Karies an Backenzahn - Welche Füllung?

5 Antworten

hi hast du in der Zwischenzeit bereits eine Füllung erhalten?

zu Composite kann ich sagen, dass die in den Molaren nicht gut halten, wegen dem Kaudruck.

Zement ist nur ein Provisorium.

Keramik kann lange halten, wenn man kein knirscher ist, sonst brechen die. Das Material ist rel. hart, man gewöhnt sich nach einiger Zeit daran.

Gold hält auch sehr lange. Nachteile von Keramik und Gold, es muss rel. viel vom Zahn weggebohrt werden und beide Versorgungen sind rel. teuer.

Amalgam würde ich hier empfehlen, das ist günstig bzw. in DE kostenlos und hält sehr gut.

Ich würde in die Kompositfüllung investieren, die ist wesentlich dauerhafter.

http://www.kzbv.de/welche-zahnfuellungen-gibt-es.189.de.html

Ohne Betäubung würde ich mir das nicht antun, und das als jemand, der Spritzen eher "distanziert" gegenüber steht. Es sei denn, es ist nur ein oberflächlicher Schaden, da habe ich auch schon mal gesagt "versuchen wir es erstmal ohne". Hat geklappt, war unangenehm, aber auszuhalten.

Der Vorteil bei den Zähnen im Oberkiefer ist, dass die einzeln tot gelegt werden können. Da gibt es nur mit einer kleinen Nadel ein/zwei/drei Tropfen überm Zahn rein und dann merkst du genau da nix mehr. Und nach der Behandlung bist du fast schon wieder normal.

Die können das heute ziemlich genau dosieren und müssen nicht mehr pauschal das ganze Maul für zwei Tage abschießen.

Amalgam - gerade für den hinteren Zahnbereich ist es das beste Material ... weil weiße Füllungen müssen in einem penibel trockenen Umfeld gelegt werden, was bei hinteren Backenzähnen selbst mit Kofferdam fast unmöglich ist. Die Folge: Materialschrumpfung und Randspalten führen zu neuer Karies. 

Amalgam kann auch im schwer zugänglichen Bereich sowie bei Nässe gelegt werden, dichtet die Bohrstelle perfekt ab und hält dem Kaudruck exzellent stand.

Die Farbe sollte im hinteren Zahnbereich auch keine Rolle spielen.

Zementfüllungen und Komposite halte ich ab Zahn 6 für fahrlässige Körperverletzung!

Würde komposit machen hält länger und ist sehr schnell gemacht.

Ohne betäubung wird das kein zahnarzt bei dir machen

Komposit sollte eben nicht "sehr schnell" gemacht werden; eine Kompositfüllung braucht Zeit ... und weil gerade die Zeit bei den meisten Zahnärzten fehlt, haben die Kompositfüllungen einen relativ hohe Ausfallrate ... und gerade im hinteren Backenzahnbereich sollte nicht geschlampt werden ...

ja, das ist ein guter Vorschlag, besser als Amalgam

Amalgam hält länger als die meisten Kunststoffe. Aber es sieht hässlich aus. Die Mär, daß du am Amalgam sehr krank werden  wirst  ist Quatsch, weil sonst ca. 60 Mill. Deutsche krank werden würden. Es ist wahrscheinlicher, daß Du Dir ein Bein brichst.

Es gibt ca. 250 - 300  dokumentierte Fälle von Patienten, die Amalgam nicht vertragen haben. [~ 0,0005 % der Patienten]  dort mußte das Füllungsmaterial ausgetauscht werden. Fertig.

@wvoelker

deine Behauptungen sind falsch, siehe die "Minamata Convention on Mercury" und was inzwischen in der EU diesbezüglich passiert ist

@Starch

Es ist sehr viel passiert. Meine Behauptungen sind nicht falsch. Minamata war eine Quecksilbervergiftung durch Meereswasser und Fische (als Nahrung) aus einem Chemiewerk, das die hochquecksilberhaltigen Abwässer ungefiltert in die Bucht bei Minamata hat fließen lassen. Die Vergiftungserscheinungen waren dramatisch und es hat verkrüppelte Kinder, schwere Krankheiten und auch Tote gegeben. Die Zahl der Opfer ist nicht gesichert, aber es müssen mehr als 20.000 gewesen sein.

Amalgam ist eine Legierung die nur dann atomares Hg2 freisetzt, wenn sie angemischt und in den Zahn eingebracht oder 20 Jahre später herausgefräst wird. Anmischen erfolgt in einer geschlossenen Kapsel. Beim einbringen bindet die Legierung bereits ab und es wird nur noch im Nanobereich Hg2 freigesetzt Danach ist es in der Legierung gebunden und wird nur noch als komplexes Ion (aus Quecksilber, Kupfer, Zinn und Zink)  von der Zahnoberfläche abgeschliffen. Die vermutete Giftigkeit für den Körper hat sich in den gedachten Dimensionen nicht bestätigt. Abgeschliffene Amalgam-Ionen werden meist veschluckt, passieren Magen und Darm unbeschadet und werden ausgeschieden. Wird es entfernt, kann der Zahnarzt einen Kofferdam legen der verhindert, daß Quecksilber eingeatmet wird.

Der Ort der  höchsten Quecksilberbelastung ist nicht die Zahnarztpraxis oder der Mund des Menschen, sondern die  industrielle Goldgewinnung, Kohleverbrennung und andere Industrien. Beim letzten Weg des Menschen  im Krematorium. Dort entstehen Hitzegrade von ca. 1000° bis 1300°. Bei diesen Temperaturen schmilzt die feste Verbindunug der Legierung des Zahnamalgams und atomares Hg2 wird in ziemlicher Menge freigesetzt; ca. 0,1% der weltweiten Quecksilberbelastung.

@wvoelker

nein, Amalgam hat nichts im Körper zu suchen und die Entsorgung ist kompliziert, deswegen die Vereinbarung

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