Medizinische Schreibkraft - welche Kenntnisse braucht man?

3 Antworten

Sorry, aber ich muss mich dazu auch mal melden. Ich arbeiten seit 20 Jahren als Arztsekretärin mit einer Anschlagszahl von über 500 in der Minute. 250 Anschläge sind der Mindeststanddard an eine Schreibkraft, Kenntnisse der medizinischen Nomenklatur lernt man durch jahrelange Tätlange Tätigkeit in diesem Bereich. Ein gewisses medizinisches Interesse sollte schon vorliegen, um Zusammenhänge besser zu verstehen. Ich denke, ein Job als medizinische Dokuassistentin wäre eher das richtige für dich, lass sich dazu umschulen, der Verdienst ist besser und gute Kodierer werden immer gesucht. Viel Glück und Gruß aus Magdeburg

Hallo Eisblume 2009,

als med. Schreibkraft solltest Du nicht nur schnell und vor allem richtig schreiben können, sondern schon auch die medizinische Fachterminologie beherrschen. Ein paar Grundkenntnisse in Latein und Englisch sind auch sehr hilfreich, da die älteren Begriffe aus dem lateinischen, die neueren Begriffe aus dem englischen abgeleitet werden.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch ein Grundwissen der Medizin hilfreich ist, denn auch Ärzte machen Fehler. Wenn dann an den Tasten jemand sitzt, der weiß, über was da gerade geschrieben wird, können viele schlimme Fehler verhindert werden.

Der Kurs zur Ernährungsberaterin kann hilfreich sein, um ein paar erste Einblicke zu bekommen - hängt vom Aufbau des Kurses ab. Speziell zur med. Schreibkraft gibt es (noch) keine spezielle Ausbildung. In der Kursdatenbank des Arbeitsamtes gibt es aber so einige Fortbildungskurse für med. Schreibkräfte. Such sie Dir raus, druck sie aus und nimm sie mit zu Deiner Beraterin - Stichwort Bildungsgutschein...

Als med. Schreibkraft kannst Du nicht nur in Praxen und Kliniken arbeiten. Es gibt in Deutschland auch einige Firmen, wo Du - zumindest als Minijobber - von zuhause aus arbeiten kannst.

Man braucht sehr gute Rechtschreibkenntnisse und Interesse und ein wenig Verständnis für Medizin, denn letztlich kann man nur gut schreiben, was man versteht. Das kann man sich aber dann durchaus aneignen. Ich bin Buchhalterin und habe auch schon als medizinische Schreibkraft gearbeitet. Der Anfang ist hart, aber mit ein bisschen Auffassungsgabe kriegt man schnell raus, wie sich das zusammensetzt.

Der Verdienst ist sehr unterschiedlich, je nachdem, wo du arbeitest, Großstadt oder Provinz. Du kannst auch bei Krankenhäusern anfragen, ob die jemanden bräuchten, der extern Arztbriefe schreibt, z.B. in der Urlaubszeit. Dann kannst du dir auch schon mal erste Kenntnisse in der Nomenklatur aneignen. Dann läuft der Verdienst auf Seitenbasis.

Insgeamt ist das Gehalt für Medizinische Schreibkräfte nicht gerade üppig, aber es gibt schlimmere Jobs.

ja immerhin besser als zuhause irgendwo Däumchen zu drehen. Ich müsste das also den Leuten irgendwie plausibel machen. Ich wohne in einer Groß- und Hauptstadt und wir haben etliche Kliniken, Arztpraxen und ich bin nur deswegen drauf gestoßen, weil ich halt sehr gut und schnell schreiben kann (die letzte Messung war 250 Anschläge in der Minute) aber mittlerweile 10 Jahre her und da ich endlich mal was Vernünftiges finden möchte und ich mich mit Medizin auch gerne auseinandersetzen kann und will, wäre das auch erst mal so ein Einstieg denke ich. Extern heißt auch soviel, das man evtl. die Arbeit mit nach Hause nehmen kann? Wäre bei mir natürlich auch überhaupt kein Problem, da mein Compi supi gut ausgerüstet ist mit allem.

@Eisblume2009

Naja, das Problem ist weniger der Computer, sondern, wie die Diktate zu dir kommen. Entweder arbeiten die Kliniken nach dem alten System, kleine Kassetten und so eine Art Kassettenrekorder. Wenn du Glück hast, stellt die Klinik dir das Gerät, denn es kostet locker 200 Euro. Oder die Dateien sind digitalisiert, wie das läuft und ob das möglich ist, muss man im Einzelnen abklären.

ja, extern heißt prinzipiell du arbeitest zu Hause. Vorteil für die Klinik, gerade bei Anfängern ist, dass es ihnen egal ist, wenn du 3 Stunden am ersten Brief sitzt ;o) Ich würds einfach mal versuchen. Auch manche Praxen, z.B. Psychologen schreiben lange Gutachten, eventuell kannst du dort bei ambulanten Praxen anfragen. Da ist auch die Nomenklatur nochmal ne Runde einfacher.

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