Katze frisst nicht und speichelt:(

3 Antworten

Hallo,

wenn die Katze sowieso nichts behalten kann, sich erbricht und nicht trinkt, ist es vom TA unverantwortlich, das Tier keine INFUSION zu geben, weil der Katze weiteres Unheil wegen möglicher Austrocknung und Auszehrung droht !

Ich würde sie umgehend in eine Tierklinik bringen. Ich meine dieses Erbrechen und Speicheln kann nicht alleine von den Zahnproblemen kommen ! Abgesehen davon kann sie keine Tabletten verwerten in dem Zustand, weil sie sich kontinuierlich erbricht !

Hat man auch an eine mögliche Vergiftung gedacht, oder an eine Pilzinfektion ?

Ist ein Ultra-Schall der Magen-Darmgegend gemacht worden ? Hat man einen Abstrich des Maules gemacht, hat man das Erbrochene untersucht ?

Eine Stuhlganganalyse wäre auch wichtig. Ich schätze deine Katze müßte stationär aufgenommen werden, so daß alle Analysen stattfinden können: Blut, Urin, Stuhl und Abstrich.

Ich wünsche deiner Katze eine baldige Besserung !

Emmy



Meiner Meinung nach den Tierarzt wechseln - Bei starken Zahnfleischproblemen liegt meistens auch starker Zahnsteinbefall vor - das gehört unter Nakose behandelt - wenn du den Verdacht hast, daß deine Katze noch nicht einmal trinkt, dann braucht sie schleunigst Flüssigkeit - entweder gebt ihr Flüssigkeit z.B. frische, abgekühlte Hühnerbrühe mit der Spitze oder laßt ihr Infusionen legen, damit sie fit genug für eine Zahnsanierung wird. Auf jeden Fall nicht mehr länger warten - ab zum Tierarzt.


Sorry, was ist das für ein Tierarzt?! Auf jeden Fall solltest du der Tierärztekammer darüber Meldung machen! Dass er deine Katze nicht künstlich ernährt, ist unverantwortlich!!! Wechsle bitte unverzüglich(!!!) in die Tierklinik ==> die haben dort mehr Möglichkeiten! Schlechtes Fressverhalten und häufiges Erbrechen sind immer Alarmzeichen und können alles Mögliche zur Ursache haben.

==> Was erschwerend hinzukommt: Nahrungsentzüge und häufiges Erbrechen bedeuten eine ernstzunehmende Gefahr für Katzen! Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) erleiden. Dazu kommt es wie folgt: Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird oder er viel Gewicht in kurzer Zeit verliert, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen (und dieses natürlich auch bei sich behalten), eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden (notfalls auch ungesundes Trockenfutter ==> sonst bitte gar nicht geben, da NoGo) - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Auch geringe Tagesmengen sind riskant! Obendrein verzeichnen selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist. Der Tod tritt (Leberverfettung vorausgesetzt) meist erst nach Tagen oder Wochen ein, je nach Schwere der Vorerkrankung (==> die dem fast immer vorausgeht). Die Funktionstüchtigkeit der Leber nimmt dabei peu à peu ab.

Wichtig: Nahrungsentzüge und häufiges Erbrechen zählen zu den Frühsymptomen einer Fettleber! Höchstwahrscheinlich muss sie dringend hochkalorisch ernährt werden, um eine eventuelle Fettleber in den Griff zu bekommen oder eine sich anbahnende rechtzeitig abzuwenden. Denn Fakt ist: Bei Fettlebern beschränkt man sich i. d. R. auf Verdachtsdiagnosen, z. B. Inappetenz, Abmagerung, Erbrechen, Blutwert-Veränderungen oder Untersuchungen per Ultraschall (==> diese zeigen ggf. eine vergrößerte, formveränderte und strukturverdichtete Leber). Die Entnahme von Lebergewebe mittels Tru-Cut-Biopsie, d. h. die zuverlässigste Diagnosemethode, wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen (==> zu hohes Narkoserisiko für erkrankte Tiere).

Sollte eine Fettleber vorliegen, muss Ursachenforschung betrieben werden ==> ohnehin muss es das! Begründung: Sehr häufig gehen der Fettleber behandlungsbedürftige Krankheiten voraus, z. B.

  • eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Darmverschluss oder CNI (chronische Niereninsuffizienz), denn alle lösen Appetitlosigkeit aus
  • Zahnerkrankungen, wie bei deiner Katze
  • ein Schnupfen (==> durch schlechtes Riechen lockt das Futter weniger)
  • Herzschwäche
  • eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung), welche oft mit Erbrechen, d. h. Nahrungsentzug verbunden ist
  • eine Vergiftung
  • Übergewicht
  • oder Wurmbefall.

==> Siehe bitte auch unter „Ist die hepatische Lipidose schlimm?“ des folgenden Links: http://www.tsh.de/Innere/leber/Hepatische%20Lipidose.htm


oder unter Fettleber (hepatische Lipidose) des folgenden Links: http://www.katzendiabetes.de/1947672.htm

Bedenke bitte auch, dass gerade Katzen oft lange still vor sich hin leiden, ehe man einen Verdachtsmoment hat. Dies ist auf ihr Sicherheitsbedürfnis in freier Wildlaufbahn zurückzuführen, denn wenn Feinde ihre Schwäche aufgrund Schmerzensschreie bemerken, werden sie leichter angreifbar. Du hingegen hast Verdachtsmomente, und zwar schlechtes Fressverhalten und häufiges Erbrechen! Also ==> zur Klinik bitte (es gibt auch einen tierärztlichen Notdienst)! Faktor Zeit ist bei mangelnder Nahrungszufuhr und möglichen Entzündungsherden in mehrerlei Hinsicht alles entscheidend (Stichwort nahrungsentzugsbedingte Leberschäden, austrocknungsbedingte Nierenschäden + entzündungsbedingte Herzschäden, die lebensbedrohlich werden können). - Ganz zu schweigen von den Kosten, die umso höher ausfallen je länger du wartest, wenngleich das eher unwichtig sein sollte …!

Alles Gute für deine Katze!

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