KClO4 + AL --->?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist ein klassischer Anfängerfehler in Chemie. Viele denken immer, man könnte die Reaktionsprodukte irgendwie ausrechnen oder sonst wie bestimmen. Schlechte Nachrichten. Das geht nicht. Bei einfach Reaktion ist es zwar durchaus möglich zu sagen, was warum passiert, aber das ist nicht immer so. Zumal sind die Reaktionsprodukte auch von den äußeren Umständen einer Reaktion abhängig. So können Temperatur-, Druck- oder sonstige Unterschiede zu ganz anderen Produkten führen.

Um mal auf deine Reaktionen zu kommen. Da es sich um pyrotechnische Reaktionen handelt, sind da hohe Temperaturen und Reaktionsgeschwindigkeiten im Spiel. Das heißt unkontrollierte Bedingungen, demnach wird da auch nicht nur ein Produkt entstehen. Ich kenn mich mit Pyrotechnik zwar nicht aus, aber ich kann dir sagen, dass es neben dem einen Hauptprodukt auch noch eine Vielzahl an Nebenprodukten geben wird. In mehr oder weniger großen Ausmaßen natürlich. Aber nachdem bei Pyrotechnik sowieso alles verbrannt wird, kann man wahrscheinlich davon ausgehen, dass sehr viele Oxide entstehen und die Stoffe die du auflistest in ersten Linie mit Sauerstoff und nicht untereinander reagieren.

Vielen Dank, das hat mir sehr weitergeholfen!

Hallo fhec372

ich kann dir die Reaktionsprodukte nicht nennen. Es handelt sich in allen Fällen um Redox-Gleichungen, Mit den angegebenen Koeffizienten, die vermutlich aus einer 'Bauanleitung' stammen und Massenverhältnisse beschreiben werden, lassen sich keine Reaktionsgleichungen aufstellen. lediglich bei der letzten Angabe ist dies möglich:

Mg + S → MgS

Für die erste Mischung würde die Gleichung lauten:

3 KClO₄ + 8 Al → 4 Al₂O₃ + 3 KCl

und das ist himmelweit entfernt von einem KClO₄ zu Al Verhältnis von 7 : 3.

Qualitativ darf man vermuten, dass aus Mg, Al, C und S die entsprechenden gängigen Oxidationsprodukte entstehen.

LG

Es war das Gewichtsverhältnis gemeint. Vielen Dank für die Antwort.

@fhec372

Gern geschehen. Ich hab mir sowas schon gedacht. :))

... und das ist himmelweit entfernt von einem KClO₄ zu Al Verhältnis von 7 : 3.

Naja, so weit nun auch nicht. Für ein grobes Rezept ist es schon "in der Nähe" der stöchiometrischen Theorie.

@Picus48

Du hast völlig recht.

Ich hab es gerade mal so grob überschlagen. Nimmt man die „Koeffizienten“ als Massen, kommt man der Stöchiometrie tatsächlich deutlich näher.

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