Karpaltunnelsyndrom OP Erfahrung?

5 Antworten

Sprich mit deinem Arzt über deine Vorbehalte. Wenn er das weiß, kann er sich entsprechend auf dich einstellen.

Eine CTS- OP ist eine kleine Routine- OP, die -außer den "normalen" OP- Risiken keine Probleme mit sich bringt.

Um deinen Körper zu schonen, kann man eine örtliche Betäubung machen. In dem Fall würdest du Betäubungsspritzen in den Unterarm bekommen. Die sind nicht schön, aber gut auszuhalten. Nachteil ist, dass man während der OP meist nachspritzen muss, weil das Medikament schnell abgebaut wird. Sobald es zwickt, meldest du dich und bekommst Nachschlag.

Eine weitere Möglichkeit ist, den ganzen Arm zu betäuben. Dann bekommst du eine Spritze im Bereich der Achselhöhle in die Unterseite des Oberarmes. Das ist unangenehm, aber auch das kann man aushalten. Wenn du davor Angst hast, bitte darum, dass die Einstichstelle vorher lokal betäubt wird. Dann gibt´s einen kleinen Piks bevor die eigentliche Betäubung platziert wird. Es gibt unterschiedliche Betäubungsmittel. Manche wirken relativ schnell, manche etwas langsamer. Nach einer halben bis dreiviertel Stunde sollte der Arm taub sein. Trotzdem wirst du Berührung spüren. Aber keinen Schmerz. Nachteil: Manchmal wirken diese Betäubungen nicht. Das ist wirklich selten und in dem Fall würde man dich "abschießen".

Zu beiden Varianten kannst du ein Medikament dazu bekommen, das dich schlafen lässt, so dass du nichts mitbekommst. Das belastet dich nicht so sehr wie eine Vollnarkose, sorgt aber dafür, dass du keinen Stress hast.

Natürlich ist auch eine Vollnarkose möglich. Diese belastet deinen Körper mehr als die beiden o.g. Varianten und ist für eine CTS- OP eigentlich übertrieben. Bevor du aber vor lauter Panik vom OP- Tisch springst, ist das sicher das kleinere Übel. Auch das würde ich an deiner Stelle offen und ehrlich mit Operateur und Anästhesist besprechen. Das sind Menschen, die wollen, dass es dir gut geht. Sie werden mit Verständnis reagieren.

Die OP an sich ist ein ca. 1 cm langer Schnitt etwa da, wo dein Mittelfinger endet, wenn du ihn auf deine Handballen legst. Der Carpaltunnel liegt ein bisschen tiefer, die Strukturen darüber werden zur Seite "geschoben", der Tunnel gespalten und alles wieder vernäht. Dauert 20 Minuten. Dann bekommst du einen Verband und Schmerzmittel. Nach 3 Tagen wirst du das nicht mehr brauchen. Deine Hand ist verbunden, Verbandwechsel ist am 1. Tag nach der OP. Eine Schiene oder einen Gips brauchst du nicht. Die ersten Tage wird deine Hand leicht geschwollen sein. Du wirst trotzdem deine Finger bewegen können- und auch sollen.

Nach einigen Tagen wirst du keinen Verband mehr brauchen, ein Pflaster genügt dann. Arbeiten kannst du nach 2 Wochen wieder.

Es ist wirklich kein Problem. Mach dir keine Gedanken! Das schaffst du locker!

Die Alternative ist "keine OP". Das führt dazu, dass du nach und nach immer mehr Schmerzen bekommst. Irgendwann rauben dir die Schmerzen den Schlaf. Dir werden Sachen aus der Hand fallen und irgendwann verliert deine Hand ihre Funktionsfähigkeit. Das ist doch nix.... Also: Augen zu und durch! Alles wird gut! :)

FZ

Bei einem Bekannten von mir wurde es vor 2 Wochen gemacht. Vor 3 Jahren hatte er es schon an der anderen Hand operieren lassen. Du bekommst eine Sedierung, bist also im Dämmerschlaf und bekommst so gut wie nix mit. In der Regel kann man nach der OP wieder nach Hause. Es wird mindestens 2 Wochen Krankenstand empfohlen um die Hand zu schonen. Schmerzen hatte er am Anfang schon, ist halt auch eine OP. Die Naht ist jetzt schön verheilt und man sieht nicht mehr viel von dem Eingriff. Bei der anderen Hand sieht man nach 3 Jahren nicht mal mehr eine Narbe. Die Beschwerden sind übrigens bei beiden Händen nun weg.

ich habe beide hände operiert: die rechte vor fünf jahren und die linke letztes jahr. seitdem bin ich völlig beschwerdefrei (ein glück, zum schluss war es wirklich schlimm)

ich habe bei der rechten hand eine (ultra)kurznarkose und zusätzlich eine örtliche betäubung. bei der linken wurde nur örtlich betäubt. ich wurde ambulant operiert. bei der rechten konnte ich gehen, nachdem ich wieder wach war, einen tee getrunken und einen keks gegessen hatte. bei der linken bin ich direkt aus dem op in meine sachen gestiegen und heim gegangen.

die narbe ist ca 1 cm lang. schmerzen hatte ich, nachdem die örtliche betäubung aufgehört hatte, NULL. man darf eine weile nach der op nichts heben, was schwerer als ein liter milch ist. (jedenfalls so ungefähr) zwei bis vier wochen krankschreibung (je nach beruf)

lange rede, auch ein sinn: lass es machen. das einzige, was ich bereue, ist die tatsache, es nicht früher operieren zu lassen

Ich hatte die gleichen Bedenken.

Als ich nach eeiner Verordnung für Physio fragte, sagte der Arzt, das könne er nicht verschreiben. Eine befreundete Physiotherapeutin hat mich dann über einige Wochen, ca. 3 bis 4, jeweils kurz behandelt und siehe, es ist wieder in Ordnung.

Dann war es kein "echtes" CTS. Das ist nicht mit Physiotherapie zu heilen. Ein CTS ist ein Engpass- Syndrom. Das, was zum Engpass führt, kann man nur mit einer OP entlasten. Deshalb steht vor der OP- Indikation immer auch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.

Die wurde auch gemacht!

Lass es machen. Das ist keine große Sache und danach bist du beschwerdefrei.

Bei mir wurde es vor 40 Jahren mit Vollnarkose gemacht, wie das heute gehandhabt wird, weiß ich nicht. Aber ich habe seitdem Ruhe.

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