Kann man sich an Katzenhaare gewöhnen (Allergie)?

5 Antworten

Hi pizzaxyz,

es ist mit Studien belegt worden, dass ca. 90% der Allergiker nicht auf den Speichel oder die Haare der Haustiere reagieren, sondern auf ein bestimmtes Allerge, das im Talg der Tiere enthalten ist.

Die Talgdrüsen produzieren Fett an der Haarwurzel, das sich logischerweise auf den Haaren verteilt und schwupps: So entsteht der Mythos, dass man auf die Haare allergisch reagiert. Ist allerdings nur bedingt der Fall.

Es gibt angeblich Katzenrassen, die für Allergiker "besser verträglich" sein sollen, die sogenannten hypoallergenen Rassen. Allerdings gleich vorweg: Das ist mit Vorsicht zu bewerten.

Diese Rassen produzieren idR weniger des Allergens (Protein Fel d 1). Also kann es sein, dass man nicht so stark oder gar nicht reagiert. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht. Manchmal kommt es auch vor, dass Katzen mit einer Art Gendefekt zur Welt kommen und daher sehr wenig Protein Fel d 1 produzieren – ich meine, dass man auch nur durch einen solchen Zufall überhaupt darauf gekommen ist, solche Katzen speziell züchten zu wollen.

Den Körper an ein Allergen zu gewöhnen ist in Eigenregie nicht zu empfehlen. Du kannst dir damit großen Schaden zufügen, wie chronische Beschwerden, die bis zu Asthma reichen. Und das wirst du dann nicht mehr los, selbst wenn im schlimmsten Fall die Katze wieder ausziehen müsste.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du allergisch bist, dann muss auf jeden Fall vor der Anschaffung ein Allergietest her, im Idealfall direkt mit Proben der Katze, die du zu dir nehmen würdest. Das wäre aus meiner Sicht der einzige relativ sichere Weg, um rauszufinden, ob das Tier dauerhaft bei euch leben kann.

Außerdem solltest du einen Allergologen zu Rate ziehen, der die Situation kompetent einschätzen kann. Erstens möchtest du sicher nicht "krank" werden und zweitens wäre es schlimm, wenn ihr euch eine Katze anschafft und sie später wieder weggeben müsst, wenn sie euch ans Herz gewachsen ist.

LG, Laura

Sich von selbst zu desensibilisieren ist unwahrscheinlich. Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass du, wenn du dich ständig dem Allergen aussetzt, chronische Symptome (Asthma, Neurodermitis, Entzündung der Schleimhäute,...) riskierst.

Du kannst aber eine Hyposensibilisierung machen, da sind die Chancen, die Allergie loszuwerden relativ groß.

Mein Ex hat sich alleine durch den täglichen Umgang mit Katzen desensibilisiert. Und, wie andere hier berichten, nicht nur er. Es scheint aber wirklich auf die Stärke der Reaktion anzukommen.

@Bitterkraut

Es kommt nicht auf die Stärke der Reaktion sondern die Zusammensetzung des Mikrobioms an relevanten Körperstellen und das Immunsystem an.

Eine "zufällige" Desensibilisierung ist unwahrscheinlich (sowohl die Fachliteratur als auch meine Patienten belegen das), sofern es sich um eine diagnostizierte Allergie handelt.

Wenn es natürlich nur so eine Überreaktion auf was-auch-immer ist, die nicht mit einer Reaktion des IgE-Wertes belegt werden kann, gilt das natürlich nicht.

Hi,

Allergisch bist du nicht gegen die Haare sondern das Allergen Fel D1 - ein Protein das im Speichel und aus allen Drüsen der Katze kommt und durchs putzen nur im Fell landet, daher sagt man Katzenhaarallergie.

Es gibt Schulmedizinisch keine Heilung, lediglich Therapien die dich daran gewöhnen (dauert etwa 3 Jahre) - übernimmt so gut wie keine Krankenkasse.

Eine Homöopathische Behandlung kann eine Allergie heilen (Dauer zwischen 3 Monaten und mehreren Jahren - Kosten 200 bis mehrere tausend euro)

Meine frau war früher auch allergisch gegen alle möglichen Tiere, was bei meinem beruf (tierarzt) ein riesiges problem war - eine homöopathische Behandlung hat Sie nach einigen Monaten von allen allergien befreit (Pollen,Milben,Hunde,Katzen,Hamster und alle tiere mit denen ich sonst in Kontakt gekommem bin).
Sie ist seit über 10 Jahren Beschwerdefrei.
Hat uns etwa 700 Euro gekostet.

Es gibt menschen die sich eine Katze holen und sich so daran gewöhnen das sie irgendwann Beschwerdefrei sind - das sind vllt 1%.
Der Rest entwickelt eher schweres Asthma und ist irgendwann gezwungen Sie wieder abzugeben.

Ich an deiner Stelle würde einen Homöopath aufsuchen (keine Erfolgsgarantie) oder mit einem allergologen über eine Gewöhnungstherapie sprechen.

Eine Katze anschaffen und die Allergie ignorieren oder mit Tabletten/Cortisonspray die Symptome zu unterdrücken kann lebensgefährlich werden.

Ja, das kommt ggf. darauf an, wie stark du reagierst. Bei meinen Ex-Mann hat sich die leichte Allergie auch "ausgewachsen", wie hier schon berichtet wurde, nach 6 Wochen Naselaufen und Augenjucken war es vorbei. Aber eine Allergie kann sich auch verstärken durch die Konfrontation mit dem Allergen, bis zu Asthma. Dann müßte die Katze wieder weg, das ist schlecht für alle.

Red mit einem Facharzt darüber, daß dich auf die häufigsten Katzenllergene (das sind Enzyme/Eiweißverbindungen im Speichel), im Idealfall auch die entsprechende Katze, nicht alle Katzen haben diese bestimmten Enzyme. Also ssprich mit deinem Arzt.

hm, also das kommt auf deine stärke der Allergie an.

Wenn du sehr große Probleme bekommst, dann rate ich dir davon ab.

Solltest du aber einfach nur ein bisschen schnupfen oder leichtes jucken in den Augenwinkeln haben, dann ist es gut möglich das du dich mit der zeit dran gewöhnst und sich die Allergie sogar komplett "auswächst".

Desensibilisierung halte ich immer noch für Schwachsinn, hat echt ne miese Erfolgsrate und selbst wenn es funktioniert, dann oft auch nur kurzzeitig (1-2 Jahre). Verschwendete Zeit.

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