Kosten für Attest

9 Antworten

Wie viel ein Arzt für ein Attest verlangen kann, ist unter Ziffer 70 der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) festgelegt. Die Kosten für ein Attest können je nach Arbeitsaufwand 2,33 Euro (einfacher Satz), 5,36 Euro (2,3-facher Satz) und in Ausnahmefällen 8,16 Euro (3,5-facher Satz) betragen.http://www.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/356719.phtml

Patsch ... und da ist es wieder, das Problem, wenn sich Laien zu Dingen äussern ...

Typisch Medien, typisch WDR ... oberflächliche Journalisten... die hier zitierte Quelle ist unvollständig ... und irgendjemand nimmt das für bare Münze und unterstellt dem Arzt, er würde falsch abrechnen. So schnell geht das dann.

Einfach mal die Primärliteratur (zB http://www.aerztekammer-bw.de/20/goae/volltext.pdf) hernehmen und zwei Zeilen weiterlesen - und siehe da ...

80 Schriftliche gutachtliche Äußerung 300 Punkte 17,49

Ich habe keine Ahnung, ob das Attest für die Tagegeldversicherung ein einfacher Zweizeiler ist oder unter Position 80 fällt - ich kann in unserem Bürokratenstaat nur vermuten, dass letzteres zutrifft - und schon wäre der Arzt völlig im Recht ...

Wobei übrigens - nur mal als Vergleich - irgendwelche Bestätigungen bei der Gemeinde sogar mehr kosten ... bei weniger Aufwand ...

@wallenstein

Falls es Dir entgangen sein sollte, wallenstein, hier ist ein Laienforum. Wenn Du etwas besser zu wissen glaubst, dann steht es Dir frei, dies als Antwort einzustellen. :-)) Wobei der von Dir genannte Link nicht unbedingt aktuell zu nennen ist und regionalen Bezug hat. Nicht wahr?

@Resistance

Hier ist ein Laienforum, aber dann sollte man darauf achten, Meinungen einzustellen, nicht so tun, als wenn Journalisten die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten, und ihre Meinung einfach als gegebene Tatsache hinstellen, hmm? Abgesehen davon, wissen wir, wo der fragende wohnt?

und - was ist überhaupt die Frage? Ich habe hier keine Frage gelesen

@Resistance

>>hier ist ein Laienforum

Genau das ist die Gefahr. Niemand weiß genau, ob der antwortende Laie tatsächlich weiß, von was er schreibt, oder nicht. Daher ist die Auskunft von Experten immer der Laien-Meinung vorzuziehen.

Wallenstein ist offensitchtlich vom Fach und seine Auskunft ist vollkommen korrekt. Bei mir gibt es Atteste auf Wunsch des Patienten auch nicht für 2,33 € x 3,5, denn auch ich muss die Beglaubigung einer Kopie durch eine angelernte Angestellte im Rathaus mit 10€ bezahlen.

Für ein einfaches Attest für eine private Versicherung ist der GOP 80 der GOÄ anzusetzen.

@Resistance

@ resistance: leider lese ich diesen Beitrag erst heute, aber er ist brandaktuell, daher eine Antwort: Natürlich haben Sie Recht, dass GF ein Laienforum ist, aber finden Sie es in Ordnung, dass sich Laien zu Sachverhalten äussern, von denen sie keine Ahnung haben - und dabei noch anderen Leuten unterstellen, etwas falsch zu machen ? GF wird oft mit einem Diskussionforum verwechselt - dort darf ich Vermutungen anstellen, dort geht es um Meinungsbildung. GF sollte ein Ratgeberforum sein, und da wäre es sehr hilfreich, wenn wirklich nur Leute auf gute Fragen antworten würden, die auch eine Ahnung von der betreffenden Materie haben. PS und was die Aktualität anbelangt ... Sie werden es kaum glauben ... im Gesundheitswesen dauert es mitunter mehr als 10 Jahre, bis Preise an tatsächliche Gegebenheiten angepasst werden. 6 Jahre KEINE Gebührenerhöhung ist nicht ungewöhnlich !!!

Die Sätze bei Fachärzten sind höher und die 18 Euro kann er verlangen, da er die Zeit der Erstellung nicht von der Krankenkasse bezahlt bekommt

Versuche, die Kosten über die Krankentagegeldversicherung zurück zu bekommen, die stellen sich da in der Regel nicht quer

Ich muß Resistance Recht geben. In Ihrem Fall handelt es sich um eine einfache Bescheinigung, die der Arzt nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) nach der Ziffer 70 abrechnen sollte. Er hat dann den Ermessensspielraum, die Grundgebühr mit dem 1 fachen bis zum 3,5 fachen zu multiplizieren Dies ergibt dann die Kosten zwischen 2,33 und 8,16 EURO.

Für einen Zweizeiler ist 5,- € angebracht. Je mehr Aufwand, desto mehr Kosten.

Hallo, leider ist der Arzt gemäß Standesordnung, Gebührenordnung und Wettbewerbsrecht gezwungen Gebühren für ein Attest einzufordern. Es gibt etliche Gerichtsurteile, in denen  der Arzt immer verloren hat. Es fällt unter "Unlauterer Wettbewerb". Findige Anwälte gehen inzwischen dazu über, die Ärzte gegen eine Gebühr von über 1000€ abzumahnen. Andererseits würde kein Anwalt oder Notar für 5€ etwas bestätigen.

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