Konzentrationsgefälle - Osmotischer Druck

2 Antworten

Ein Konzentrationsausgleich durch die Bewegung der Teilchen zum Ort geringerer Konzentration kann nur auftreten, wenn diese Teilchen nicht daran gehindert werden. Eine semipermeable Membran (heißt halbdurchlässig, und zwar so gewählt, dass nur das Lösungsmittel passieren kann) tut aber genau das, sodass das Wasser zum Ort höher Konzentration fließen muss, um einen Konzentrationsausgleich zu erreichen. Denn Konzentration ist der Quotient aus Stoffmenge der gelösten Teilchen durch Volumen des Lösungsmittels (+ der kleine Beitrag der Teilchen)  c = n/V. Bei gleich bleibender Stoffmenge muss sich also das Volumen für einen Konzentrationsausgleich ändern.

Kleine Bemerkung: Da Jobul richtig sagt, dass auf der Seite, wo die Teilchenkonzentration größer ist, die Wasserkonzentration kleiner ist, gilt für das Wasser genau die umgekehrte Fließrichtung.

Der Konzentrationsausgleich geht immer in Richtung der geringeren Konzentration. Behindert eine semipermeable Membran ein Bestandteil der Lösung auf dem Weg zur geringeren Konzentration, gilt das für den Bestandteil, der die Membran passieren kann (meistens Wasser), nicht. Er  diffundiert dahin, wo seine Konzentration geringer ist - höher ist dort natürlich die Konzentration des gelösten Stoffes. 

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