Krankenversicherung Familienversichert / Ehefrau zu viel selbstständig dazuverdient - wieviel muss nach gezahlt werden?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

14,6% (gesetzlicher KK Beitrag der normalerweise hälftig von AG und AN getragen wird) + Individueller Zuschlag der Barmer den jeder AN allein trägt, 1,1% sind 15,7 % von 9.000 = 1.413,00 €

Dagegen kommt dann noch die Mindestbeitragsregelung von mtl rd. 180 Euro also 2.160 Euro insgesamt

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Mindestbeitrag der Barmer für freiwillig Versicherte ist mtl. 153,27 € zzgl. PPV 25,88 € (ohne Kinderlosenmalus) sind mtl, 179,15 x 12 = 2.149,80 €

https://www.barmer.de/versicherung-beitraege/beitraege/freiwillig-versicherte/beitraege-freiwillig-versicherte-9378

@RudiRatlos67

Danke ! Es zählt also das Jahreseinkommen der selbstständigen ? Also müssen auch die Monate mit ca 180 nach gezahlt werden wo es zu keiner Einnahme kam?

@EXInkassoMA

für die Sozialversicherung gibt es kein monatliches Einkommen, sondern nur Jahreseinkünfte. Alles andere sind Sonderregelungen die beantragt werden müssen. (zb. kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis bis 90 Tage)

@RudiRatlos67

Nochmal eine letzte Nachfrage : Es zählt das Kalender Jahr ?

Also wenn sich die obigen 9000 auf 2 Jahre verteilen.

Gefragt wurde von der kv nach Einkommen von 4/2017 bis 4/2018

Also ca 5000 wurden zwischen 4 und 12/ 2017 und 4000 von 01/2018 und 04/2018 verdient !

@EXInkassoMA

da bin ich mir jetzt nicht sicher.... aber eigentlich müsste es auf 2 JAhre verteilt werden und damit den Vorgaben der kostenlosen Familienversicherung entsprechen.

Am besten stellst Du die Frage mal Kevin1905 der ist Crack in SV angelegenheiten

@EXInkassoMA

Es zählt immer das steuerpflichtige Einkommen des zu prüfenden Kalenderjahres laut Steuerbescheid für das entsprechende Jahr. Deshalb ist eine Prüfung leider immer nur im Nachhinein möglich. Man hat allerdings die Meldepflicht, sobald sich die Einkommensverhältnisse unterjährig ändern. Dann kann sofort reagiert werden.

@okieh56

Danke für diesen Hinweis , hat mir geholfen

@EXInkassoMA

Gern geschehen. Die BARMER hätte dir das aber auch so gesagt. Rufe dort einfach morgen an.

Hallo, deiner Anfrage entnehme ich, dass deine Ehefrau eine selbständige Tätigkeit ausübt und familienversichert ist.

  1. Das zulässige Einkommen aus selbständiger Tätigkeit ist bei der Familienversicherung nicht 450 € (diese gelten nur bei Beschäftigung), sondern 1/7tel der Bezugsgröße, das waren 2107 = 425 € und 2018 = 435 €.
  2. Bei dem maßgeblichen Einkommen handelt es sich immer um das zu steuerpflichtige Jahreseinkommen laut. Steuerbescheid
  3. Wird das Einkommen überstiegen, muss die Familienversicherung (ggf. auch rückwirkend) beendet werden
  4. Dann ist zu klären, ob man von einer hauptberuflichen Selbständigkeit ausgehen kann, nur wenn dies nicht der Fall ist, kann die Mindesteinstufung mit ca. 180 € eingeräumt werden

Wie es aussieht, muss in diesem Fall eine rückwirkende Einstufung erfolgen. Alles Weitere solltest du direkt mit der BARMER besprechen, auch ob für die Zukunft die Familienversicherung wieder eingeräumt werden kann. Dies muss im Einzelfall geprüft werden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn sie selbständig ist, muss sie auch eigene Beiträge zahlen. Da gilt auch die 450 € Grenze nicht. Diese gilbt es für ARBEITNEHMER die offiziell als Minijobber gemeldet sind.

Die Krankenkasse wird das prüfen und eine Nachforderung stellen.

Der Mindestbeitrag für hauptberuflich Selbstständige beläuft sich auf ~270€ pro Monat und auch das nur auf Antrag und bei Nachweis, dass ein Härtefall vorliegt.

Wenn ihr argumentieren könnt, dass es keine hauptberufliche Selbstständigkeit ist, kommt ihr mit ~180€ pro Monat davon.

Ähm... sorry, bei 180 € bzw. bei der Barmer ganz genau 179,15 € (ohne Kinderlosenmalus) handelt es sich um den normalen Mindestbeitragsatz, der ermäßigte Beitragssatz leigt bei ca. 130 € mtl.

@RudiRatlos67

Einen Mindestsatz mit 130 € gibt es nicht! Das Minimum sind die 179,15 € (mit Kindern), für Selbständige gelten höhere Sätze, wie @NamenSindSchwer richtig dargestellt hat.

Eine Selbständigkeit, die nicht mal so viel bringt, dass man seine Krankenversicherung zahlen kann,. sollte man schleunigst beenden. Das ist dann ein teures Hobby

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