Krankenkasse kündigen, 18 Monate Kündigungsfrist, schon immer in der Kasse

2 Antworten

Hallo,

die Bindungsfrist von 18 Monaten ist erfüllt, wenn man mindestens 18 Monate ohne Unterbrechnug Mitglied bei der jetzigen Krankenkasse. Wenn in der Lücke keine Mitgliedschaft mit Beitragszahlung bestanden hat, begibnnt nach der Lücke eine neue Buindungsfrist.

Die Bindungsfrist nach § 175 SGB V ist aber nur von Bedeutung, wenn man in eine andere gesetzliche Krankenkasse wechseln möchte. Die Folgeversicherung ist der vbisherigen während der Kündigungsfrist nachzuweisen (BNachweis über Briefzugang aufbewahren!).

In welches Land soll es denn gehen?

Alter?

Am besten bei der bisherigen Krankenkasse auvh über eine Anwartschaft für ca. 50 Euro monatlich informieren. Das kann in bestimmten Konstellationen bei der Rückkehr dann sehr sinnvoll sein.

Gruß

RHW 

Hallo

haette man mich denn nicht ueber solche "Folgeprobleme" informieren sollen?

Ich haette die 7 Tage dann doch locker aus der eigenen Tasche zahlen koennen. Das meine Mitgliedschaft in diesen 7 Tagen beendet wurde, hat man mir ja auch nicht gesagt. Also war ich waerend der Zeit nicht versichert, trotz das ich versichert sein MUSS laut Gesetzt? Also irgendwie versteh ich das Gesetz hier nicht...

Du meinst, § 175 SGB V erlaubt mir, in eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung zu wechseln, ohne die 18 Monate abwarten zu muessen? In meinem Fall waere das die H_nseMerkur, da dies die einzige mit bis zu 5 Jahren ist.

Bin anfang 30

Die Anwartschaft waere doch nur dann sinnvoll, wenn ich danach wieder die Barmer nutzen moechte, oder? Aber die 50 Euro kann ich mir auch sparen, da mich die gesetzliche eh aufnehmen muss, soweit ich das verstanden habe. Und was die Kassen in den naechsten Jahren wieder aendern, steht eh in den Sternen :-)

habe mir gerade mal den § 175 SGB V durchgelesen:

[...] Die Kündigung wird wirksam, wenn das Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung oder das Bestehen einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall nachweist [...]

Eine Langzeit-Auslandsversicherung wuerde doch auf die "anderwertigen Absicherungen" zutreffen - oder wollen die, dass ich das ganze Jahr ueber in Deutschland behandelt werden kann?

Denn bei der genannten H_nseMerkur bin ich 6 Wochen pro Jahr auch in Deutschland versichert, aber selbst die werde ich nicht nutzen.

@sant0s

In der Lücke im November bestand zwar keine Krankenversicherung, aber nach § 19 SGB V ein kostenloser Anspruch auf Leistungen der bisherigen Krankenkasse.

Wenn man die Betreffenden fragen würde, ob sie den Zeitraum Beiträge zahlen möchten oder die gleichen Leistungen kostenlos erhalten möchten (mit dem kleinen Nachteil, dass man 18 Monate lang nicht in eine andere gesetzliche Krankenkasse wechseln kann), hätten m.E. 99,9% der Befragten sich für die kostenlose Variante entschieden. Ein Teil hätte sich sicher (zu Recht?) über die Beitragsverschwendung fürs Porto beschwert. Die Arbeitsagentur hat auch über die Versicherungslücke informiert und empfohlen, die Krankenkasse zu kontaktieren.

Die Auslandskrankenversicherung für längere Reisen gilt als Absicherung im Krankheitsfall, so dass eine Bindung an die 18 Monate nicht besteht. 

Die Anwartschaft sichert die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung. Vermutlich kann man auch zu 99% ohne Anwartschaft in die GKV zurückkehren. Es kann aber auch anders sein:

- wenn man bei der Rückkehr Beamter ist/wird, kann man nicht in die GKV zurück

- wenn man bei der Rückkehr als Arbeitnehmer mehr als die Versicherungspflichtgrenze verdient (2015: 54.900 Euro brutto jährlich), kann man nicht in die GKV zurück

- wenn man sich bei bzw. nach der Rückkehr selbständig macht, kann man ggf. keine Versicherung mit Krankengeld wählen

- wenn in der Zwischenzeit das Gesetz von 2007 geändert, kann es passieren, dass eine GKV-Versicherung nicht möglich.

- was passiert, wenn man jemanden im Ausland heiratet (ggf. mit Kindern) und dann mit Familie nach Deutschland zurückkehrt?

Ob eine Anwartschaft Sinn macht oder nicht, kann nur jeder für sich selbst entscheiden (Lebensplanung und Risikobewusstsein).Am besten weitere Infos von der Krankenkasse besorgen.

 

Die 18 Monate zählen insgesamt. Alles andere wäre sittenwidrig aufgrund übermässiger Bindung. Du kannst also kündigen.

Vielen Dank fuer deine mega flotte Antwort!

Hey,

habe soeben eine Antwort von der Krankenkasse erhalten, wo steht, dass ich durch die Leistunge der Agentur der Arbeit vom 01.11.2014 bis zum 07.11.2014 eine Luecke entstanden ist. Also knapp eine Woche. Dadurch entsteht mir angeblich eine erneute Bindungsfrist von 18 Monate.

Das meine ich - sowas ist doch menschenverachtend und reiner Bindungszwang durch billige Tricks und Zusammenarbeit von Behoerden/gesetzlichen Krankenkassen.

Ist das rechtens? Gibt es eine Moeglichkeit fuer mich, dennoch auszutreten?

Liebe Gruesse

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