lidrandgeschwür beim hund - womit alternativ behandeln?

5 Antworten

Hallo kokcinelo,

kann mir jemand verraten, ob es sinn macht, dieses mittel weiter zu verwenden,
bzw. wann man einschätzen kann ob ein homöopathisches mittel das richtige ist?

Homöopathika sind reine Placebos, also Scheinmedikamente.

Was Du mit diesen Tropfen also de facto machst, ist abwarten, bzw. das Geschwür mit etwas wäßriger Lösung von Alkohol abwaschen.

Eine dem Wirkstoff geschuldete gezielte Wirkung ist bei Homöopathika nicht zu erwarten.

Entgegen der Behauptung von Homöopathen ändert sich daran auch dann nichts, wenn Du auf ein Präparat umsteigst, aus dem auch wirklich noch die allerletzten Moldeküle des angeblich enthaltenen Wirkstoffes entfernt wurden. (D24/C12 und höher)

Hier nachzulesen

http://www.4pawsnet.de/Tierhomoopathie1.html

Ich persönlich würde Dir daher raten, das Geschwür regelmäßig Deinem Tierarzt zu zeigen und sich an seine Anweisungen zu halten. Dort sind Deine Chancen besser, dass Du ein Präparat bekommst, das eine gezielte Wirkung auf das Problem hat - jedenfalls dann, wenn angewendet wie verordnet.

Altermative Maßnahmen ohne nachweisbaren Nutzen sind eher ein zusätzlicher Stress für das Tier.

So lange "den kleinen herrn selbst stört das geschwür nicht" gilt, wird Dein Tierarzt nicht zur OP drängen.

Gerade aber wenn im Raum stehen sollte, dass sich das Geschwür unbehandelt ausbreiten wird, würde ich mich nicht auf Verfahren ohne Wirksamkeitsnachweis und eigenes Herumdoktern verlassen. Die Gefahr besteht, dass dadurch Zeit vergeht, über die Du Dich hinter ärgerst, dass Du sie ungenutzt verstreichen lassen hast.

Grüße und alles gute für den Wuff


danke für deine antwort, ute :)
ich habe noch keine rechte meinung zur homöopathie entwickelt & las den text des links interessiert.

Das Tier hat also ein Geschwür am Lid. Das beobachtet der TA. Tiere sind hart im Nehmen und die Natur hat gelernt, mit Vielem fertigzuwerden. Eine OP würde das Problem beheben, aber natürlich gilt es hier, abzuwägen. Viele Tiere werden mit Geschwüren recht alt, dein Hund hat ja auch schon ein rechtes Alter, was sehr schön ist. Du kannst also zusammen mit deinem TA das Geschwür beobachten (du schreibst ja, der Hund leidet nicht darunter). Was die bessere Alternative ist, solltest du in Ruhe mit deinem TA besprechen. Er kann besser als wir beurteilen, wie hoch die Risiken einer Vollnarkose etc. für ihn sind.

Was aber auf jeden Fall nur ein Abwarten darstellt, ist die Gabe von homöopathischen Mitteln, die keine Wirkstoffe enthalten. Die wirken, wenn überhaupt, lediglich beim Tierhalter. Auf das Tier haben diese keinen Einfluss, nicht mehr, als die Natur und die gesundheitliche Kondition des Tieres.

Der TA behandelt mit Cortison eine eventuelle Entzündung des Geschwüres und sorgt dafür, dass das Tier schmerzfrei ist. Globuli behandeln - nichts. Sie unterstützen lediglich die Wartezeit, indem sie dem Besitzer das Gefühl geben, irgendetwas getan zu haben. Genauso gut kannst du deinem Hund auch einen schönen Knochen geben - da hat er mehr davon. Globuli sind nur Zucker, und der Glaube daran, dass etwas wirken kann, was nicht vorhanden ist. Wir nennen das auch den "Placebo-Effekt". Was wirken kann, ist aber die robuste Natur des Tieres und die Zuwendung des Besitzers. Mehr ist das nicht.

Ich würde an deiner Stelle nochmals mit dem Tierarzt ein Gespräch führen - und vor allen Dingen eine Zweitmeinung eines anderen Tierarztes einholen. In Anbetracht des Alters des Hundes gilt es hier wirklich, dafür zu sorgen, dass er keine Schmerzen hat und dass das Geschwür nicht weitere Erkrankungen auslösen kann. Wenn dies ausgeschlossen werden kann, wäre das für mich schon die Entscheidung. Aber Zuckerkügelchen braucht kein Tier. Auch keinen anderen Hokus-Pokus durch einen Tier-Heilpraktiker, der überhaupt keine Ausbildung hat.

Alles Gute für Euch Beide!


danke auch für deine antwort, benny!
bzgl. der risiken wäge ich noch ab, auf jeden fall müßte eine blutuntersuchung voran gehen - zumindest das weiß ich jetzt ;)
zweite meinung einzuholen ist 'ne gute idee.

du schreibst hier von Deinem Liebling lediglich, dass es sich um einen Terrier handelt. Welche Art Terrier - Yorkshire-Terrier? Ist er reinrassig oder ein Terrier-Mix?

Ich frage das nur, um abschätzen zu können wie problematisch eine Narkose für Deinen Hund wäre.

Ich gehe mal davon aus, dass Du schon länger mit Deinem kleinen Liebling bei diesem Tierarzt bist, so dass dieser die Konstitution Deines Hundes gut kennt und daher auch das Risiko einer OP einschätzen kann.

Frag doch mal den Tierarzt, ob eventuell auch eine örtliche Betäubung möglich wäre, oder ob es unbedingt eine Vollnarkose sein muss.

13 Jahre ist für einen Hund durchaus ein Senior-Alter. Bei Yorkshire-Terrier spielt das aber keine so große Rolle, weil sie aufgrund ihres geringen Gewichts auch älter werden können. Da ist dann auch die Dosis der Narkose weitaus geringer.

Ich denke, dass Du am besten bedient bist, wenn Du mit  Deinem Tierarzt kooperierst und Vertrauen in ihn hast, denn ihm ist sicher auch daran gelegen, Deinen Hund noch möglichst lange als einen Patienten zu haben, bei dem lediglich die normalen jährlichen Untersuchungen und Impfungen vonnöten sind.

Ich war bis vor einiger Zeig auch Hundebesitzerin und kann Deine Sorgen durchaus verstehen. Wäre ich an Deiner Stelle würde ich mich auf jeden Fall dem Tierarzt vertrauen und mein Tier nicht noch längeren Qualen aussetzen, die durch eine nicht fachgerechte Behandlung entstehen.
Und dazu zählt eindeutig die homöopathische Variante, die absolut keine Alternative für Deinen Hund darstellt, sondern lediglich das Leiden verlängert!

Ich wünsche Deinem Liebling alles erdenklich Gute und ich halte Euch Beiden die Daumen, dass Ihr das alles bald gut überstanden habt.

LG
Adlerblick

der kleine ist ein jack russell, wiegt ca. 10 kg, ist muskulös & agil, beim abhören des herzens war immer alles prima - blut mußte noch nie untersucht werden & narkose kennt er auch nicht.
wir sind glücklicherweise kein dauergast & er bekommt nur 2-jährig eine tollwutauffrischung, deshalb kennt die tierärztin ihn nicht wirklich.
er leidet nicht unter dem geschwür.
vollnarkose könnte über inhalation gegeben werden, müßte aber auf jeden fall gemacht werden - wenn der irgendwie zappelte würde das ja sonst richtig fies "ins auge gehen"...
auf jeden fall hab ich im netz die info gefunden, daß eine bestimmung der nieren- & leberwerte vor einer narkose sehr sinnvoll ist um risiken abzuschätzen ( da weisen wohl längst nicht alle drauf hin^^ ), das nimmt mir etwas sorge.
danke dir, adlerblick & lg zurück :)

Wenn ich Dir als Humanmediziner einen Rat geben darf, vertraue dem Tierarzt. Du musst natürlich entscheiden, ob Du eine OP Deinem Tier zumuten möchtest. Mit der Behandlung bei einem Menschen hat man es da leichter. Mit ihm kann man diese ganze Problematik besprechen, und dem würde ich zu einer OP raten !  Völlig abraten möchte ich Dir von dieser homöopathischen Behandlung. Sie macht keinen Sinn, weil,  wie hier viele richtigerweise gesagt haben, diese völlig wirkungslos ist.

danke für deine antwort, tigerkater :)

Ich halte von der alternativen Behandlung hier persönlich nichts.

Allein dadurch, dass die Entzündung "arbeitet" kann sich die beschriebene Veränderung erklären lassen. Wenn du weiter alternativ behandelst bei einer tiefliegenden Infektion und dann im Bereich des Auges, bitte achte genau darauf, dass das Auge keinen Schaden leidet und geh nicht zu spät zum "Schultierarzt". Wenn das Lid durch die Entzündung vernarbt und die Narbe auf der Hornhaut reibt oder nicht korrekt schließt, kannst du dem Hund viel Leid trotz guten Willens verursachen.

Hunde sind oft sehr duldsam bei Krankheiten, dass er nicht gestört scheint kann auch nur der äußere Schein sein.

danke für deine antwort, jo :)
er hat das geschwür schon länger & anfangs war es kleiner & härter, nach dem einsatz von arctium lappa wurde es dann weicher & entleerte sich erstmalig - deshalb habe ich diesen effekt den tropfen zugeschrieben; das mag eine fehlinterpretation gewesen sein.

Probleme mit analfissur trotz op seit 6 Monaten?

Guten Tag, Ich bin 18 Jahre alt und wurde vor 6 monaten wegen einer analfissur auf 6 uhr operiert. OP Verlief gut, keine reizungen, keine blutungen, wenig schmerzen. Nach 3 wochen war ich fast beschwerdefrei, doch aufeinmal kamen die schmerzen wieder zurück. Und gingen seitdem nicht weg. Ich habe vor 3 wochen erfahren dass ich die salbe immer falsch angewendet habe (Habs außen angewendet, die fissur ist aber innen) Also Analdehner mit der salbe beschmieren und 2x am tag rein in den anus. Soweit so gut, nach einer woche gings mir deutlich besser. Aber das wars auch schon, es war nicht abgeheilt. Z.b wenn ich gehustet habe vor paar wochen tat das im hintern weh. Jetzt nicht mehr. Also muss die fissur kleiner geworden sein. Aber sie ist immer noch da, denn heute hatte ich einen nicht so guten stuhlgang und hatte schmerzen danach. Obwohl ich ein paar tage vollkommen schmerzfrei war. Mein problem ist der stuhlgang, es dauert erstens zu lange. Am anfang kommt alles schön raus, doch dann verfestigt es sich und es kommt nur noch gaaaaanz langsam ein kleines stück raus. Hab da die ganze zeit das gefühl ich müsste noch, obwohl ich schon seit halber stunde dadrauf sitze. Sehr nervig. Außerdem zieht sich beim stuhl manchmal mein hintern zusammen, undzwar immer dann wenn ich pinkeln muss während des stuhlganges. Wenn der urin dann rauskommt, genau in dem moment zieht sich das zusammen und tut höllisch weh. Wenn ich mal glück habe und es sich nicht zusammen zieht, hab ich auch kaum schmerzen nach dem stuhl. Bitte, woran kann das liegen? Mein stuhlgang ist das größte problem. Es ist ja nicht normal 30 minuten oder 40 minuten da zu verbringen. Freue mich über jede antwort, bitte helft mir.

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