Krankenkasse kündigt Mitgliedschaft

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

daß der MDK seine Unterlagen gesichtet und entschieden hat, daß er arbeitsfähig sei und sich sofort arbeitslos melden müsse.

Der MDK handelt im Sinne der Krankenkasse; ergehört ja auch dazu und ist keine unabhängige Einrichtung!

Dies hat er dann auch getan weil er keine andere Möglichkeit sah.

Ich habe das früher auch gemacht, heute würde ich zum Sozialgericht gehen und oder den VdK einschalten und mich von einem unahängigen Gutachter beurteilen lassen.

In jedem Fall würde die Krankenkasse ihre Zahlungen einstellen. Wenn er jedoch keinen Arbeitgeber habe, würde die Krankenkasse seine Mitgliedschaft kündigen. 1. Geht das so einfach? 2. Müssen die bei einer Kündigung Fristen einhalten (Schreiben kam an dem Tag, ab dem die Gesundschreibung und Kündigung gilt)? 3. Kann er dagegen vorgehen? Wenn ja, wie?

Anwalt, Sozialgericht und VdK sind die Möglichkeiten.

Die sollen prüfen ob eine Kündigung rechtens ist; was sie meiner Meinung nach nicht ist.

MfG

Johnny

Es muss erst Widerspruch eingelegt werden, wenn diesem nicht abgeholfen wird, steht der Klageweg vor dem Sozialgericht offen.

@DerHans

Wie ist er dann bis zur Klärung des Widerspruchs versichert? Er hat ja auch immer mal wieder Kontroll- und Nachuntersuchungstermine, da die Heilung nicht so verläuft wie geplant.

Die Krankenkasse kann ihm eigentlich nur kündigen, wenn er seiner Beitragspflicht nicht nachkommt. Während des Bezugs von Krankengeldes ist er kostenlos weiter versichert.

Aber wer hindert ihn denn daran, sih arbeitslos zu melde? Dann ist er doch wiede pflichtversichert.

Er soll vor allem mit seinem behandelnden Arzt reden, wieso die Krankenkasse seine Diagnose anzweifelt. Gegen das Schreiben der Krankenkasse muss sofort Widerspruch eingelegt werden.

Aber wer hindert ihn denn daran, sih arbeitslos zu melde? Dann ist er doch wiede pflichtversichert.

Richtig er kann/ muss sich arbeitslos melden und die AfA ist genaugenommen wie ein Arbeitgeber, nach 6 Wochen müsste die Krankenkasse Krankengeld zahlen.

Da hier schon Krankengeld bezogen wird erübrigt sich das und meiner Meinung nach, kann die Kasse ihn nicht rausschmeissen.

das Wort Kündigung ist hier schlichtweg fehl am Platz. Die Krankenkasse hat die Mitgliedschaft von Rechtswegen beendet - nicht gekündigt. die Beendigung erfolgt immer dann, wenn für den Versicherten keine Beiträge gezahlt werden. in diesem Fall besteht kein Arbeitsverhältnis, es wird kein Krankengeld mehr bezogen und auch kein Amt kommt für die Kosten auf. damit wird die Mitgliedschaft zunächst beendet - das ist aber keine Kündigung in dem Sinne "tschüss und auf wiedersehen". ich glaub nicht, dass in dem Schreiben der Krankenkasse steht "die Mitgliedschaft wurde gekündigt", sondern vielmehr "die Mitgliedschaft wurde beendet".

rechtlich ist das korrekt. dagegen vorgehen kann er nicht. er kann sich lediglich wieder arbeitslos melden. wenn er dann wieder Arbeitslosengeld bezieht, ist er auch wieder versichert.

in Zeiten, in denen niemand die Versicherungsbeiträge zahlt, muss er sie selbst zahlen.

Arbeitslos melden kann er sich schon. Er kann ja aber nicht vermittelt werden, weil er ja nicht einfach nur arbeitslos ist, sondern krank. Muß er sich dann arbeitslos melden, um dann nach 6 Wochen wieder Krankengeld von der Krankenkasse beziehen? Wie lange die Heilung noch dauert weiß man nicht genau. Kann noch Monate gehen. Können die wirklich so ein Schreiben auf Freitag zustellen und das ab dem Tag gelten lassen?

Arbeitslos melden kann er sich schon. Er kann ja aber nicht vermittelt werden, weil er ja nicht einfach nur arbeitslos ist, sondern krank. Muß er sich dann arbeitslos melden, um dann nach 6 Wochen wieder Krankengeld von der Krankenkasse beziehen? Wie lange die Heilung noch dauert weiß man nicht genau. Kann noch Monate gehen.

@domcol

gemäß der Schilderung wurde er vom MDK wiederholt arbeitsfähig erklärt. das heißt er ist auch im Sinne des Arbeitsamtes arbeitsfähig und könnte sich demnach arbeitslos melden. hier würde sicherlich eine erneute Prüfung durch das Arbeitsamt erfolgen. der hat seinen eigenen Amtsarzt für die Beurteilung. was der Patient selbst für "krank" hält, entspricht nicht immer dem, was die Gutachter der Kassen bzw. Ämter davon halten.

Das geht so einfach wie beschrieben. Hat man keinen Anspruch auf ALG I ist es dem Menschen freigestellt ALg II zu beantragen, denn so wäre man sicher kranken versichert.

Was möchtest Du wissen?