Kind wird im Kindergarten v. Erzieherin gemobbt

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Liebe Schuhkuh, das Problem von uns Müttern ist, das wir immer nur das Beste von unseren Kindern halten, und uns schützend vor unsere Kinder stellen. Selbstverständlich glauben wir immer nur das, was unsere Kinder uns auch erzählen. Warum sollten die Erzieher Deine Tochter mobben wollen. Sie sind Erzieher, weil sie Spaß haben am Umgang mit Kindern. Auch Kinder messen ihre Kräfte und ich habe nie erwartet, dass die Erzieher sich in jeden Streit einmischen. Du bist immer gleich da, wenn Deine Tochter sich haut, und stellst Dich bedingungslos hinter sie. Kann es sein, dass sie diese Situation doch eventuell ausnutzt, und den Streit anfängt. Warum soll sie nicht in einen anderen Kindergarten? Ich denke mir, da ist Euch beiden sehr mit geholfen . Sie kann sich frei entwickeln und ist unter Deinen Argusaugen raus, und Du hast dann Erzieherinnen, die dem Kind vorurteilsfrei gegenüber treten.

Ehrlich gesagt, finde ich es eine seltsame Kigagruppe, in der soviel gekratzt und geschubst wird! Meine Tochter ist auch 5 und obwohl solche Sachen in ihrer Gruppe vorkommen, ist es doch selten. Bei uns werden die KInder wieder und wieder aufgefordert, zur Erzieherin zu gehen, wenn so etwas vorkommt, und es wird nicht als Petzen gewertet. Viellleicht solltest du deiner Tochter auch diesen Vorschlag machen?....

Hochqualifizierte Antworten liegen vor, so dass ich kaum noch Chancen auf Gehör haben werde. Bitte sind Sie nicht so vorschnell mit dem Begriff Mobbing! Hier ist eine normale Situation dramatisch geschildert worden; nicht normal ist, dass Töchterchen und Mutter im selben Haus arbeiten. Ich kenne die Szenarien aus dem schulischen Raum, und es gibt Verwaltunsgvorschriften bzw. Leitlinien/Empfehlungen, in denen auf familiär begründete Erschwernisse hingewiesen wird. Dass Sie auf Eingriffe Ihrerseits in die Gruppe Ihrer Tochter hinweisen, halte ich für bedenklich. Sie selbst würden dies auch als versteckte Rüge/Missbilligung bezeichnen.--------- Verehrte Mutter: Ob Sie es glauben oder nicht, Sie sind die Hauptperson,die strategische Mitte. Der Lösungsweg geht nur über Sie. Sie steuern, Sie entscheiden. Ein Positionswechsel ist nicht erforderlich. Sie sind bisher bedingungslose Antwältin Ihrer Tochter gewesen, Sie müssen überlegen, wie der zukünftige modus vivendi aussehen könnte. Es geht nur über Dialog, nicht über Wege der Kritik und des Misstrauens. Ein Stückchen loslassen; es kommen noch ganz andere "Kaliber " auf Sie zu. Mit Mut wohlan! (gez.: ein alter Knacker)

Deine Tochter ist in einer schwierigen Situation.

Du bist in ihrer Nähe und zur Mutter besteht nun mal ein anderes Verhältnis als zu einer Erzieherin.

Deine Tochter möchte sich "gehen lassen" können - so wie es die meisten Kinder zuhause machen. Einfach, weil die Mutter als Vertrauensperson gilt.

Auf der anderen Seite "versucht" sie sich anzupassen. Würde vielleicht besser klappen, wenn du dich aus "Streitereien" - die deine Tochter und andere Kinder betreffen raushalten würdest.

Solange du da involviert bist, ist sie in einem ständigen inneren Zwiespalt.

...von all dem, was hier so steht an Schuldzuweisungen (auch deinerseits - wer was gemacht hat, und warum), seh´ich einfach mal ganz ab. Ist in meinen Augen im Grunde auch gar nicht wichtig...

Weil der Konflikt innerhalb dieser Situation höchstwahrscheinlich allein aufgrund deiner "Doppelbesetzung" (als Mama und gleichzeitig als Erzieherin) entstanden sein wird.

Ist einfach problematisch, dass

a. du deine Tochter irgendwie immer im Blick hast - deine Tochter genau das auch weiß und spürt

sowie

b. deine Kolleginnen ebenfalls mit Argusaugen auf dich/euch schauen.

So könnt ihr (wenn man -so wie du es schilderst- davon ausgehen darf, dass da momentan niemand wirklich wohlwollend auf euch beide blickt...) im Grunde nur "verlieren" - deine Tochter gilt wahrscheinlich als "schwierig", wahlweise auch "schlecht erzogen"; und du bist gleichzeitig diejenige, welche "schlechte Mama" und auch noch "schlechte Erzieherin" ist, weil du ja beides nicht zu trennen weißt.

Und ins offene Messer lassen dich die Damen womöglich auch ganz gern mal laufen, wenn sie dir dabei zusehen, wie du (als Mama) einschreitest, obwohl du doch als Erzieherin vor Ort sein solltest, deine "zwei Rollen" also wiederum (!!) nicht zu trennen weißt...

Der Schwarze Peter also ist derzeit immer bei dir, da kannst du hoch und nieder hüpfen, machen was du willst: Dieser Spagat zwischen beidem ist einfach mal ´ne** zu** große Hürde, denke ich

Langer Rede, kurzer Sinn: Einer von euch beiden sollte die Einrichtung wechseln.

Und wenn du es nicht bist, dann wär´vielleicht (und sowieso) die beste Entscheidung, deiner Tochter diesen Weg zu eröffnen.

So wie es jetzt ist, glaub´ich nicht, dass man dort noch glücklich werden kann. Besser wird´s nicht mehr werden, dafür scheint mir die Situation bereits zu sehr eskaliert - und vor allem die Rollen in diesem (schlechten) "Spiel": zu eindeutig verteilt...

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