Kann man ohne Schilddrüse dennoch ein gutes Leben führen?

5 Antworten

Immer wieder

Im Juni diesen Jahres wurde mir die Schilddrüse komplett entfernt aufgrund kalter Knoten und vergrößerter Schilddrüse. Zudem wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Einige Wochen vor der OP stiegen die Antikörper für Hashimoto so sehr an, dass diese bereits den Grenzwert des Labors erreichten. Meine Lebensqualität schrenkte sich immer mehr ein. Einfache Einkäufe in Supermärkten oder in der Stadt waren für mich ohne Angst- und Panikattacken nicht mehr machbar. Ich hatte das Gefühl jeden Moment umzukippen. Nachdem mein Hausarzt meinte, dass er zwar sehe, dass mich das Hashimoto flasht, aber er mir nicht helfen kann, habe ich eine super Endokrinologin gefunden. Da bei uns auch noch ein Kinderwunsch besteht, empfahl sie mir, zunächst die Schilddrüse entfernen zu lassen, da einige Knoten bereits 2 cm groß waren und mich auch beim Schlucken störten. Ich habe ohne groß zu überlegen der OP zugestimmt, weil ich dachte, schlimmer kann es ja nicht mehr werden. Ich hatte meine Grenzen erreicht. Meine Eltern und älteren Geschwister lebten auch bereits ohne Schilddrüse und ohne Probleme. Die OP verlief super. Man hat so gut wie keine Schmerzen. Die Nebenschilddrüsen waren etwas beleidigt, was sich mit Kribbeln in Armen und Beinen bemerkbar machte, was aber mit der Zufuhr von Calcium und irgendeinem Vitaminpräparat gut in den Griff zu kriegen war. Das einzige was mir anfangs zu schaffen machte, war die Einstellung mit L Thyroxin. Ich litt in den ersten Wochen unter Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion. Jetzt nach ca. 5 Monaten geht es mir jedoch blendend. Ich bekomme mein Leben zurück. Habe so gut wie keine Angst- und Panikattacken mehr und kann wieder normal Einkaufen gehen. Und siehe da, bereits vier Wochen nach der OP waren die Antikörper für Hashimoto auch schon etwas gesunken. Wenn ich für mich zurückblicke, habe ich alles richtig gemacht.

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ,welches Bildungsort für das Hormon Thyroxin ist. Thyroxin reguliert lebenswichtige Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. Nach Entfernung der Schilddrüse(aus welchem Grunde auch immer), müssen sehr engmaschig ,nach Zuführung des Hormones Thyroxin in tablettenform, Blutkontrollen durchgeführt werden, um den für jeden Menschen unterschiedlichen Bedarf festzustellen. Danach muß lebenslang dieses Hormon weitergenommen werden auch unter weiteren Blutkontrollen.

Hallo mir wurde im Oktober 2009 die ganze Schilddrüse entnommen. Ich habe eine radiojodtherapie und eine Radiojoddiagnostik gemacht. Ich nehme jeden tag eine L-Thyroxin 150 die ich mein ganzes Leben lang nehmen muss. Aber mir gehts gut. Zwischenzeitlich war ich durch die Therapien in Unterfunktion und eher schwach und müde aber mittlerweile gehts mir wieder echt gut. In dem Forum schilddrüsenkrebs.de habe ich sehr viel über das Leben ohne Schilddrüse gelesen und mich aufgeklärt. kann ich nur empfehlen. Alles gute.

so ist es mir auch ergangen, ich hab nach der Schilddrüsen Op erfahren das ich Lümphdrüsenkrebs habe in den Bereich wo die Schilddrüse sass. HAbe danach 25 Bestrahlungen bekommen,nun ist alles okay und nehme Hormonersatz L-Thyroxin 150 und mir geht es super. Also du siehst das Leben geht weiter . Die Gewichtszunahme kommt aber nur dadurch das du nicht richtig einegstellt bist mit den Tabletten.Ansonsten nimmt man nicht davon zu. Alles Gute

Bei mir wurde 2006 die Schilddrüse entfernt. Radiojodtherapie bekam ich auch. Nehme jetzt L-thronix 175. Ob es mir gut geht ? kann ich nicht sagen, weiss nur dass ich nicht mehr so 100% fit bin wie vor der Op. Und andere diedas nicht haben, verstehen unsere lage nicht.

Coronar-CT mit Kontrastmittel und Blockade der Schilddrüse?

Hallo, in ein paar Tagen habe ich einen Termin für ein Coronar-CT. Im Vorfeld wurden meine Schilddrüsen-Werte bestimmt und ermittelt, dass das TSH zu niedrig sei. Nun wurde mir gesagt, dass vor dem CT noch ein anderes Mittel verabreicht werden müsse, um die Schilddrüse zu blockieren, damit diesen nicht durch das Kontrastmittel geschädigt würde. Frage: wie gefährlich ist das? Sollte ich nicht lieber die Untersuchung absagen? Habe bei der Uni Bonn folgendes gefunden, was sich ziemlich bedenklich anhört: "...10. Bei Schilddrüsenerkrankungen muss überprüft werden, ob die Gabe jodhaltigen Kontrastmittels möglich ist. Folgendes Vorgehen ist bei Schilddrüsenfunktionsstörungen möglich: 1. Bei manifester Hyperthyreose (TSH kleiner 0,3 T3 und/oder T4 erhöht) sollten ca. 25 Tropfen Irenat (Medikament zur Blockierung der Jodaufnahme in die Schilddrüse) 2-4 Stunden vor und 2-4 Stunden nach der Jodexposition verabreicht werden und anschließend 3 x 15 Tropfen pro Tag über 14 Tage fortgesetzt. Zudem 40 mg Thiamazol pro Tag, erstmals 2-4 Stunden vor der KM-Gabe und dann über 14 Tage oder Erhöhung der bereits eingeleiteten thyreostatischen Therapie. Regelmäßige Schilddrüsenfunktionskontrollen und Dosisanpassungen. 2. Bei latenter Hyperthyreose und/oder Technetium-Uptake unter Suppression von mehr als 1,5 % bzw. TSH-Erniedrigung und normalem T3 und T4 bzw. bei medikamentös gut behandelter Hyperthyreose: 25 Tropfen Irenat, 2-4 Stunden vor und 2-4 Stunden nach der Jod-KM-Gabe und anschließend 3 mal 15 Tropfen Irenat pro Tag über 7-10 Tage. Ggf. Adaptation und Erhöhung der vorhandenen Thiamazol-Medikation. Regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenfunktionswerte über 3-6 Wochen. 3. Schilddrüsengesunde sind definiert als Patienten ohne Schilddrüsenanamnese mit normalem peripherem TSH-basal-Spiegel. Wenn keine Anamnese einer Schilddrüsenerkrankung bekannt ist und von Seiten des Patienten nach Erfragen durch den Arzt klinische Symptome einer Hyperthyreose nicht gegeben sind, fordern wir für die i.v. KM-Gabe nicht routinemäßig das Vorliegen eines aktuellen TSH-basal-Wertes. Bei Unklarheiten bezüglich der Schilddrüsenanamnese, ist für elektive Untersuchungen aber eine Laborabklärung zu fordern bzw. ein aktueller TSHWert. Eine Gabe jodhaltigen Kontrastmittels ohne Schilddrüsenblockade kann zu einer Hyperthyreose und zu einer lebensbedrohlichen thyreotoxischen Krise führen! Die Gabe jodhaltigen Kontrastmittels blockiert bei Gesunden die Schilddrüse.

für Antworten: danke im Voraus!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?