Krankenversicherung für Rentner nach Zuzug aus dem Ausland ohne Vorversicherungszeit

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Sie sollen sich unter Vorlage der Meldebescheinigung, wann sie wieder zugezogen sind, bei der BEK/ GEK vorstellen. Wenn sie dort zuletzt krankenversichert waren, muss die BEK/GEK die Pflichtversicherung gem. § 5, 1, 13 SGB V durchführen. Hier werden alle Einkünfte für die Berechnung der Beiträge herangezogen, bei der Rentenversicherung kann der Antrag auf den Beitragszuschuss gestellt werden. Anspruch auf die KVdR besteht nicht, wohl für die andere. Sie sollen erklären, dass sie nicht anderweitig versichert waren- ob und wie im Ausland interessiert nicht, da wir hier in Deutschland sind und deutsches Recht gilt.

Woher ich das weiß:Beruf – Über 30 Jahre Berufserfahrung

Die KVdR dürfte in der Tat ausscheiden, weil die Vorversicherungszeiten nicht erfüllt sind; insbesondere wenn es sich um außereuropäisches Ausland handelte. Damit aber bleibt nur der Abschluss einer PKV im teuren Basistarif; diesen anzubieten ist jede PKV verpflichtet. Eine Alternative gibt es nicht, weil die Rückkehr in die GKV jenseits des 55.LJ gesetzlich ausgeschlossen ist.

Müsste nicht die gesetzliche Krankenversicherung (Barmer EK), bei der meine Eltern zuletzt vor 23 Jahren versichert waren, diese wieder aufnehmen müssen? Sie waren ja in der Zwischenzeit nicht privat krankenversichert, sondern im außereuropäischen Ausland ansässig?

@zuzu13

Nein. § 6 Abs 3a SGB V macht das unmöglich.

@zuzu13

Sie müssen sich da weiter versichern, wo sie zuletzt versichert waren. Sie haben dann ja 23 Jahre den Beitrag "gespart"

@DerHans

sie haben nichts gespart (siehe oben). Das Zahlen der Rechnungen im Ausland aus eigener Tasche ist teurer als der Beitrag zur KV.

@zuzu13

FordPrefect: M.E könnten sie sich pflichtversichern nach §5 Absatz 1 Nr.13 SGB, bei der zuletzt in Deutschland zuständigen KK.

@Kunterbunt23

Ja, das ginge evtl. auch. Allerdings weigern sich die gesetzlichen Kassen oft, eine entsprechende Versicherung nach § 5 vorzunehmen, wenn es sich um ältere Nichtversicherte (>55. LJ und Renter) handelt, vermutlich weil es diesbezüglich noch kein letztinstanzliches Urteil gibt. Da muss ggfs. der Gang zum SG herhalten.

Die Krankenversicherung der Rentner kommt hierfür nicht als PFLICHTMITGLIEDSCHAFT in Frage. Dafür müsste man in den letzten 20 Jahren über 90 % pflichtversichert sein. Deine Eltern können als nur freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung werden. Also Beitrag auf das GESAMTE Einkommen.

Sie müssen doch im Ausland auch versichert gewesen sein. Darüber braucht die Krankenkasse einen Nachweis.

Wenn sie sich bisher die Krankenversicherung "gespart" haben, müssten sie ja jetzt Geld genug haben, ihre Rechnungen selbst zu zahlen.

Es kann ja nicht gut sein, dass jetzt die Allgemeinheit dafür bezahlen soll.

Sie haben nichst "gespart", denn sie mussten bisher im Ausland alle Arzt-, Medikament- und OP-Kosten selber "aus eigener Tasche" zahlen, weil es dort keine Krankenversicherung im hiesigen Sinne gibt. Die KV ist ja keine Rentenversicherung, wo man sich was aufspart fürs Alter, sondern wie jede andere Versicherung, wo die Gemeinschaft für den Einzelnen aufkommt. Sie wollen ja auch jetzt Beiträge zahlen und keine Almosen von der KV. Der Gesetzgeber verlangt ja eine KV-Pflicht, nur niemand will sie aufnehmen.

Hallo,

bei der letzten gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland eine Pflichtversicherung nach § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V beantragen. Diese Versicherung beginnt mit dem Tag der Anmeldung beim dt. Einwohnermeldeamt. Eine andere dt. gesetzliche Krankenkasse kann nicht gewählt werden.

Die dt. Krankenkassen müssen Unterlagen zu Mitgliedszeiten 30 Jahren aufbewahren.

Die dt. Krankenkasse unverzüglich vom dt. Wohnsitz informieren.

Gruß

RHW

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