kann man vom zu vielem holotropen atmen an zwischenzeitlichen realitätsverlusten leiden?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich weiss nicht, ob dies eine Scherzfrage sein soll, da die Workshops nur am Wochenende stattfinden, bei den meisten Anbietern maximal 1 mal im Monat und ca. 300 € kosten (eventuell kommen Unterkunft und Verpfegung hinzu). Wäre also erstmal zu fragen, von welcher Häufigkeit hier geredet wird.

Grundlegend ist auch zu sagen, dass online-postings noch geduldiger sind als Papier - man muss noch nicht mal eigene Erfahrungen haben, um über irgendeine Methode herzuziehen. Basisinfo zum Holotropen Atmen habe ich hier gepostet: http://www.gutefrage.net/frage/wie-praktiziert-man-holotropes-atmen

Was natürlich richtig ist, ist dass man bei einer Therapie erstmal mehr leidet, wenn verdrängtes Material bewusst wird, dass man bei einer Opereation (vor allem während dieser) erstmal mehr Schmerzen hat und als Antwort auf deine Frage: während des Atemprozesses kann es sehr gut sein, dass bei der Inszenierung deiner Erfahrung ein Realitätverlust auftritt - das ist nötig, um eine Katharsis und Abreaktion zu erleben. Zum anderen ist dieser Realitätsverlust ein Realitätsgewinn: deine verdrängte bisherige Realität und ausserdem ist die Realitätswahrnehmung hinterher umso geklärter.

In dem 2010 erschienenen Buch "Stanislav Grof - Holotropic Breathwork - A New Approach to Self-Exploration and Therapy" räumt der Begründer des Holotropen Atmens mit vielen Missverständnissen auf und liefert auch einige medizinische Hintergrundfakten: http://ul.to/eras1apx

@sventheman

Danke für den Stern.

Bei weiteren Fragen zum Holotropen Atmen oder Transpersonaler Psychologie kannst du mich gerne per Freundschaftsanfrage und PN kontaktieren..

Na du rufst gezielt eine Sauerstoffübersättigung hervor, um Hallizinationszustände zu erreichen. Und dies soll dann außerkörperliche Erfahrung bringen... Naja. Halte ich für Unsinn.

Wenn man bereit ist, sich auf eine sehr spezielle und vor allen Dingen sehr exclusive Form der Therapie einzulassen. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Holotropes_Atmen ) ... dann ist man entweder

A) sowieso auf diesen Gebieten der Bewußtseinserfahrungen/Esotherik/Therapie.... und hunderterlei anderer Anhänge so bewandert dass man diese möglichen Nebenwirkungen in Kauf nimmt, oder einen Kreis hat mit dem man sich dezidiert damit auseinandersetzt.

B) ist man so verzweifelt, dass man auch einer Sekte beitreten würde, und ob das dann "Uriellea" ist oder "Scientology".... oder "Meister Propper" ist egal.... denn jede Brotkrume an Beziehung wird aufgesogen und die eigene Entscheidungsfreiheit im Prozess der Abhängigkeit an die soziale Gruppe abgetreten.

Da wäre dann die "Hyperventilation" das kleinste Problem.... eine Flasche Korn auf 3 Tage verteilt wäre ähnlich schädlich....

Ich frage mich... wie kommst Du überhaupt auf diese Therapieform?

Du scheinst Dich ja schon wenigstens in der Phase zu befinden, wo der Anmeldezettel für das PsychohygieneWochenende schon auf dem Tisch liegt und nur noch Deine Unterschrift braucht.

Aber zu so einer Therapie kommt man doch nicht durch einmaliges Ansprechen in der Fußgängerzone oder eine Anzeige in der "Bäckerblume"

Wie also kommst Du darauf?

Sincerly Norbert

Da wäre dann die "Hyperventilation" das kleinste Problem.... eine Flasche Korn auf 3 Tage verteilt wäre ähnlich schädlich....

Auch dir empfehle ich den Artikel, den ich im Kommentar zu JaniXfX verlinkt habe. Das Buch ist zwar von 2010, aber die klinischen Studien fanden bereits in den 80ern statt. Warum dauert das immer so lange bis das in den Köpfen der Masse ankommt?

Von dir hätte ich gern gewusst, worauf deine Kenntnisse um das Holotrope Atmen beruhen und was für eine "Schädigung" denn dadurch stattfinden soll.

Ich habe viele Therapieformen kennengelernt und keine kurzfristig effektivere und intensivere, als diese. Deswegen finde ich es besonders schade, wenn (vielleicht sogar gut gemeinter) Rat auf Vorurteilen basiert gegeben wird.

@sventheman

Von dir hätte ich gern gewusst, ...... was für eine "Schädigung" denn dadurch stattfinden soll.

Wenn Du eine Flasche Korn einmalig auf 3 Tage verteilst bleiben wohl keinerlei spürbare Schädigungen zurück..... ;-)

Jeder Jugendliche der "mal richtig Party macht" oder mit seinen Kumpels einmal nach Mallora braust um die Sau rauszulassen... wird in den Monaten danach eher von einer Erleichterung und superguten Zeit berichten, als von den Morgenstunden mit schwerem Kopf und Schmirgelzunge.

Sincerly Norbert

@norbert9014

Danke für die Erläuterung und nichts für ungut - es hätte ja sein können, dass du auf einen massenweisen Verlust von Gehirnzellen anspielst. So aber passt der Partyvergleich mit zum Beispiel nachträglichem Ausgepowertsein vom Austoben oder Heiserkeit vom Schreien - mit später folgenden neuen Energiereserven.

Zu recht

Lies den Artikel bei Wikipedia ( wenn du ihn noch nicht kennst )

Wenn wir den gleichen Wikipedia Artikel gelesen haben, wäre ich interessiert, welche Textstelle du genau meinst und wie du deine Meinung im psychotherapeutischen Kontext formulierst. Auf Fachterminologie kann gerne verzichtet werden - schreib einfach, wie dir der Schnabel gewachsen ist ;)

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