manche vermeiden es, obst und gemüse mischen - wieso?

8 Antworten

Es gibt keine harten naturwissenschaftlichen oder botanischen Kriterien für die Definition und Abgrenzung von "Obst" und "Gemüse".

Laut Wikipedia ist

Obst ein Sammelbegriff der für den Menschen roh genießbaren meist wasserhaltigen Früchte oder Teilen davon (beispielsweise Samen), die von Bäumen, Sträuchern und mehrjährigen Stauden stammen.

Gemüse sind meist Lebensmittel aus anderen Pflanzenteilen als den Früchten, die von einjährigen Pflanzen stammen.

Es gibt auch roh verzehrbare Früchte, die gemeinhin zu den Fruchtgemüsen zählen (Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Auberginen), wohl wegen des geringeren Zuckergehalts, und weil sie von einjährigen Pflanzen stammen.

Andererseits gibt es auch den zum Obst zählenden Rhabarber, der keine Frucht ist, sondern bei dem die Pflanzenstiele verzehrt werden.

Es gibt keinen vernünftigen kulinarischen oder ernährungsphysiologischen Grund, warum man Obst und Gemüse nicht mischen sollte.

Einige Menschen trennen süße Gerichte (mit Obst) und deftige, salzige Gerichte (mit Gemüse). Aber anderen Menschen schmecken solche Kombinationen sehr gut.

Man kann die gemeinhin zu "Obst" zählende Früchte auch kochen und in deftigen Gerichten einsetzen, z.B. Äpfel oder Birnen in Hähnchencurry, "Birnen, Bohnen und Speck" und unzähligen anderen Rezepten. Auch Ananas wird sehr häufig in warmen Gerichten in Kombination mit Fleisch eingesetzt.

In vielen Salaten werden Obst und Gemüserohkost gemischt. Sehr beliebte Obstsorten für solche Salate sind Äpfel, Mandarinen und Ananas.

Keine Ahnung ob du es in deiner Frage darauf beziehst, ABER: Lebensmittel werden unterschiedlich lang/schnell verdaut. Wasserreiches Obst ist am schnellsten verdaut. Danach nicht so wasserreiches Obst, Gemüse, Getreide.... Und Fleisch braucht am längsten.

Ich mische es zB nicht und esse oft Monomahlzeiten. Ich esse morgens Obst, mittags Gemüse und abends meist auch Gemüse + Sprossen + Nüsse.

Wenn man abends zB Obst ist und vorher beispielsweise Fleisch gegessen hat, kann das Obst nicht so schnell verdaut werden, wie es am besten wäre und es kann anfangen zu gären und das kann zu schlechtem Schlaf oder Magen-Darm-Problemen führen. Oder zum aufstoßen, pupsen, Magengrummeln etc.

ja, dass es nicht sinnvoll ist, ein steak zu essen und hinterher bananensaft zu trinken, sondern lieber umgekehrt, ist mir bekannt. aber warum wird ausgerechnet ein hikhak um obst vs gemüse gemacht? diese mischung ist ja noch am wenigsten problematisch. obst ist grob geschätzt nach 20 minuten und gemüse vllt 40 minuten verdaut. dann liegt halt das obst 20 minuten länger als nötig im magen rum. aber wenn ich zuerst blätterteig und anschließend wassermelonen esse, sieht die rechnung viele größenordnungen verheerender aus. ich frage mich, warum ausgerechnet um das mischen von obst&gemüse so ein gewese gemacht wird und ob das so etwas wie einen sinn hat.

Von der Sinnhaftigkeit von Monomahlzeiten habe ich kaum je etwas gehört, und auch nicht davon, dass man bei der Reihenfolge des Verzehrs bestimmter Nahrungsmittelgruppen etwas Besonderes beachten sollte.

Ich denke, dass es vollkommen in Ordnung ist, nach einer Komplettmahlzeit mit einer Basis aus Stärkelieferanten (Kartoffeln, Nudeln, Reis), einer eiweißliefernden Komponente (Fleisch, Fisch, Eier, Mlichprodukte) und Gemüse als Lieferant von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzeninhaltstoffen, einen obsthaltigen Nachtisch zu verzehren, der wiederum Vitamin C, Ballaststoffe und Zucker (für die Energie und fürs Gemüt) liefert.

Durch den Verzehr von Obst habe ich noch nie einen schlechten Schlaf oder Margen-Darm-Probleme bekommen.

Nur, weil man von etwas noch nichts gehört hat, bedeutet es nicht, dass es nicht so ist.

Jeder Tier in der Natur verfolgt das Prinzip der Monomahlzeiten (nur als Beispiel).

Und wenn man an einen gewissen Zustand gewöhnt ist und ihn als "normal" abtut, wird man nie erfahren ob es mit einem anderen System nicht evtl viel besser ist. :)

Aber du darfst dir ruhig solche Mahlzeiten reinziehen. :)

@LinaRaw

Danke für die Erlaubnis! 97 % der Menschen auf dieser Erde ziehen sich regelmäßig Kombimahlzeiten hinein. Aber sie könnten ja irren und sich alle unnötig quälen.

Wenn viele Tiere in der freien Natur Monomahlzeiten verzehren, könnte dies daran liegen, dass sie über kein System der Vorratshaltung verfügen.

Das ist falsch. Viele Menschen können sich Mischkost gar nicht leisten. Da besteht das Essen aus Reis mit Reis oder Hirse mit Hirse.

Nur weil wir an einen Zustand gewöhnt sind, heißt es nicht, dass es das Optimum ist. Die wenigsten Menschen setzen sich ernsthaft mit ihrem Körper auseinander oder sind in der Lage Reaktionen ihres Körper zu analysieren.

Und wenn du dich wohl fühlst und nie pupst, aufstößt oder Reflux hast, du dich nie schlapp oder "voll" nach dem Essen fühlst, immer perfekt durchschläfst, dann ist ja alles gut. Aber vielleicht weißt du auch einfach nicht, wie gut man sich eigentlich fühlen kann. ;)

Melone z.B. ist ein Gemüse.

Ich denke, es hat mit den Geschmäckern zu tun. Ich persönlich mag Ananas im Essen, viele Leute jedoch nicht. Sie mögen nicht süß mit salzig vermischt.

Ich würde mir keine Gemüsepfanne machen und da Erdbeeren reinschnippeln. Erdbeeren werden matschig, wenn sie warm sind.

Allerdings kenne ich Apfel im Kartoffelsalat.

Solange es dir schmeckt, kannst du mischen, wie du willst.

Z. B. grüne Papaya als Gemüse finde ich oberlecker und Ananas in süß-sauer darf auch nicht fehlen. Auch Jackfruit als Gemüse total lecker.

Probiers mal ne frische Ananas gaaaaanz leicht gesalzen.

Was Obst und Gemüse unterscheidet:
Obst ist mehrjährig und Gemüse ist einjährig.
Und es ist Geschmacksache, ob man es mischt.

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