Wird einem bei einer Gehirnerschütterung Blut abgenommen?

2 Antworten

Ich hab damals keine bekommen wo der Verdacht bestand kommt denke ich drauf an was der Arzt noch alles zur Kontrolle und Überwachung macht aber denke net

Die Behandlung eines SHT (Schädel-Hirn-Traumas) kann sich je nach Schweregrand und Begleitverletzungen unterscheiden. Die Sofortmaßnahmen, die noch am Unfallort ergriffen werden, konzentrieren sich darauf, die Herz-Kreislauffunktion zu stabilisieren und alle Zustände, die mit Blutdruckabfall (Hypotension) und verminderter Sauerstoffkonzentration (Hypoxie) im Blut einhergehen, zu beseitigen. Es müssen also Maßnahmen ergriffen werden, um die Sauerstoffversorgung des Gehirns sicherzustellen. Bewusstlose Patienten werden daher intubiert und atemrelevante Begleitverletzungen, wie Pneumothorax müssen ebenfalls behandelt werden.

Bei einem Schädelhirntrauma ersten Grades (und wenn keine Begleitverletzungen vorliegen) ist dazu nur die symptomatische Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, Bettruhe und eine stationäre Überwachung von 12–24 Stunden nötig.

Bei einem Schädelhirntrauma zweiten oder höheren Grades sind weitere Maßnahmen erforderlich: Die Sicherung der Atmung durch Sauerstoffgabe und Intubation, Flüssig-keitsersatz je nach Verlust, Schockbehandlung (falls erforderlich), Hirndruckbekämpfung durch Gabe von Glucocorticoiden, Oberkörperhoch-lagerung, Sedierung mittels Barbiturat, Benzodiazepin oder   Propofol, da diese Substanzen gleichzeitig den Hirndruck senken und den zerebralen Stoffwechsel reduzieren und die Bekämpfung von Krämpfen durch intravenöse Gabe von Rivotril oder Valium.

Zur weiteren Behandlung und Überwachung muss der Patient ins nächste Krankenhaus, das über ein CT verfügt, transportiert werden.

Steigt der Hirndruck trotz der Medikamentengabe zu stark an, ist es erforderlich eine Operation, die sogenannte Entlastungskraniektomie, durchzuführen. Dabei werden Teile des Schädels entfernt, um dem angeschwollenen Gehirn mehr Platz zu verschaffen und so zur Drucksenkung beizutragen. Die entfernten Schädelteile können, nachdem die Schwellung zurückgegangen ist, wieder eingesetzt werden.

Die Rückbildung der Symptome bei einer Gehirnerschütterung kann 10 bis 25 Tage dauern, in minderschweren Fällen 3 bis 7 Tage. Sie wird unterstützt durch Ruhe, Vermeiden von Fernsehen, Lärm und Stress. Eine neue Arbeit zeigt auch den möglichen Nutzen der diätetischen Behandlung mit den verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin.

Kinder mit Schädel-Hirn-Trauma, deren Körper auf 33 Grad Celsius künstlich abgekühlt wird, haben schlechtere Heilungschancen als Kinder mit Schädel-Hirn-Trauma, die bei normaler Körpertemperatur behandelt werden.

Im Rahmen des SHT können verschiedene Komplikationen auftreten, deren Therapie jeweils gesondert beschrieben sind: Bewusstlosigkeit, Hirndruck, Epiduralblutung, Subduralblutung und Schädelbasisbruch.

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