Mein Pferd hatte nach einem Sturz auf der Weide einen Holzsplitter in der Stirn, den ich rausgezogen habe - kann das sich entzünden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Einfach beobachten. Die meisten Wunden heilen an der Luft ganz von selbst wieder und wenn nicht, kann man reagieren.

BITTE KEIN JOD VERWENDEN! Das mit dem Eiweißfehler habe ich glaub schon hunderte Male geschrieben, da will ich nicht weit ausholen, nur: Es wirkt nicht und verfärbt so, dass eine Wundbeurteilung unmöglich wird.

Wundspülung macht man am besten mit Kochsalzlösung, die man auch selbst herstellen kann: die 0,9%ige, die man vom Tierarzt bekommt, ist natürlich hoch sterilisiert und die Flasche so geschlossen, dass man nur mit einer spitzen Kanüle entnimmt, aber wie hält man einen Pferdekopf bitte steril? Also einfach einmal täglich die Wunde auswaschen. Ob jetzt 0,9%ig oder 1%ig ist dabei relativ egal. Gib zu 5 Gramm Salz einen halben Liter kochendes Wasser, füll das in eine saubere Flasche und schütte es entweder direkt auf die Wunde oder auf einen Lappen, mit dem Du die Wunde reinigst. Der Lappen fliegt anschließend in die Kochwäsche und das nächste Mal wird ein frischer genommen. Alternativ ist Prontoderm noch gut. Ist dasselbe wie Prontovet oder Prontosan, nur nicht doppelt sterilisiert, was ja beim Pferd auch wieder so eine Frage ist. Beim Menschen, dem man ein Pflaster drüber pappt, mag das sinnvoll sein, beim Pferd, das sich den Kopf, wenn die Wunde juckt, am Hintern vom Artgenossen oder am eigenen Fesselkopf reibt, eher überflüssig.

Und den Rest darf die Luft erledigen. Wenn was geschwollen ist, beim Pferd PAT-Werte prüfen und bei Werteausschlag muss der Tierarzt behandeln, weil die Medikamente, die es bei Entzündung braucht, nicht frei verkäuflich sind.

Danke, das werde ich tun :-)

Hallo, hatte neulich ein ähnliches Problem. Allerdings ein Loch in der Mitte der Stirn, also nicht allzu nah am Auge. (Wenn es sehr nah ist würde ich auch auf jedenfall den Tierarzt hinzu ziehen und mit jeglichen Salben etc. sehr vorsichtig sein!)

Ich habe die Wunde dann jeden Tag gereinigt und desinfiziert und eine Iodhaltige Salbe, die auch noch mal desinfizierend wirkt, drauf. In meinem Fall: Betaisadonna. Zusätzlich habe ich Traumeel gegeben, das ist homeopathisch, gibts in der Apotheke und man kann eigentlich nicht viel falsch machen. Bei nem 600kg Pferd habe ich jetzt 5 Tabletten am Tag gegeben. (Also Tabletten mit der normalen Dosis für Menschen) ansonsten, nicht kombiniert mit Traumeel, geht auch Arnika + Ledum. Zur vorbeugung gegen Entzündung kannst du eine Kytosalbe auftragen. Um den Heilungsprozess zu unterstützen können Ringelblumensalbe, allerlei Zinksalben oder Bepanthen helfen. Bei tiefen Wunden sind auch Beinwellhaltige Salben manchmal gut.

Aber natürlich nicht alles mischen :) und ggf. bei unsicherheiten den Tierarzt hinzuziehen! Und kein Aluspray auf offene Wunden!

Dann, wie die anderen schon geschrieben haben gut im auge behalten! Aber ich würde sagen, wenn dein Pferd jetzt die ersten drei Tage etwas druckempfindlich an der Stelle ist, heißt das nicht gleich dass es entzündet ist. Wird es allerdings schlimmer --> Tierarzt!

Alles Gute dir und deinem Pferd!

LG

Vielen Dank für deine Tipps! :-)

Die Salben würde ich nicht auf die Wunde geben, die verlangsamen die Heilung eher als sie zu beschleunigen, da hilft Luft mehr. Ja, ich weiß, sie Selbstheilung ist nicht allzu einfach, weil man einfach "helfen möchte", aber man muss immer im Kopf haben, dass Zeit und Luft im Vergleich zu anderem recht nebenwirkungsfrei sind. Zinksalbe trocknet die Wunde aus, Ringelblumensalbe und Bepanthen helfen bestenfalls, dass was rein pappt, was beim Wachsen von neuer Haut im Weg ist. Nimm Luft. Kostengünstig, nebenwirkungsfrei wie gesagt und rund um die Uhr verfügbar für's Pferd ;-)

Den Hinweis mit dem Aluspray unterschreib ich völlig. Das gehört irgendwie gar nirgends drauf.

Na klar kann sich das entzünden... Beobachte es gut. Wenn das Pferdchen gegen Tetanus geimpft ist, du die Wunde (wenn sie auch nur ach so klein ist) gut gesäubert und desinfiziert hast, sollte eigentlich nichts passieren. Ich habe für solche Fälle immer alles im Stall. Und gerade für Wunden am Kopf, habe ich eine spezielle Salbe vom TA, die desinifiziert und danach fest wird. Ich sage immer "Pflastersalbe". Sie fällt quasi ab, wenn die Wunde zugeht und bleibt so lange drauf. Ist echt super das Zeug!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – 25 Jahre Reiterfahrung / 15 Jahre eigene Pferde

Das hört sich echt gut an. Wenn du mir sagst wie das Zeug heißt, kann ich unseren Tierarzt ja mal fragen :-)

@LillyHorseLove

Gute Frage nächste Frage... ich schaue später mal im Stall nach :-)

@LillyHorseLove

Würde mich auch interessieren wie die heißt, hört sich sehr gut an!

@44BiGLBiGL44

Für Menschen mit Wundmanagementausbildung hört sich diese "Salbe" gar nicht gut an. Haben leider die wenigsten Tierärzte. Entsprechend treibt auch jodhaltiges immer noch sein Unwesen in den Tierarztautos.

@44BiGLBiGL44

Socatyl :-) Habe nachgesehen. Bisher hat diese Salbe bei mir immer Wunder gewirkt. Die Wunde verschlossen, dass kein Dreck reinkommt, aber trotzdem noch atmen kann und desinfiziert.

@Cori1005

Ich habe bisher damit ALLE Wunden sofort in den Griff bekommen. Die Salbe desinfiziert, reinigt, schützt die Wunde vor Dreck, lässt aber trotzdem genug Luft dran und fällt ab, sobald sich neue Haut bildet. Wüsste jetzt nicht was daran so schlecht ist. Und glaube mir... habe einen Selbstzerstümmler und die Salbe ist SEHR oft im Einsatz. Aber so macht jeder seine Erfahrungen :-) Ich persönlich kann sie nur empfehlen!

@Baroque

Ich habe bisher damit ALLE Wunden sofort in den Griff bekommen. Die Salbe desinfiziert, reinigt, schützt die Wunde vor Dreck, lässt aber trotzdem genug Luft dran und fällt ab, sobald sich neue Haut bildet. Wüsste jetzt nicht was daran so schlecht ist. Und glaube mir... habe einen Selbstzerstümmler und die Salbe ist SEHR oft im Einsatz. Aber so macht jeder seine Erfahrungen :-) Ich persönlich kann sie nur empfehlen!

@Cori1005

Kann unseren Tierarzt ja bei Gelegenheit mal fragen :-)

@Cori1005

Ich sehe einige mit Socatyl versorgte Wunden. Aber im langjährigen Mittel ist auf unseren "luftgeheilten" und täglich gereinigten Wunden schneller wieder Fell als auf den Socatyl-Wunden. Klar muss man selber wissen, was man macht, aber wenn etwas schneller UND unaufwändiger ist als etwas andere, bevorzuge ich das einfach irgendwie.

Dabei natürlich immer davon ausgehend, dass die Wunde einer normalen Wundheilung unterliegt. Socatyl war eine antibiotische Salbe, das heißt, wo es nicht nötig ist, hat man schon wieder unnötigen Einsatz von Antibiose. Das würde ich mir bei der Resistenzlage zweimal überlegen. Es war auch verschreibungspflichtig, also eben das Medikament, das man bekommen hat, wenn es zu Komplikationen in der Heilung kam und nicht die normale Heilung vorgelegen hat. Aber darüber müssen wir nicht weiter nachdenken, Socatyl ist nach meiner letzten Information nicht mehr am Markt.

Ich bin kein grundsätzlicher Antibiose-Gegner. Wenn es zu einer Entzündung kommt, ist es oftmals nötig, wenn auch Tier und Umwelt belastend. Aber ich bin Gegner von unnötiger Antibiose, zumal die dann auch keine schnellere Heilung bringt, sondern eher verlangsamt. Der Antibioseanteil hat dann keine Wirkung, da eben auch nichts da ist, was er bekämpfen könnte und der Fettanteil bremst die Heilung aus.

Selbstverständlich kann sich das entzünden. Ist wie jede andere Wunde auch.
Auch wenn die Wunde noch so klein ist, würde ich auf alle Fälle aufpassen das sie immer sauber ist bzw regelmäßig sauber halten und beobachten, ich selbst habe in meiner Stallapothe zum Reinigen ein Jodshampoo und die entsprechende Salbe dazu.
Wird es warm, oder schwillt etwas an oder das Pferd wird Druckempfindlich "spätestens" dann dan Tierarzt holen.
Aber es weis ja auch keiner wie groß das Teil war was Du raus gezogen hast bzw ob noch was drin steckt!
In der Augengegend würde ich allerdings nicht lange selbst rum tun. Augengegend da bin ich schon immer vorsichtig!!

Es war nicht sehr groß, aber genau wie du bin ich bei so etwas sehr vorsichtig. Ich werde es jetzt einfach beobachten.

Gut desinfizieren und beobachten. Bist Du sicher, dass der Splitter vollständig entfernt wurde? Dann ist die Chance groß, dass es problemlos abheilt, wenn man es vor Dreck schützt.

Ungeklärte Lahmheit beim Pferd?

Liebe Community!

Mir ist natürlich klar, dass man übers Internet keine Ferndiagnosen stellen kann und es sind auch bereits 3 TÄ dran sowie ein Termin in der Klinik vereinbart, falls wir bis dahin keine Diagnose haben. Mir geht es rein um mögliche Ideen - vielleicht kann ja noch jemand einen Tipp abgeben. Bin langsam am Verzweifeln...

Zum Problem: mein 5-jähriges Pferd geht seit 4 Wochen vorne rechts ganz plötzlich wie aus dem Nichts lahm. Die ersten Tage deutliche Lahmheit im Schritt, belastete im Stehen kaum. Verdacht lag auf Hufabszess, da Huf an einer Stelle wärmer sowie Pulsation, auch das Gangbild passte dazu. Er bekam einen Sauerkraut-Verband und innerhalb weniger Tage ging er deutlich besser, sodass man im Schritt die Lahmheit kaum mehr sah. Im Trab nach wie vor eindeutig. 1,5 Wochen lang ging trotz Hufverband nichts auf und auch TA, Schmied und Hufbearbeiter konnten kein Abszess finden, auch auf das Abtasten mit der Hufzange zeigte er nichts an.

Wir ließen den Hufverband erstmals wieder weg und er ging einen Tag mal besser, einen Tag mal schlechter. Er reagiert auf Druck am Fesselträger, Ultraschall von Fesselträger und Sehnen brachte aber kein Ergebnis. Röntgenbilder würden vom ganzen Huf bis zum Karpalgelenk hinauf gemacht, alle unauffällig.

Er bekam Schmerzmittel und Entzündungshemmer, um eine mögliche Entzündung zu bekämpfen, er ging aber trotzdem tendenziell schlechter. Allerdings nach wie vor schwankend, mal besser, mal schlechter.

Diese Woche wurde der Huf schließlich geblockt und sobald der Bereich unterhalb des Hufgelenks schmerzfrei geschaltet war, ging er lahmfrei - das Problem liegt also sicher in diesem Bereich, aber niemand hat mehr wirklich eine Ahnung, was es sein könnte...

Es macht übrigens keinen Unterschied, ob er Boxenruhe hat und sich nicht bewegt, oder ob er mit den anderen im Offenstall steht umd natürlich je nach Lust und Laune spielt jnd umherwandert - beides getestet. Hufe werden seit 2 Jahren von derselben Hufbearbeitetin gemacht und er ging immer absolut problemlos über jeden Boden - Hufe sehen auch top aus...

Irgendjemand noch Ideen, was das sein könnte bzw. was wir noch abklären könnten? Ich fahre natürlich mit ihm in die Klinik, falls wir so nichts finden, nur leider ist erst in frühestens 2 Wochen ein Termin frei...

Wäre euch über jeden Tipp dankbar!

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