Kann man bei der gesetzlichen Krankenversicherung beliebig oft den Hausarzt wechseln?

5 Antworten

Man hat freie Arztwahl und kann auch den Arzt im gleichen Quartal (und selbe Fachrichtung) zweimal oder dreimal wechseln (zB kein Vertrauensverhältnis, Zweitmeinung), tut man das aber viel öfter (Arzthopping"), bekommt man von der Krankenkasse eine schriftliche "Mahnung".

Theoretisch kannst Du das machen. Von der Krankenkasse wird Dir hier in der Regel auch kein Stein in den Weg gelegt. Nur welchen Sinn soll das in der Praxis machen? Jeder neue Hausarzt muss sich erst einmal ein Bild von Dir, Deinen Krankheiten und deren Vorgeschichte machen. Und bis der Dich dann also kennt, hast Du bereits wieder den Hausarzt gewechselt .....

Es gibt Krankheitsbilder, da sind manche Hausärzte desinteressiert, helfen nicht oder wenn dann gehen deren Vermutungen in die falsche Richtung. Gerade bei Frauen sind viele Ärzte vorschnell bei der Hand Symptome auf die Psyche zu schieben, verordnen Psychopharmaka, die nicht helfen..aber der Patient hat den Stempel für immer ab. Wenn die Patientin dann das Gefühl hat, das es nicht daran liegt, sollte sie wirklich einen neuen Hausrazt suchen, denn von diesem hat sie nichts mehr zu erwarten. Er hat ein vorgefertigte Meinung und schaut gar nicht erst nach somatischen Ursachen. Deshalb kann es sogar fatal sein NICHT den Hausarzt zu wechseln, solange man noch die Kraft dazu hat. Aber beim nächsten Hausrazt sollte man besservrobereitet hingehen...ihm die Hinweise geben, die ihn in die richtige Richtung denken läßt.

Ich habe/ bzw. hatte schon mehrere Hausärzte. Ich lasse keinerlei Befunde hin und herschicken. Was auch nicht nötig ist. Wenn dieser eine Diagnose möchte, macht er z.B. eh noch mal Ultraschall oder so! Ist mir auch rechtr so, denn ohne dieses Hin und her, hätte ich jetzt einen künstlichen Darmausgang..

Wenn man eine zuverlässige Diagnose möchte bleibt auch ,meistens keine andere Wahl

Soweit ich weiß, haben wir hier die freie Arztwahl. Ich war auch schon bei drei Unterschiedlichen Ärzten für ein Fachgebiet innerhalb von 2 Monaten. Die gesetzliche macht da keine Probleme.

Hallo,

grds. sollte man den Arzt innerhalb eines Quartals nur aus wichtigem Grund wechseln.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__76.html -> Absatz 3

Sehr viele Krankenkassen sind aber bei dem Punkt "wichtiger Grund" sehr großzügig.

Manche Krankenkassen habe auch eine telefonische Ärzte-Hotline, bei der man sich vor und/oder nach Arztbesuchen ausführlich informieren kann.

Man kann sich vom Haus- und Facharzt auch immer Kopien der Befunde/Berichte geben lassen. Dann hat man selber auch die (fast) komplette Krankenakte.

Gruß

RHW

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