Medikamente statt Psychotherapie?

6 Antworten

Such dir einen anderen Therapeuten. Jemand der einfach aufgibt - sowas hab ich noch nie gehört.

Tut mir sehr leid für dich. Du könntest als Überbrückung auch auf die akut Station in einer Psychiatrie. Dort ist man höchstens 6 Wochen, und es wird einem erst Mal geholfen.

Alles liebe und gute Besserung!

Wie Ha100 schon schrieb, du solltest dir einen neuen Therapeuten suchen!

Der hat ja rein gar nichts gebracht und jetzt lässt er dich einfach so stehen. Aber Ängste kann man eigentlich gut behandeln! Was ich damit sagen will ist, gib noch nicht auf, vielleicht hatte der Therapeut einfach den falschen Ansatz oder/und von seinem Handwerk einfach nix kapiert. Es wäre gut, wenn du die Ursache deiner Ängste herausfinden könntest. Dieser Versuch wäre vielleicht einen neuen Therapeuten wert. Bei mir war es bis jetzt immer so, dass das Symptom verschwand, wenn ich die Ursache herausfand/beheben konnte.

Das mit den Medikamenten finde ich ist keine so gute Idee. Ich meine, du könntest schon etwas planzliches z.B. Johanniskraut oder so nehmen, aber von wirklichen Beruhigungsmitteln rate ich dir ab. Die machen ziemlich schnell abhängig, dann hast du zusätzlich zu deinen Ängsten noch eine Medikamentenabhängigkeit, welche bei Entzug in der Regel widerum zu mehr Ängsten führt. Und Antidepressiva kannst du auch nicht ewig nehmen, das schädigt irgendwann den Körper.

Du kannst mit Medikamenten eine Zeit lang unterstützen, aber diese heilen nicht und sind nichts für die Ewigkeit. Du musst psychisch (auch) dranbleiben.

Hast du eine Ahnung wo deine Ängste (welche überhaupt), herkommen könnten?

Ich denke, das hat mit meinem fehlenden Selbstvertrauen zu tun.

@Muschel287

Dann solltest du herausfinden (oder vielleicht weißt du es schon), woher dein fehlendes Selbstvertrauen kommt und daran arbeiten, dann wird das mit den Ängsten bestimmt auch besser. :-)

Vielleicht hattest du viele negative zwischenmenschliche Erfahrungen in der Kindheit oder/und wurdest anderwertig erniedrigt? Oder Misserfolgserlebnisse?

@FrauGymnasium44

Ist es nicht die Aufgabe des Therapeuten, genau dieses herauszufinden? Was soll ich noch mehr tun, als über meine Kindheit zu sprechen und ihm sagen, wann ich wieder Ängste bzw. Panikattacken hatte?

@Muschel287

Nein, mehr kannst du nicht tun. Eigentlich wäre es der Job des Therapeuten, da hast du vollkommen recht. Ich habe leider auch schon die Erfahrung gemacht, dass ein Therapeut einfach absolut nichts brachte. Ich glaube es wäre einfach das Beste, einen neuen zu suchen und dein Glück erneut zu versuchen. Vielleicht denkt ein anderer ja mehr nach als dein aktueller. Vielleicht kannst du dich ja an den Auslöser all der Ängste gar nicht bewusst erinnern, nur dein Unterbewusstsein 'warnt' dich die ganze Zeit. Ein guter Therapeut sollte auf die Idee kommen, dass das auch noch sein könnte und die richtigen Fragen stellen. (Und dich darüber aufklären.) Stichwort unbewusstes/verdrängtes Trauma. Es muss natürlich nicht sein, aber eine Möglichkeit besteht natürlich. Ich ziehe das bei mir momentan auch in Betracht, das würde einiges erklären. Ich finde, heutzutage wird zu wenig Ursachenforschung (auf Seiten der Fachleute) betrieben, alles läuft auf Symptombehandlung hinaus. Ich komme bei mir selbst auch gerade nur deshalb langsam auf einen grünen Zweig, da ich inzwischen viele Informationen aus dem Internet gesammelt habe. (Therapeut und Psychologin haben null kapiert.) Aber eigentlich sollte das ein bisschen anders laufen.

- Das wäre der Job des Therapeuten. Deshalb sage ich dir, probiere es nochmal und ich wünsche dir wirklich von Herzen, dieses Mal einen kompetent(er)en zu finden. Denn manchmal kommt man auch mit dem Internet nicht mehr weiter, da muss ein kompetenter Mann (oder Frau) her. Viel Glück.

@FrauGymnasium44

Ja. Das Problem ist auch, dass ich diejenige bin, die redet und er hört zu. Damit komme ich schlecht klar. Mit der vorherigen Verhaltenstherapie ging es mir besser.

@Muschel287

Oje, ja, das finde ich auch nicht so gut, wenn man die ganze Zeit nur selbst redet. Denn da lernst man eben nichts Neues. Man hat nicht das Gefühl, zu kommunizieren, sondern einen Monolog zu halten. Das könnte man allerdings auch zu Hause mit der Wand tun. Davon hat man nichts. Du brauchst einen anderen Therapeuten, der scheint echt schlechte Arbeit zu machen.

SSRI plus Therapie beibehalten bringt die besten Ergebnisse! Evtl. kurzzeitig Benzodiazepine (Dikalium Clorazept 5-10mg oder Prazepam 10-20mg. Aber nur um die Spitzen unter Kontrolle zu halten und die Therapie erfolgreich abzuschließen. Die Dauer spielt hierbei nur eine sehr untergeordnete Rolle!

Benzodiazepine sind schlecht, aber wir haben leider keine anderen zuverlässliche Anxiolytika zur Hand. Alles andere ist schon seit Jahrzehnten obsolet. Abraten würde ich von sämtliche verfügbaren Neuroleptika oder noch schlimmer den alten H1 Blockern.

Vielleicht war es nur die falsche Therapie. Ich bin mit so einer klassischen Psychotherapie auch nicht weiter gekommen, das hilft nicht bei jedem.

Und was hast Du dann getan?

@Muschel287

Hab eine andere Therapeutin versucht, hat auch nicht geklappt, dann hab ich das ganze erstmal abgebrochen, hab nur die Medis weitergekommen und dann hat sich bei mir privat einiges geändert, was bei mir geholfen hat.

Meines Wissens nach machen Antidepressiva gegen Angstzustände keine Rausch Zustände...

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