Kranken Fisch geangelt. Was tun?

4 Antworten

Es kommt im Normalfall nicht vor, dass ein deutlich kranker Fisch noch Nahrung zu sich nimmt. Ausnahme vielleicht bei einer leichten Verpilzung oder Fischbandwürmer, jedoch am Fresswillen zu erkennen, dass diese Krankheit wieder verschwindet oder nicht behindert.

Andernfalls gibt es die Gewässerpolizei in Form von Raubfischen, die bevorzugt kranke und verhaltensgestörte Fische fressen. Die sind häufig gegen Friedfischkrankheiten immun. Gegen vergiftete Fische allerdings nicht.

Es kann aber vorkommen, dass ein kranker Fisch im Uferbereich ist oder zufällig auf einer Köderfischsenke liegt. In dem Fall ist es gut, sich über die verschiedenen Symptome zu informieren. Eine Totalverpilzung, Saugwurmbefall oder Fleckenseuche ist schnell zu erkennen und der Fisch sollte dann nach dem Töten und Fotografieren im Uferbereich eingegraben werden. Gegebenenfalls mit einem Vermerk in der Fangergebniskarte.

Weitere erkennbare Krankheiten, wie Glotzaugen, Weißpocken, Bauchwassersucht oder Koi-Herpes sind unbedingt zu melden. Hierzu den Fisch in eine Tüte legen und umgehend den Pächter oder im Verein den Gewässerwart informieren. Bis zur Übergabe des kranken Fisches diesen eventuell zu Hause einfrieren.

Zu einigen Krankheiten siehe auch:

https://www.deine-angelwelt.de/fischkrankheiten/

Bring den Fisch zu dem der dafür zuständig ist. Der wird ihn brauchen um die Krankheiten/den Befall genauer bestimmen zu können um die richtigen Schritte einzuleiten. Der wird sich dann auch (wenn er kein Idiot ist) an die entsprechenden Behörden wenden, sofern das notwendig ist.

Bei der Polizei musst du das nicht melden, die ist dafür nicht zuständig. Eher das Veternäramt o.Ä. Aber wie gesagt: Normalerweise regeln sowas die Aufseher, Pächter, Besitzer, ... sobald es ihnen gemeldet wird und das notwendig ist.

Danke für die Auskunft. Ich war nur wegen der Theoriefragen vom Angelschein, den ich gerade mache, etwas irritiert. Vielen Dank!

Wegen einer Verpilzung musst du nicht extra bescheid geben. Das kommt gelegentlich mal vor u. a. wenn sich Fische verletzen. Den gefangenen Fisch entnehmen und unbrauchbar / unschädlich machen, vor allem bei untermaßigen oder geschonten Fischen unbrauchbar machen....sonst gibts Stress.

Ansonsten ist die Frage recht realitätsfern. Ein Angler kann das sonst gar nicht beurteilen, ob es sich um eine gefährliche, stark ansteckende Krankheit handelt oder nicht. Mir selbst ist sowas auch noch nie aufgefallen, anderen auch nicht, die ich kenne.

Wenn natürlich 100 Fische tot im Bach liegen muss man bescheid sagen....liegt dann aber eher nicht an Krankheiten, sondern eher an Schadstoffen.

Woher ich das weiß:Hobby – Über 20 Jahre Erfahrung

Man MUSS dem Pächter Bescheid sagen, habe den Angelschein, würde den Fisch nun in einer Plastiktüte mitnehmen und dem Pächter zeigen, zurücktun kannst du ihn nicht

Habe in einer Woche auch meine Prüfung. Bescheid geben muss man wie gesagt ja ohnehin, das weiß ich. Danke für den Tipp!

Viel Glück dabei, war sehr leicht...

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