Kann man Benzodiazepin kontrolliert einnehmen, ohne abhängig zu werden?

5 Antworten

Ob die Anweisung einer Abhängigkeit vorbeugen kann, kommt darauf an, was die Anweisung ist. Soll sie die Benzos täglich nehmen, oder nach Bedarf? Und für wie lange? Also Deine Frage kann Dir hier keiner beantworten, wenn Du nicht sagst, was die Anweisung denn genau ist und am besten noch, um welches Benzodiazepine es sich handelt. So als Faustregel sagt man, daß die ersten Abhängigkeitssymptome nach 2-4Wochen täglichem Gebrauch auftreten können. Das ist aber auch noch mal von Person zu Person verschieden. Genauso wie es total auf die Person ankommt, wie stark die Symptome sind. Also falls Dir irgendwer hier eine konkrete Antwort auf die Frage gibt, solltest Du nicht darauf hören, weil Deine Frage kann man überhaupt nicht beantworten, weil zu viel Information fehlt.

Also ich habe ca.25jahre Benzodiazepine geschluckt und wäre fast davon kaputtgegangen. Es ist richtig das viele Mediziner einfach zuviel Benzos verschreiben, ohne mal nachzuhforschen ob der-diejenigen es Wirklich noch benötigen. Bei vielen Benzomissbräuchen sind meistens manche Mediziner schuld, auch wenn es sich nicht nett anhört. Ich habe nach meinem Entzug nach 7 jahren heute noch mitbekommen das ich als ehemalige Abhängige jetzt wenn ich nicht stark genug wäre, Benzos kriegen könnte. Die wurden mir von einer Neurologin(die über mich Bescheid wusste) angeboten. Also man ist sein Leben lang gefährdet und muss jeden Tag neu kämpfen, sonst verliert man. Wenn sie genaue Anweisungen bekommt und unter Ärztlicher Aufsicht bleibt, dann ist das eigentlich ok. Nur wenn man merkt das es guttut und man nur noch diese Benzos bekommt, ist der Doc schlecht und der Süchtige ist quasi erstellt worden. Also kümmer dich ruhig um deine Mum, sie wird es Dir Danken wenn Du die Situation im Auge behälst.

Hexetilly

Vorsichtig, bewußt und besser selten!

Habe nur einmal Erfahrung damit gemacht- ein Ex-Freund bekam die Dinger verschrieben, ohne weitere Informationen. Als er damit aufhören wollte, ging es ihm sehr, sehr schlecht. Das reichte von Aggressivität über schlimme Depression bis zu Selbstmordtendenzen. Über Sucht oder Ausschleichen war er nicht informiert worden (das war so ein älterer Landarzt, der die Dinger wohl noch aus den Siebzigern kannte, als sie als Allheilmittel angepriesen wurden).Ich hatte bis dahin auch keine Ahnung und informierte mich, als alles so eskalierte. Heute wird von jedem verantwortungsbewussten Mediziner von Benzos abgeraten!!

Nicht zu lange einnehmen und langsam ausschleichen.

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