Tag genau vor 2 Jahren auch an Brustkrebs verstorben. Sie hatte bzw hat auch 3 Enkelkinder. Versuch einfach für deine Mutter da zu sein. Wenn sie ihre Ruhe möchte, dann lass sie. Wenn sie reden möchte, dann hör ihr zu. Aber diese "Keine Lust mehr am Leben" hatte meine Mutter auch :o( Sie hatte einfach nur noch Schmerzen und wollte nicht mehr leben. Wie sich heraus stellte, hatte sie auch Metastasen in der Leber, Lunge, Nieren, Blase, Wirbelsäule...Einfach überall :o( Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen, das es bei euch nicht so endet.

Du musstest erfahren, was es heißt, seine Mutter zu verlieren. Aber Du weißt offensichtlich auch, dass es egoistisch gewesen wäre, sie um jeden Preis noch zu behalten, und wäre es nur um ein halbes Jahr länger gewesen. Du hast es geschafft, ihr die Ruhe zu gönnen. Das ist wohl der einzige Trost, den man selber hat, wenn ein geliebter Mensch geht, der einfach nicht mehr konnte.

@stechmoul

Ich habe sie nicht "gezwungen" zu kämpfen. Nie. Ich habe sie gesehen wie sie gelitten hat. Man ist hilflos. Und klar wünscht man sich das alles wieder so wird wie früher. Aber für sie war es nun mal das Beste. Und ich habe da auch niemals an mich gedacht als sie im KH lag. Ich habe immer nur gehofft und gebetet das es vorbei ist. Ich habe meine Mutter nie weinen sehen, aber sie dann so zu sehen unter Tränen. Das hat mir das Herz gebrochen. Klar ist es schwer einen lieben Menschen zu verlieren. Aber unter solchen Umständen sollte man auch an die kranke Person denken. Und das habe ich getan. Auch wenn es schmerzt.

@JaLePa

zig mal DH

da noch überhaupt nicht geklärt ist, ob die knoten gut- oder bösartig sind, würde ich jetzt erst einmal auf die endergebnisse warten. bestärke deine mutter etwas, unternimm doch z.b. mal einen schönen mutter - tochtertag. geht shoppen, glühwein trinken, über den weihnachtsmarkt oder wonach auch immer euch ist. außerdem würde ich an deiner stelle gemeinsam mit deiner großen schwester mal ein ernsthaftes wörtchen mit der kleinen schwester reden. es kann ja nicht sein, dass sie in solch einer zeit voll ungewissheit auch noch stress zu hause macht. das deine mutter jetzt sagt, sie will nicht kämpfen, das liegt sicher an den derzeitigen ängsten, die hinter dieser ungewissheit stecken. mache ihr etwas mut. oft reicht es schon, wenn du einfach nur für sie da bist, wenn sie jemanden zum reden braucht. auch sollte sie öfters mal ihre enkel sehen, allein schon wegen der ablenkung. alles gute euch

das problem liegt auch dabei das meine kleine Schwester die den Stress ja macht ne eigene Wohnung hat dort aber nicht hingeht weil sie keine Geld hat und da sie nicht weiß was sie alleine zuhause anstellen soll. Dann fährt sie mal lieber zu meiner Mutter und macht da Stress

@Andrea84

weiß eure kleine schwester denn, dass es der mutter derzeit nicht gut geht? denn das wäre schon wichtig, dass sie es weiß, evtl. ändert sich dann ihre einstellung und sie macht nicht unnötig mehr stress. wenn sie es weiß und dennoch ignoriert, klares wort mit ihr sprechen dass es so nicht geht. je mehr ihr seit, die auf sie einreden, umso eher wird sie es (hoffe ich) verstehen.

@KriLu

Sie hat mich überall geblockt. Sie hatte meiner großen Schwester geschrieben gehabt das Sie meine Mutter nicht brauche das Sie alleine klar kommt soweit ich von meiner großen Schwester weiß hat sie bei sich im MSN drin stehen das Sie keine Familie mehr habe nur noch Ihren Sohn

@Andrea84

das ist natürlich hart, aber irgendwie muss man doch an sie ran kommen... vielleicht über freunde von ihr? dass diese mal mit ihr reden? weil das ja echt kein entspannter zustand ist, das macht deine mutter ja am ende auch noch psychisch krank

So wie ich das hier einschätze, wird Deine Mutter nur bereit sein zu kämpfen, wenn sie einen Grund dafür hat. Seid Ihr also alle selbständig genug, um ohne sie Eurer Leben zu meistern, wird sie keinen Grund sehen. Wenn man sehr krank ist und Angst hat, dann wird man egoistisch. Dass sie Euch an sich fehlen wird, weiß sie sicher wohl, das reicht für sie aber nicht als Grund zum Kämpfen.

Wenn aber einer von Euch nicht ohne sie fertig werden kann, dann hat sie einen echten Grund. Haltet also nicht grundsätzlich jeden Stress, der Euch betrifft von ihr fern, Das hört sich unheimlich blöd an, aber sie muss ernsthaft gebraucht werden, damit sie Mut zum Kämpfen hat. Schließlich hat sie bereits 3 Kinder groß gezogen und ist auch ein Stück weit müde.

Allein die Vorstellung, die Brust zu verlieren, ist für sie selbst grausamer als für Euch. Damit muss sie schon allein fertig werden. Denn jeden Schmerz bekämpft man im Grunde ganz für sich allein. Die ureigensten Empfindungen kann niemand sonst - auch Ihr nicht - mit Ihr teilen. Schon dafür würde sie unvorstellbare Kraft gebrauchen. Die Chemo mit Ihren Nebenwirkungen empfindet sie dann nur noch als Quälerei. Sie hat noch nicht genügend Frauen erlebt, die das ganze geschafft haben und ein - den Umständen entsprechend - normales Leben führen. Vielleicht kannst Du eine Selbsthilfegruppe ausfindig machen in Eurer Nähe. Man muss nicht selbst betroffen sein. Auch Angehörige sind dort willkommen.

Ich verstehe Deine Sorge um Deine Mutter gut. Ich verstehe auch Deinen Frust wegen Deiner kleinen Schwester. Aber evtl. ist sie es, deretwegen Deine Mutter kämpfen würde, weil sie offensichtlich noch nicht ohne sie zurecht kommt.

Dass Deine Kinder nach der Omi rufen, heißt noch nicht dass sie sie brauchen. Natürlich ist es schön, seine Enkelkinder aufwachsen zu sehen, aber die Verantwortung dafür tragt ja ihr. Und das scheint ihr gut zu schaffen.

Wenn die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, gibt es aber noch die Hoffnung, dass die Knoten gutartig sind, Dann ist das zwar nicht schön, aber auch nicht lebensbedrohlich.

Meine Freundin hat mit vor nur 3 Wochen gesagt, sie müsse wegen Knoten in der Schilddrüse operiert werden. Hatte sehr viel Angst. Konnte die OP aber nicht mehr aufschieben, weil sie schon nicht mehr richtig schlucken konnte. 2 apfelsinengroße Knoten habe man ihr entfernt, aber sie waren gutartig. Nach nur 3 Tagen Krankenhaus war sie wieder zu Hause.

Ich wünsche Euch, dass es Eurer Mutter so gehen mag, wie meiner Freundin. Wenn nicht, dann wünsche ich Euch allen sehr viel Kraft. Zögert alle nicht, einen guten Psychologen - auch für Euch - zu Rate zu ziehen!

Ich habe 1 kleine 2jährige Tocher es war das erste Enkelkind was kam. Wenn meine kleine Schwester mal in ihrer Wohnung bleiben würde und nicht alle 3 Tage da aufschlagen würde und dann für Wochen da zu bleiben würde das ganze vielleicht anders aussehen wie jetzt. Dann würde sie Kämpfen und ich hätte die Angst jetzt nicht.

@Andrea84

Ich weiß nicht, ob du das ganz fair und richtig siehst. Ich habe auch zwei Kinder. Die beiden verstehen sich leider nicht besonders gut. Wenn sie Weihnachten hier aufeinander treffen, sitze ich wieder einmal auf einem Pulverfass, was jederzeit hoch gehen könnte. Aber ob Du es glaubst oder nicht, es ist das jüngere Kind, das chaotischtere, das mich noch Kraft zum Kämpfen finden ließe, obwohl auch dieses Kind bereits behauptet hat, dass es keine Familie mehr habe. Das ältere ist so vernünftig und selbstbewusst, das ich ihm sicher fehlen würde, aber nicht, um gut leben zu können. Es ist das jüngere Kind, das - obwohl schon 26 Jahre - noch immer nicht fest im Leben steht.

Mein Rat also nochmals: Mehr als der Stress Deiner kleinen Schwester belastet Eure Mutter Euer Zwist. Wenn Ihr ihr wirklich helfen wollt, begrabt ihn wenigsten vor ihr.

Übrigens schließe ich mich auch der Meinung von JaLePa an. Wenn ein Kampf aussichtslos wird, sollte man seine Energien anders nutzen, insbesondere aber den Willen des anderen respektieren, auch wenn es noch so schwer fällt. Das Schlimmste für Eure Mutter wäre im Moment allerdings, wenn Ihr Geschwister Euch gerade jetzt nicht mehr versteht. Tut also keine Geschwisterfehde auf in Eurer Not. Das belastet sie ungemein, ist aber kein Grund zum kämpfen, wie Du es Dir wünscht.

Erst mal würde ich ein bis drei ernste Worte mit der kleinen Schwester reden... Das kann ja wohl nicht sein, daß die sich zu Hause einnistet und Streß hat.

Und dann würde ich die Mutter nach Kräften unterstützen, ihr Optimismus vermitteln. Mach was Schönes mit ihr zusammen, zeige ihr so, daß Du sie gern hast und noch brauchst.

Vielleicht kannst Du auch mit ihr zusammen mal zum Arzt gehen - damit Du selbst etwas über ihre Möglichkeiten erfährst. - Es gibt auch Menschen, die nicht zuletzt aufgrund dessen, was sie bei anderen gesehen haben, die nicht ganz nebenwirktungsfreien Therapien einfach nicht auf sich nehmen wollen - schon gar nicht, wenn das unvermeidliche Ende dadurch auch nicht wesentlich aufgeschoben wird.

Wenn der Zustand schon sehr schlimm ist, müßt Ihr allerdings irgendwie dadurch. Dazu wünsche ich Euch viel Kraft.

Sprich Deine Mutter an, denn es belastet Dich ja. Versuch, Ihr Mut zu machen. So lange die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, solltet Ihr einigermaßen ruhig bleiben, auch wenn es schwer fällt. Das mit dem "Löffel abgeben" sagt sie sicher auch zum Selbstschutz. Das solltest Du nicht überbewerten.

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